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Add-ons für PC-Spiele: Nachschlag gefällig?

Viel Fun für wenig Geld - für erfolgreiche Computerspiele kann man oft günstige Zusatzpakete mit neuen Inhalten kaufen. Im Test diesmal: interessante Add-ons für Aufbaustrategen und Rollenspieler

In der Sauna gehört der zweite Aufguss einfach dazu. Im Spielekosmos ist er ein Privileg: Die meisten Games verschwinden rasch von der Bildfläche, in der Regel kehren nur die Knüller mit einem Addon zurück ins Rampenlicht. Über eine gelungene Erweiterung freuen sich nicht nur die Kunden, die Nachschub fürs Lieblingsspiel bekommen, sondern auch die Entwickler, die das bestehende Gerüst anders garniert erneut servieren dürfen. Ob die Daumen für die Schar aktueller Addons nach oben zeigen, verrät der Test.

Gerd Hilber/Teleschau

"Age of Empires 3: The Asian Dynasties"

(Microsoft, ca. 30 Euro) Ein neues Entwicklerstudio bedeutet nicht unbedingt frischen Wind und neue Ideen. "The Asian Dynasties" stammt nicht von den Ensemble Studios selbst, sondern von den "Rise of Nations"-Entwicklern Big Huge Games. Das Add-on bietet drei neue Einzelspieler-Kampagnen mit jeweils fünf Missionen, in denen Japaner, Chinesen und Inder mit einigen neuartigen Fertigkeiten, Waffen und Gebäuden die Hauptrolle spielen.

Am typischen "Age of Empires"-Gameplay ändert sich mit den drei asiatischen Völkern allerdings nur wenig. Hübsch, aber unspektakulär sind Features wie die Schreine der Japaner, die zusätzlich Ressourcen produzieren, oder die Möglichkeit, Handelsbeziehungen mit anderen Völkern zu pflegen. Neue Einheiten wie die unvermeidlichen Ninjas und Samurais bringen hingegen kaum neue Impulse. Grafik und Zwischensequenzen wirken im Vergleich mit aktuellen Strategie-Monstern wie "Company of Heroes", "World in Conflict" oder sogar "Medieval 2: Total War" reichlich antiquiert, die Künstliche Intelligenz der Computergegner und die Wegfindung der Einheiten sind nach wie vor nicht berauschend.

Wer "Age of Empires" liebt, wird an den soliden "Asian Dynasties" bodenständiges Vergnügen ohne große Überraschungen haben. Bleibt zu hoffen, dass die "Age of Empires"-Serie mit dem vierten Teil im kommenden Jahr einer deutlichen Frischzellenkur unterzogen wird.

Gesamtnote: befriedigend

"Anno 1701: Der Fluch des Drachen"

(Ubisoft, ca. 30 Euro) Traumhaft schöne Landschaften, Dschunken pflügen beschaulich über die spiegelnde Oberfläche des Indischen Ozeans, asiatisch anmutende Architektur weckt Urlaubsstimmung. In der Welt von "Anno 1701: Der Fluch des Drachen" baut man gerne seine Siedlung auf - doch hinter all der Schönheit warten auf den Spieler auch knackige Herausforderungen.

Mit der Erweiterung erfüllen die Entwickler von Related Designs den Wunsch von "Anno-1701"-Spielern nach einer spannenden und bugfreien Kampagne mit durchgehender Story. Das Asien-Abenteuer erweist sich als ungeheuer abwechslungsreich und fordernd - eine Fülle von überraschenden Quests und Nebenaufgaben prasselt auf den User ein. Gelegentlich kommt dabei auch das Adrenalin gehörig in Wallung, wenn beispielsweise eine ganze Stadt gleichzeitig von Gegnern befreit und vor einer tobenden Feuersbrunst gerettet werden muss.

Der sonst perfekten inszenierten "Anno"-Atmosphäre etwas abträglich: Die Geschichte vom "Fluch des Drachen" wird nicht in prachtvollen Zwischensequenzen weitererzählt, sondern lediglich in kleinen Textfenstern mit den Porträts der Protagonisten. Zusätzlich zur elf Missionen umfassenden Kampagne gibt's den "Anno 1701 World Editor", mit dem sich ganz komfortabel eigene Missionen basteln lassen. Spielspaß für Monate ist damit garantiert.

Gesamtnote: Sehr gut

"Blitzkrieg 2: Die Befreiung"

(CDV, ca. 30 Euro) Truppen, Schlachtfelder, Missionen - das Stand-Alone-Add-on "Die Befreiung" bietet "Blitzkrieg 2"-Veteranen jede Menge Nachschub an der Strategie-Front. Dennoch mag der Funken nicht so recht überspringen. Vielleicht liegt's an den zwei müßig inszenierten Kampagnen, die unter anderem den Kampf um Italien und die Ardennenoffensive behandeln. Vielleicht aber auch an der mittlerweile ziemlich angestaubten Pixel-Grafik, in der selbst neue Einheiten wie der "Sturmtiger" oder "M18 Hellcat" wie Spielzeugpanzer wirken. Die neuen Online-Modi "Domination" und "Battlefield" können "Die Befreiung" leider nicht in höhere Wertungsregionen hieven.

Gesamtnote: Befriedigend

"Company of Heroes: Opposing Fronts"

(THQ, ca. 30 Euro) Die Helden-Kompanie marschiert wieder - auch ohne das Hauptprogramm: In "Opposing Fronts" übernehmen Echtzeitstrategen die Kontrolle über die britische 2. Armee bei der Befreiung von Caen oder die deutsche Panzer-Elite beim Versuch, die Brücken von Arnheim zu halten ("Operation Market Garden"). Neben den beiden neuen Kampagnen liefert das Stand-Alone-Add-on auch noch Truppen-Naschschub. Die Briten setzen dabei vor allem auf Abwehrstellungen und auf defensiv-starke Einheiten, die von erfahrenen Lieutenants und Captains zusätzliche Boni erhalten. Die deutschen Truppen fahren dagegen extra-schwere Geschütze auf - vom Mörser-Kettenfahrzeug bis zum Jagdpanther.

Die insgesamt 19 Missionen auf beiden Seiten sind wie im Hauptprogramm ebenso spannend wie dramatisch inszeniert, aber bei Weitem nicht mehr so schwierig - was vor allem "Company of Heroes"-Veteranen etwas enttäuschen dürfte. Aber die wahre Herausforderung wartet ohnehin im Mehrspieler-Modus, in den die neuen Fraktionen zwar frischen Wind, aber auch ein Ungleichgewicht bringen. Relic veröffentlichte bereits einen Balancing-Patch. Die ohnehin spektakuläre Grafik-Engine wurde ebenfalls optimiert und wartet nun mit zusätzlichen Effekten und teilweise riesigen Feuerwalzen auf. Wer das Game jedoch unter DirectX-10 spielen möchte, sollte einen dicken Rechner unter dem Tisch stehen haben.

Gesamtnote: Sehr gut

"Heroes of Might & Magic 5: Tribes of the East"

(Ubisoft, ca. 20 Euro) Verzwickt-verzweigte Handlung: Ubisofts neues Stand-Alone-Addon zum Fantasy-Strategie-Hit "Heroes of Might & Magic V" greift viele Story-Fäden aus dem Action-Titel "Dark Messiah of Might & Magic" auf. Mit der darin aufmarschierten Ork-Armee findet sich nun sogar eine komplett neue Fraktion in "Heroes of Might & Magic 5" wieder. Die cholerischen Grünhäute stemmen sich - von Schlachtrufen ihrer Helden angeheizt - in einer fünf Missionen umfassenden Kampagne gegen die von dämonischen Einflüssen verdorbenen Haven Knights.

Magier und Untote kommen ebenfalls zu ihrem Recht und ziehen in zwei weiteren Kampagnen in den Fantasy-Krieg. Darüber hinaus bekommen alle Einheiten (auch jene aus dem Hauptprogramm) eine weitere, alternative Entwicklungsstufe, sodass nun insgesamt über 170 unterschiedliche Truppentypen rundenweise übers Fantasy-Schlachtfeld geführt werden dürfen. Zahlreiche neue Items und Zaubersprüche sowie zehn Multiplayer- und fünf Einzelspieler-Karten runden das dicke Strategie-Paket ab, für das sich allerdings nur Veteranen erwärmen dürften. Denn "Tribes of the East" ist teilweise frustig schwer geworden.

Gesamtnote: Gut

"Neverwinter Nights 2: Mask of the Betrayer"

"Neverwinter Nights 2: Mask of the Betrayer" (Atari, ca. 30 Euro) ist nichts für Neulinge: Das Addon wendet sich klar an erfahrene "Neverwinter Nights 2"-Haudegen. Der Schwierigkeitsgrad ist haarig, die Geschichte verwirrend, und die unendlichen vielen Textfenster, in denen sie erzählt wird, sind müßig zu lesen. Mit einem alten Recken aus dem Hauptprogramm oder frischgebackenen Level-18-Helden - neue Rassen und Klassen wie der Geisterschamane wurden hinzugefügt - begibt sich der Spieler auf einen teils ziemlich abgefahrenen Kreuzzug gegen die Götter. Zur Seite stehen ihm dabei Charaktere wie der Bärengeist Okku oder aber auch altbekannte Figuren aus "Neverwinter Nights 2", die es in die rauen Landen von Rashemen verschlagen hat. Rund 35 bis 40 Stunden dauert der bizarre Trip zwischen dem Dies- und Jenseits, zwischen der Realität und skurrilen Traumwelten, in denen der Held nicht nur mit allerlei Monstern, sondern auch mit seiner unbändigen Gier nach Geistern und der nach wie vor unkomfortablen Steuerung zu kämpfen hat.

Gesamtnote: Gut

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.