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Superdünn und extra-sexy: Apple macht das Macbook platt

Mit seinem neuen Macbook hat Apple so ziemlich alle überrascht. Das schlanke Notebook vereint eindrucksvoll innovative Technik und ein sexy Äußeres. Allerdings nicht ohne Makel.

Von Malte Mansholt

Apples neuer Flachmann erscheint erstmals im goldenen Kleid

Apples neuer Flachmann erscheint erstmals im goldenen Kleid

Es war die Überraschung des Abends: Apple hat sein Macbook zurückgebracht - und was für eins. Zwar gab es bereits länger Gerüchte über ein überarbeitetes Macbook Air, mit einem solchen Hammer hatten aber wohl die wenigsten gerechnet: Das neue Macbook ist noch einmal dünner als das ohnehin schon schlanke Macbook Air. An der dicksten Stelle kommt es gerade mal auf 13,7 Millimeter, das Gewicht sinkt auf nur noch 907 Gramm. Trotzdem beherbergt es ein Retina-Display und jede Menge Akkulaufzeit. Ein richtig heißes Stück Metall also.

Schlank und leise

Das nur noch in 12 Zoll erhältliche Notebook ist komplett aus Metall gebaut, die Plastikverkleidung am unteren Displayrand fällt weg. Als Bildschirm dient ein Retina-Display im 16:10-Format mit 2304 x 1440 Pixeln. Obwohl es dazu noch heller als das Display des Vorgängers ist, verbraucht es 24 Prozent weniger Energie. Da freut sich der Akku.

Der nimmt ohnehin schon den größten Teil vom Inneren des neuen Macbooks ein. Apple verzichtet vollständig auf Lüfter und setzt ganz auf passive Kühlung. Zusammen mit einer deutlich geschrumpften Hauptplatine spart das jede Menge Platz - der stattdessen mit Akku-Zellen gefüllt wurde. Bis zu 10 Stunden Video-Schauen verspricht Apple. Der fehlende Lüfter dürfte außerdem noch dafür sorgen, dass das neue Macbook Apples leisester Rechner bisher wird.

Das Innere des neuen Macbooks wird dominiert von Akku-Zellen.

Das Innere des neuen Macbooks wird fast vollständig von Akku-Zellemn eingenommen

Jede Menge Innovationen

Das Trackpad basiert auf einer neuen Technologie namens "Force Trackpad". Sie sorgt dafür, dass unterschiedlich hoher Druck auf das Trackpad erkannt wird. Dadurch soll sich etwa in einem Video-Clip durch festeres Drücken schneller vorspulen lassen. Die Tastatur hat Apple ebenfalls überarbeitet. Sie geht jetzt von Rand zu Rand, zudem haben sich Apples Ingenieure eine neue Tasten-Mechanik ausgedacht. Die "Butterfly"-Mechanik ermöglicht eine noch flachere Bauweise der Tasten und trägt damit ebenfalls zur extremen Schlankheit des neuen Macbooks bei.

Die dünne Bauweise hat allerdings auch Schattenseiten: Sie lässt keinen Platz mehr für herkömmliche USB-Ports. Stattdessen gibt es nur noch einen einzigen Anschluss. Der vereint USB im neuen C-Standard, HDMI, Displayport, VGA - und sogar den Lade-Anschluss. Ab jetzt muss man sich also entscheiden, ob man das Ladekabel anschließt oder die Festplatte. Zudem brauchen Nutzer, die ihr Macbook auch mal an einen USB-Stick oder den Monitor zuhause anschließen, dafür einen entsprechenden Adapter - oder eben mehrere.

Goldene Zeiten

Erstmals gibt es das Macbook zudem in verschiedenen Farben. Die von iPhone und iPad bekannten Farben Silber, Space Grey und Gold stehen nun auch erstmals für ein Notebook zur Wahl.

Preise und Verfügbarkeit

Das günstigere Modell beginnt bei 1299 Dollar, in Deutschland werden daraus leider bereits 1449 Euro. Dafür bietet es einen Dual-Core-Prozessor mit 1,1 Gigahertz, 8 Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 256 Gigabyte große SSD-Festplatte. Wer Wert auf Power legt, wählt das besser ausgestattete Modell. Für 1799 Euro gibt es einen schnelleren Prozessor und den doppelten Speicherplatz. Beide Modelle kommen am 10. April in die Läden.

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