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Aubergine, Pfirsich, Zeigefinger: Die Sex-Codes der Emoji-Welt

Weltsprache Emojis: Eigentlich versteht die bunten Chat-Symbole jeder und überall. Nur wenige Zeichen werden falsch interpretiert, andere aber werden absichtlich anders genutzt - wie die Aubergine.

Von Niels Kruse

Raum für Zweideutigkeiten: Emojis mit mehr als einer Bedeutung

Raum für Zweideutigkeiten: Emojis mit mehr als einer Bedeutung

Zu den größten Rätseln der weiten Welt der Emojis zählt das Symbol für den Moai - das sind diese berühmten Steinköpfe von der Osterinsel. Das Eiland liegt in der hinterletzten Ecke des Pazifiks und ist ungefähr das Gegenteil von Mallorca, sprich: einer der unbesuchtesten Orte der Welt. Deshalb muss die Frage erlaubt sein: Wer benutzt dieses Zeichen? Und warum? Wozu? Aber vielleicht ist das auch einfach verkehrt gedacht, denn möglicherweise verhält es sich mit dem Moai wie mit dem Große-Augen-Emoji oder der Aubergine: Es steht eigentlich für etwas anderes als für das es gedacht war.

Wozu braucht die Welt das Moai-Emoji?

Wozu braucht die Welt das Moai-Emoji?

Kollege Malte Mansholt hat jüngst erklärt, welche Emojis wir schon immer falsch benutzt haben. Das Gesicht mit den aufgerissenen Augen zum Beispiel - das steht im japanischen Original eigentlich für eine Peinlichkeit oder Scham. Hier im Westen aber benutzt es jeder für Unglaube und Erstaunen. Oder die Aubergine. Das Gemüse, das nach nichts schmeckt und obendrein an den Zähnen quietscht, ist so nutzlos, dass es als Symbol für das männliche Geschlecht herhalten muss. Gut, es gibt ja auch wenig andere Zeichen, die irgendwie an Penisse erinnern. Vielleicht noch die Banane, die Rakete oder, wenn es unbedingt sein muss, auch der Lippenstift.

Die verbotene Frucht I: die Aubergine

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Jedenfalls: Die Aubergine ist mittlerweile der Stachel im Fleisch dieser Puritaner von Instagram, die das fade Früchtchen aus ihrer neuen Emoji-Suche verbannen wollen. Was wiederum Auberginen-Enthusiasten erzürnt, die das verstoßene Gemüse mit Hilfe des Hashtags freetheeggplant retten wollen. Alternativ denkt Instagram, eine Tochter von Facebook, darüber nach, die Verwendung von Gurken, Möhren, Spargel und Porree zu erlauben. Was aber wohl leider nur ein Gerücht bleiben wird.

Die verbotene Frucht II: der Pfirsich. Nicht nur Herren denken dabei an das weibliche Hinterteil

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Aufforderungen zum Boxen oder schlicht ein Mittelfinger: aggressiver Kaktus

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Die Pinie: Alternative für den Mittelfinger, den es im offiziellen Emoji-Programm nicht gibt

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Zwei Finger, eine Bedeutung. Steht für, naja, Sie wissen schon

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Zur Abwechslung mal etwas Nicht-Körperliches: zwei Spiegeleier bitte!

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Bleibt aber immer noch die Frage: Was tun mit dem Moai? Mögliche Interpretationen: Gartenzwerg, Betonkopf, graue Maus, in Stein gemeißelt, Pflasterstein - alles eher unsexuell. Also keine Gefahr für den abwegigen Granitkopf.

Den echten Grund, warum es der Steinkopf in die Emoji-Welt geschafft hat, finden Sie übrigens hier.


Am Anfang waren Doppelpunkt, Strich und Klammer - aus den Smileys hat sich eine neue Weltsprache entwickelt. Lesen Sie im neuen stern:  Wie aus :-) ein Zeichen-Universum wurde



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