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WPA3-Technologie: Das Wlan der nächsten Generation schützt die Nutzer vor der größten Schwachstelle: sich selbst

Die Wi-Fi Alliance hat mit WPA3 einen neuen Verschlüsselungsstandard für drahtlose Netzwerke vorgestellt. Die Technologie soll Hackern das Leben schwerer machen.

Wlan-Funktion auf einem Smartphone

Die nächste Wlan-Generation soll noch sicherer sein

Wlan-Router sind keine glanzvollen Produkte. Meist stehen sie versteckt unter einem Tischchen oder hängen mit ausgerichteten Antennen direkt an der Internetbuchse. Und doch kann man sich einen Haushalt ohne sie kaum noch vorstellen. Fast alle modernen Geräte werden via Wlan mit dem Internet verbunden, entweder aus Bequemlichkeit (zum Beispiel Fernseher) oder weil sie gar keine klassische Ethernetbuchse mehr besitzen (Smartphones, Tablets). Weltweit gibt es schon jetzt mehr Wlan-fähige Geräte als Menschen (rund zehn Milliarden), durch den Boom der vernetzten Haushaltsgeräte wird es in ein paar Jahren ein Vielfaches davon sein.

Das Problem: Die derzeitige Wlan-Verschlüsselungstechnologie WPA2 hat bereits 14 Jahre auf dem Buckel. Sie ist damit alles andere als zeitgemäß. Dabei ist die Sicherheit eines Netzwerks die Grundvoraussetzung für eine smarte Zukunft. Deshalb hat die Industrieorganisation Wi-Fi Alliance nun das verbesserte Verfahren WPA3 vorgestellt.

WPA3 schützt die Nutzer vor sich selbst

WPA3 behebt einige Fehler und bietet neue Funktionen. So können Geräte ohne eigenen Bildschirm in Zukunft leichter in das eigene Netzwerk eingebunden werden (die Technologie heißt "Wi-Fi Easy Connect"). Dafür genügt es, mit dem Smartphone einen QR-Code auf der Verpackung zu scannen.

Die wichtigste Neuerung fasst das US-Technologiemagazin "Wired" treffend zusammen, wenn es schreibt, die Nutzer werden nun "vor sich selbst" geschützt. Denn WPA3 soll das Wlan-System auch dann zuverlässig schützen, wenn Nutzer simple, einfach zu erratende Passwörter verwenden - "123456" lässt grüßen. Dafür wird auf das sogenannte SAE-Verfahren (Simultaneous Authentication of Equals) gesetzt, das die Sicherheit beim Schlüssel-Tausch zwischen zwei Geräten verbessert.

Hackern wird es nun erschwert, in Wlan-Netze einzubrechen: Bislang konnte man das Passwort mittels einer sogenannten Wörterbuchattacke knacken, bei der Millionen mögliche Passwörter ausprobiert wurden, ohne mit dem eigentlichen Wlan verbunden zu sein. Mit WPA3 ist das nicht mehr möglich. Nun muss der Angreifer zwingend mit dem Netzwerk verbunden sein und jedes Passwort einzeln schicken. Das erschwert das Knacken des Kennworts deutlich.

WPA3 soll ab 2019 durchstarten

Erste Geräte mit dem neuen Standard könnten noch in diesem Jahr verfügbar sein. Bis es sich als neuer Standard durchgesetzt hat, wird es aber noch ein paar Jahre dauern. Um vom neuen WPA3-Standard zu profitieren, muss man entweder auf ein Update der Geräte hoffen oder neue Hardware kaufen. Immerhin ist WPA3 abwärtskompatibel mit WPA2, neue Geräte können also problemlos mit älterer Hardware innerhalb eines Netzwerks zusammenarbeiten.

cf
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