HOME

In wenigen Sekunden offen: So leicht kann man einen Hotel-Safe ohne PIN knacken

Ein Hotel-Safe verspricht Sicherheit für Wertgegenstände wie Smartphones oder Reisepässe. Doch einige Safes können innerhalb von Sekunden geknackt werden, wie ein Video demonstriert.

Der Safe sieht auf den ersten Blick sicher aus.

Der Safe sieht auf den ersten Blick sicher aus.

Ein Safe im Hotelzimmer ist eine ziemlich praktische Sache. Man tippt einfach einen vierstelligen Code ein, verschließt den Safe - und schon sind Smartphone, Uhr, Geld oder Reisepass sicher verstaut. Glaubt man zumindest. Denn das ist ein Trugschluss, wie ein Video des Youtubers LockPickingLawyer zeigt. In einem anderthalb-minütigen Clip demonstriert er, wie einfach sich ein hotelüblicher Zimmer-Safe knacken lässt. Viel technisches Know-How oder akrobatische Fingerkünste sind dafür nicht nötig. Hier sehen Sie, wie es funktioniert:

Um den Safe ohne korrekten PIN zu öffnen, muss man bei dem im Video gezeigten Modell einfach auf die "Lock"-Taste drücken, anschließend sechsmal die Neun - das war's. Ähnlich berichtete die "Huffington Post" vor einigen Jahren, damals war die Zahlenkombination jedoch sechsmal die Null.

Die Hotels sind schuld

Doch warum ist das so? Die "Huffington Post" kontaktierte den Hersteller des Tresors. Der erklärte, er speichere ein Standard-Musterpasswort, "das eingesetzt werden soll, wenn das persönlich eingestellte Passwort des Gastes vergessen wird." Eigentlich sollen die Hoteliers dieses sogenannte Master-Passwort ändern. Doch es komme immer wieder zu "Kommunikationsproblemen", wie ein führender Hersteller von Hotel-Safes bestätigt. Mit anderen Worten: Die Mitarbeiter dürften es häufig schlicht vergessen.

+++ Lesen Sie hier: Nie wieder lahme Downloads - diese Router starten die Wlan-Revolution +++

Schlösserknacken als Sport

Der Mann hinter dem Youtube-Kanal LockPickingLawyer ist übrigens wirklich Jurist (englisch "Lawyer"), wie er in einem Interview erklärte. In seinen Videos setzt er sich mit allen möglichen Schlössern auseinander und erklärt, wie sie ohne Schlüssel geknackt werden können. Dabei geht es um den sportlichen Ehrgeiz, nicht um kriminelle Aktivitäten, wie er in dem Interview erklärt. In vielen Ländern finden auch regelmäßig entsprechende Lockpicking-Meisterschaften statt. 

cf