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Ab Februar ist Schluss Aus für Chrome: Warum der Google-Browser bald auf 200 Millionen PCs nicht mehr sicher ist

Der Chrome-Browser ist auf vielen Geräten bald unsicher
Der Chrome-Browser ist auf vielen Geräten bald unsicher
© Pheelings Media / Getty Images
Google Chrome ist der meistbenutzte Browser der Welt. Ein Teil der Nutzer muss sich demnächst nach einer Alternative umsehen. 

Seit Jahren ist das Rennen um den Zugang zum Internet eigentlich keines mehr: Googles Browser Chrome ist mit Abstand der wichtigste, fast zwei Drittel der weltweiten Internetzugriffe laufen darüber. Demnächst werden es wohl einige weniger werden: Google streicht die Unterstützung für zwei ältere Windows-Versionen.

Mit Version 110 wird Google Chrome nicht mehr für Windows 7 und Windows 8.1 verfügbar sein, kündigte der Konzern letzte Woche an. Der Browser wird die betroffenen Nutzer im Vorfeld zunächst auffordern, das Betriebssystem zu aktualisieren. Mit dem aktuell für den 7. Februar eingeplanten Update auf Version 110 erhält der Browser dann keine Aktualisierungen mehr.

Update-Aus

Dass Google irgendwann den Support für die beiden Windows-Versionen einstellen wird, überrascht an sich nicht. Windows 7 wird von Microsoft selbst bereits seit zwei Jahren nicht mehr mit Updates versorgt, ab Januar kommt auch Windows 8.1 auf die Liste der ausgemusterten Altsysteme. Im Klartext bedeutet das: Die Systeme erhalten selbst bei bekannten Sicherheitslücken keine Updates mehr, sind für die Nutzer nicht mehr sicher zu benutzen. 

Trotzdem werden sie rund um den Globus weiter genutzt – obwohl Microsoft bereits 2015 Windows 10 und vor einem Jahr den Nachfolger Windows 11 herausgebracht hat. Für viele Nutzer von Firmensystemen und Unmengen an Privatnutzern sind diese aber wegen Firmenregeln, nicht geeigneter Hardware und anderen Gründen aber nicht benutzbar. Windows 11 hatte laut "Statcounter" erst im Juli die Nutzerzahlen von Windows 7 überholt, knapp 15 Prozent der Windows-Nutzer setzen auf ein Windows, das älter als Windows 10 ist. Bedenkt man, dass laut Microsoft etwa 1,4 Milliarden Menschen Windows 10 und 11 nutzen, dürften knapp 200 Millionen Menschen von dem Aus betroffen sein.

Hände tippen an einem Laptop

Das bedeutet das Ende konkret

Dass Chrome nicht mehr mit Updates versorgt wird, bedeutet zwar nicht automatisch, dass es nicht mehr funktioniert. Zu empfehlen ist die Nutzung aber ganz klar nicht mehr. Der Browser ist als Zugang zum Netz selbst auf veralteten Betriebssystemen die größte Angriffsfläche, weil etwa Sicherheitslücken durch den bloßen Besuch von Webseiten ausgenutzt werden können. Bleiben die Lücken bestehen, statt geschlossen zu werden, steigt die Wahrscheinlichkeit dafür drastisch an. Schließlich können sich Angreifer darauf verlassen, dass ihre Attacken auch auf Dauer erfolgreich sein werden.

Die einzig wirklich sichere Variante ist es daher, auf ein weiterhin unterstütztes Betriebssystem zu wechseln. Ist das nicht möglich, sollte man zumindest einen sicheren Browser nutzen. Der einst so beliebte Firefox wird derzeit noch für Windows 7 und Windows 8 mit Updates versorgt. 

Quelle:GoogleStatcounter

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