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Mini-Notebook: Der kräftige Aldi-Zwerg

Aldi drängt mit einem eigenen Modell in den noch jungen Markt der preiswerten Mini-Notebooks. Überraschend: Obwohl es vom Discounter kommt, ist das Medion Akoya Mini E1210 nicht billiger als die Konkurrenz - im Gegenteil. Dennoch stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Mini-Notebooks zum kleinen Preis bringen neuen Schwung in den PC-Markt. Von Donnerstag an gibt es ein solches "Netbook" - wie diese neue Geräteklasse inzwischen genannt wird - auch bei Aldi. Das Gerät des Herstellers Medion, der bisher alle Aldi-Computer gebaut hat, verfügt als erstes Modell auf dem deutschen Markt über einen neuen Prozessor von Intel mit der Bezeichnung Atom, der speziell für diese Geräteklasse entwickelt wurde.

Mit einem Preis von 399 Euro ist der "Medion Akoya Mini E1210" mehr als 100 Euro teurer als der Pionier dieser neuen Geräteklasse, der EeePC von Asus. Damit zeigt Aldi ein neues Geschäftsgebaren, denn eigentlich ist der Discounter als Preisbrecher bekannt. Doch mit diesem Schachzug ist der Konzern im Vergleich zu früher extrem früh in den Wettbewerb eingestiegen und drückt mit dem Akoya Mini das dritte überhaupt in Deutschland erhältliche Netbook-Modell in den Markt. Nach dem Eee PC von Asus und dem One A100, dem preiswertesten Gerät (ab 199 Euro). Auch interessant: Eigentlich steckt in dem Medion-Gerät das Modell "Wind" des taiwanesischen Produzenten MSI, dessen Original erst ab August hierzulande erhältlich sein wird. Gerüchteweise allerdings mit ein paar Funktionen mehr als in der Aldi-Version, zum Beispiel Bluetooth.

Mit einer Bildschirmdiagonale von 10,2 Zoll (25,9 Zentimeter) ist das Medion Akoya Mini etwas größer als der EeePC (erhältlich in 7 Zoll und 9 Zoll). Die native Auflösung des Displays ist 1024 x 600 Pixel, entspricht in der Breite also der noch vor wenigen Jahren üblichen Standardauflösung von Desktop-Rechnern. Das Online-Fachmagazin "Heise mobil" hat das Akoya Mini ausführlich getestet und beschreibt die Monitorgröße als ausreichend für die meisten Alltagsanwendungen wie Internetsurfen. Bei kleineren Modellen wurde in Tests immer wieder beklagt, dass man in alle Richtungen scrollen muss, um einen Bildschirminhalt komplett sehen zu können. Ein nützlicher Nebeneffekt des größeren Bildschirms zeigt sich auch in der größeren Tastatur, die besonders Männerhänden entgegenkommt. Flüssiges Tippen sei, so "Heise mobil", nach etwas Gewöhnung möglich, aber nicht so komfortabel wie bei Standardnotebooks, geschweige denn bei einer vollformatigen Desktop-Tastatur.

Das Aldi-Netbook bietet in puncto Arbeitsspeicher (1 GB RAM) und Festplatte (80 GB) mehr Leistung als der EeePC. Typisch für die neuen Rechnerzwerge ist, dass optische Laufwerke wie CD- oder DVD-Laufwerke fehlen. Die Daten kommen über Internet (auch Wlan-Technik ist integriert) oder einen USB-Stick auf die Festplatte.

Schwacher Akku

Das Gewicht beträgt 1,1 Kilogramm, die Akkulaufzeit ist laut "Heise mobile" mit 2,5 bis 3 Stunden verbesserungswürdig. Anschlüsse für Kopfhörer, Mikrofon und einen externen Monitor sind vorhanden, der Klang der eingebauten Lautsprecher schneidet im Heise-Test recht schlapp ab. Ein Kartenlesegerät und eine integrierte Webcam gibt es außerdem, verzichten muss der Käufer auf Bluetooth und Zugang zum Mobilfunknetz per UMTS. Auch dafür müssten externe Lösungen via USB angeschlossen werden.

Während der erste EeePC mit einer speziell angepassten Linux-Version lief, finden die Käufer des Aldi-Netbooks ein den meisten wohl vertrauteres Windows XP (samt Service Pack 3) vor. Die neuartigen Notebooks sind die einzige Geräteklasse, die Microsoft weiterhin mit diesem Betriebssystem versorgt - mit dem Nachfolger Vista wäre die Hardware der kleinen Computer überfordert. Inzwischen bietet auch Asus ein EeePC-Modell mit Windows XP an.

Nach dem Verkaufserfolg des Asus-Netbooks entwickeln zurzeit zahlreiche weitere PC-Hersteller Notebooks im Taschenbuchformat (siehe Fotostrecke). Auch Hewlett-Packard, Dell, Acer, MSI und ECS wollen bald in diesen neuen Teilmarkt einsteigen.

Fazit

Laut den ersten Tests hat Aldi offenbar ein überzeugendes Produkt in die Regale (beziehungsweise auf die Paletten) gestellt, das durch seine etwas größere Bauform im Vergleich zu den ersten Modellen dieser Geräteklasse an Anwenderfreundlichkeit gewinnt. Das Akoya ist ein praktischer und leichter Wegbegleiter. Nichtsdestotrotz muss sich jeder vor dem Kauf im Klaren sein, dass die Stärke dieser Geräte ihre Tragbarkeit und der geringe Preis sind. Leistungsfordernde Aktivitäten wie Bildbearbeitung oder Spiele sind mit den Zwergenrechnern nicht möglich.

Ralf Sander mit AP
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.