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Notebooks: Eine tragbare Lösung

Weil sie inzwischen oft so leistungsfähig sind wie Tischrechner, werden Notebook-Computer für den privaten Gebrauch immer beliebter. Der stern erklärt, was beim Kauf zu beachten ist.

Von Hannes Rügheimer

Computertische sind oft das hässlichste Möbelstück in einem Haushalt. Aber für einen klassischen PC mit Towergehäuse unter dem Tisch, ausladender Tastatur und einem dicken 19-Zoll-Monitor sind die Ungetüme aus ein, zwei Platten mit Beinen nun mal praktisch. Ein Notebook hingegen passt auf den zierlichen Sekretär vom Flohmarkt genauso gut wie auf den Couchtisch oder den Vierertisch im ICE-Großraumwagen. Aufklappen, hochfahren, arbeiten! In Zeiten, in denen Flexibilität gefragt ist, profitieren auch Ich-AGs und Selbstständige davon, ihren mobilen Arbeitsplatz nach Bedarf unter den Arm klemmen zu können. Kein Wunder, dass inzwischen fast die Hälfte aller privat gekauften Computer in Deutschland Notebooks sind.

Im Vergleich zu stationären PCs sind die tragbaren zwar immer noch etwas teurer. Dafür ist beim Notebook ein LC-Display stets mit dabei - beim PC muss der Bildschirm extra gekauft werden und erhöht so die Anschaffungskosten. Zugleich unterbieten Fachmärkte und Lebensmittel-Discounter inzwischen regelmäßig die psychologisch wichtige Preisgrenze von 1000 Euro bei Notebooks - auch wenn das nicht die kleinsten und leichtesten sind.

Wichtige Fragen

Die wichtigste Frage vor dem Notebook-Kauf lautet: Wie mobil soll das Gerät sein? Wer sein Notebook in erster Linie als Tischrechner-Ersatz nutzen will, bekommt zu vergleichsweise günstigen Preisen ein gut ausgestattetes Gerät mit stattlichem 15-Zoll-Display (38,1 cm Bildschirmdiagonale). Doch solche Brummer sind so klobig wie schwer - "tragbar" sind sie zwar vom Wohn- ins Arbeitszimmer, aber eher nicht auf Reisen.

Wer mit dem Computer häufiger unterwegs sein will, sollte deshalb Zugeständnisse bei der Displaygröße machen. Mobilrechner mit 12- oder 13-Zoll-Display fallen automatisch kompakter aus und haben weniger Gewicht. Dennoch gilt: Je kompakter und leichter, desto teurer. Kein Wunder: an Gewicht, Volumen und Stromverbrauch sparen und trotzdem eine gleichbleibend hohe Rechenleistung haben zu wollen - das hat seinen Preis.

Augenmaß ist gefragt

Augenmaß ist bei der Wahl der Display-Auflösung gefragt. Viele Hersteller wollen ihre Käufer trotz Mini-Monitor mit großen Pixelzahlen beeindrucken. Doch eine Bildschirmauflösung von 1400 x 1050 Pixel auf einem 12-Zoll-Display bringt in der Praxis große Nachteile mit sich: Die Schriften, mit denen Windows Dateinamen und Meldungen auf dem Display anzeigt, fallen bei so hoher Pixel-Auflösung unleserlich winzig aus. Anders als beim Röhrenmonitor ist die Auflösung von LC-Displays aber festgelegt - eine geringere Auflösung vergrößert zwar das Bild, macht es aber auch unschärfer. Ob Auflösung und Bildschirmgröße zusammenpassen, sollte im Laden ausprobiert werden. Empfehlenswerte Auflösungen sind nicht mehr als 1024 x 768 Pixel für 12- und 13-Zoll-Displays, 1280 x 960 für 14 Zoll und 1400 x 1050 für 15 Zoll.

Sind die Ausmaße geklärt, sollten sich Notebook-Interessenten auch über die inneren Werte ihres künftigen Mobilrechners informieren. Entscheidend für die Mobilität ist die Frage, welcher Prozessortyp im Gerät steckt. Die führenden Hersteller Intel und AMD treiben hohen Aufwand, um die Chips für mobile Computer immer stromsparender und gleichzeitig leistungsfähiger zu machen. Die heutigen Ausdauerweltmeister unter Notebooks sind mit einem Pentium-M-Chip (M für Mobil) und dem so genannten Centrino-Chipsatz bestückt. Im Gespann gelingen den beiden Komponenten Energiespartricks und hohe Rechenleistung. Ein Pentium-M mit 1,7 Gigahertz schneidet einen Videofilm praktisch genauso flott wie ein 3-Gigahertz-Desktop-PC. Stromsparmeister mit Centrino-Technik halten heute mit einer Akkuladung bis zu acht Stunden durch.

Wie im Leben: Unabhängigkeit hat ihren Preis

Die Unabhängigkeit von der Steckdose hat aber ihren Preis. Optimierte Rechenkünstler wie Centrino & Mobile Athlon sind teurer als die in Schreibtisch-rechnern verwendeten Prozessoren. Deshalb findet sich in manchem 700-Euro-Notebook statt der teuren Mobil-Chips ein gewöhnlicher Stromfresser, der für stationäre PCs gebaut wurde. Kein Wunder, dass die Akkus solcher Geräte oft schon nach einer Stunde leer sind. Das ist unerheblich bei einem Notebook, das zu Hause von einer Steckdose zur anderen getragen wird - auf Reisen aber entscheidend.

Die Faustregel für Käufer lautet also: Stromsparen gegen Mehrpreis - oder hohe Notebook-Leistung für weniger Euro, dann aber mit schlechten Akkulaufzeiten.

Teurer Ausbau

Jederzeit erweitern lassen sich die Fähigkeiten stationärer Computer durch den Einbau von Steckkarten oder Laufwerken. Notebooks bieten in dieser Hinsicht weniger Möglichkeiten. Bei den meisten Geräten lässt sich lediglich der Arbeitsspeicher durch ein zusätzliches Einsteckmodul erweitern, in manchen Fällen kann noch die Festplatte durch ein größeres Modell ersetzt werden.

Notebook-Nutzer sollten sich daher schon vor dem Kauf überlegen, welchen Speicherausbau, wie viel Plattenkapazität und welchen Brenner-Typ (CD oder DVD) sie eigentlich brauchen. Wenn die eine oder andere dieser Komponenten im Einzelfall nachträglich ausgetauscht werden muss, wird das teuer - wenn es überhaupt möglich ist.

Immerhin: Über einen Steckplatz für so genannte PC-Cards (bisweilen auch noch mit dem sperrigen Kürzel PCMCIA bezeichnet) lassen sich Zusatzgeräte im Scheckkartenformat andocken: etwa ISDN-Karten für den drahtlosen Online-Zugang über das normale Mobilfunk- oder das besonders schnelle UMTS-Netz, eventuell benötigte Adapter für die Speicherkarten von Digitalfotokameras, GPS-Module zur Navigation und seit neuestem sogar ein Mini-Tuner für per Antenne empfangbares Digitalfernsehen (DVB-T). Auch der USB-Anschluss ermöglicht die Verbindung zu allerlei Zubehör.

Vieles haben moderne Notebooks heute ohnehin ab Werk mit an Bord: zum Beispiel ein Funkmodul für den drahtlosen Internetzugang an den so genannten Hotspots. Oder auch die Bluetooth-Funktion, mit der sich Notebooks drahtlos mit Handys, Organizern oder schnurlosen Headsets verbinden lassen. Einige Geräte besitzen zudem Schlitze für diverse Speicherkarten: Vaio-Notebooks von Sony zum Beispiel für den markentypischen "Memory-Stick", andere Modelle für die weit verbreiteten SD-Cards. Die Speicherkärtchen dienen als Diskettenersatz. Und Digitalfotografen freuen sich, wenn sie zum schnellen Kopieren ihrer Bilder einfach nur die Chipkarte ins Notebook schieben müssen.

In einer Disziplin schwächeln Notebooks

Also Vorteil auf der ganzen Linie für Notebooks? In den meisten Fällen ja. Doch es gibt eine wichtige Ausnahme. Während die Tragbaren in punkto Prozessorleistung heute im Vergleich zu Desktops kaum mehr zurückstehen, schwächeln sie bei der Leistung der Grafikchips. Die stromfressenden, mit mehreren Lüftern gekühlten Grafikchips aus den Multimedia-Maschinen von Computerspielern würden in Notebooks nicht funktionieren. Wer also gern am Computer fliegt, Rennwagen steuert, Mörder jagt oder sonstige aufwendige Spiele betreibt, ist mit einem Desktop nach wie vor besser und billiger bedient. Für alle anderen, die ihren Computer vor allem zum Schreiben, E-Mailen und Rechnen nutzen, spricht dagegen nichts mehr gegen den Kauf eines Tragbaren.

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.