Radsport Manager 2004-2005 Auf Höllentour - ganz entspannt


Während die diesjährige Tour de France läuft, können auch PC-Sportler virtuell in die Pedale treten und mit dem "Radsport Manager 2004-2005" hoch bezahlte Profis von Etappe zu Etappe hetzen.

"In der Spitzengruppe gibt es einen Ausreißversuch!" Bei Rene Haselbacher vom Team Gerolsteiner steigt der Puls. Einige Fahrer schließen sich ihm an, es bildet sich eine Spitzengruppe. Die zehnte Etappe der Tour de France, von Limoges nach Saint Flour im Zentralmassiv, beginnt hektisch. Haselbachers Teamgefährte Davide Rebellin stürzt. Aber der fährt die Tour doch gar nicht mit?! Richtig - aber in der realitätsgetreuen Computerspiel-Umsetzung "Radsport-Manager 2004-2005" lässt sich alles möglich machen.

Mehr Realismus

Ein Jahr nach dem ungewöhnlich erfolgreichen Vorgänger hat die französische Entwicklerfirma Cyanide die Radsport-Simulation für den PC um zahlreiche neue Features ergänzt: Es gibt neue Rennen, darunter auch die nationale Meisterschaft der Schweiz, und ein realistischeres Team-Management: Für einen Start bei einer der 180 Originaletappen muss man das eigene Team erst anmelden. Nur bei guten Ergebnissen in kleinen Rennen wird man auch bei den renommierten Wettbewerben berücksichtigt. Die Aussichten der eigenen Fahrer lassen sich im Trainingslager verbessern. Und bei der Finanzplanung des Profi-Teams müssen nun auch die Reisekosten berücksichtigt werden.

Trotz AIGCP-Lizenz sind Namen zunnächst verfremdet

Der Radsport-Manager hat die Wahl zwischen 40 Teams mit allen bekannten und unbekannteren Fahrern. Trotz einer Lizenz des Profi-Dachverbands AIGCP erscheint das Jan-Ullrich-Team T-Mobile zunächst mit dem verfremdeten Namen "T-Lekom", auch die Namen der Magenta-Radler sind verballhornt. Abhilfe schafft die nachträgliche Installation von Daten aus dem Internet. Jeder Fahrer hat individuelle Leistungswerte für verschiedene Eigenschaften wie Klettern, Zeitfahren oder das Geschick auf Kopfsteinpflaster, welche sich im Training verbessern lassen. Ansonsten muss man halt einen Talentsucher einstellen und versuchen, neue Spitzenkräfte zu engagieren. Wenn dafür das Geld nicht ausreicht, heißt es, neue Sponsoren für das Team zu gewinnen. Auch das Material muss gemanagt werden, damit Rahmen, Räder und Helme optimal passen. Alle Meldungen rund ums Team gehen in Form von Mitteilungen in einer Art Mailbox ein.

Radsport Manager 2004-2005

Vertrieb

dtp

Genre

Sportspiel

Plattform

PC

Preis

35 Euro

Altersfreigabe

ab sechs Jahren

Radeln per Schieberegler

Spannender als das Management-Drumherum ist aber der Rennverlauf, dessen Steuerung sich im Vergleich zum vergangenen Jahr kaum verändert hat. Hier hat man für jeden Fahrer ein Aktionsfeld mit einem Schiebebalken für die Einsatzkraft und Verhaltensweisen wie Angriff, Sprint, Führungsarbeit und anderes im Blick. Schiebt man die Einsatzkraft zu lange nach oben, geht dem Fahrer die Puste aus. Die Kräfte wollen also wohl dosiert sein, damit am Schluss noch Potenzial für eine gute Platzierung da ist.

Die manuelle Kontrolle macht es sogar möglich, vor einem Anstieg das Kettenblatt zu wechseln und auf einen größeren Kranz heraufzuschalten - hier wird sogar die Zahl der Ritzel angegeben. Die aktuelle Fahrer-Anzeige macht deutlich, wie sich dies auf die Trittgeschwindigkeit in Umdrehungen pro Minute und auf die zurückgelegten Meter pro Umdrehung auswirkt. Neben der Steigung und der Position im Rennverlauf sind hierbei auch die Windverhältnisse zu berücksichtigen.

Mit den Cursortasten springt man flott von einem Fahrer zum nächsten, so dass man ständig einen optimalen Überblick zum Fahrerfeld hat. Am Schluss wird gewartet, bis der letzte Fahrer die Ziellinie überschritten hat. Dann wird das Etappen- und Gesamtklassement angezeigt, ehe es zur Siegerehrung kommt. Anders als während des Rennens wirkt hier die Grafik doch etwas schlicht.

Nach dem Rennen droht der Absturz

Dennoch sind die Sieger hinterher offenbar so sehr ausgepowert, dass es danach wiederholt zum Absturz kommt. Zum Glück wurden die Ergebnisse vorher gespeichert, so dass alle Leidenschaft der Renngestaltung nicht vergeblich gewesen ist. Die Absturzneigung sollte mit einem Patch zu beheben sein, der in etwa zwei Wochen zum Download bereitgestellt werden soll. Dann soll das Spiel auch um eine Editierfunktion für die Daten der Teams ergänzt werden.

Peter Zschunke, AP AP DPA

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