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scheibe: Vollversion zu versteigern

Die Shareware-Autoren lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen, um ihre Programmierkünste in klingende Münze zu verwandeln. Schließlich drängen immer mehr Programmierer in den engen Shareware-Pool und hoffen darauf, vom Anwender eine Mark abzubekommen.

Die Shareware-Autoren lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen, um ihre Programmierkünste in klingende Münze zu verwandeln. Schließlich drängen immer mehr Programmierer in den engen Shareware-Pool und hoffen darauf, vom Anwender eine Mark abzubekommen. Schon jetzt erscheint ein sattes Gigabyte Shareware an einem einzelnen Tag in der Woche. Wer soll sich diesen Fundus anschauen? Und wer hat das Geld, um auch nur eine kleine Auswahl der besten Programme zur Vollversion freizuschalten?

Eben. Das wissen auch die Entwickler. Und denken sich neue Modelle aus. Mitunter verschenken sie inzwischen ältere Versionen als Vollprodukt, um dann wenigstens am Update zu verdienen. Oder sie verteilen ihre Software von Anfang an als Freeware, um sie dann, wenn sie im Markt populär ist, in eine gebührenpflichtige Shareware-Fassung umzumünzen. Viele Anwender bezahlen allein aus dem Grund für die Vollversion, weil sie das Programm aus dem Effeff kennen und keine Lust haben, alle Daten in eine andere Software zu übernehmen.

Viele Entwickler warten auch darauf, dass ein großes Software-Unternehmen kommt und die Vollversion einkauft, um sie auf CD-ROM auf den Markt zu bringen. Doch die Erfahrung zeigt: Nur wenige Entwickler kommen dabei auf ihre Kosten, die meisten tragen nur ein Taschengeld nach Hause.

Das wissen auch Frank Meyer und Timo Keilhau aus Neustadt am Rübenberge. Sie gehen deswegen einen ganz neuen Weg und versteigern die Rechte an der Vollversion ihres Tamagotchi-Klons »Die Moorente«.

Die Lizenz für Software-Häuser gilt für zwei volle Jahre und ist für CD-ROModer DVD-Produktionen gültig. Das bedeutet: Ein Verlag oder eine Privatperson, die sich etwas von dem Titel verspricht, kann das Spiel einkaufen und es fortan zwei Jahre lang exklusiv in den Handel bringen. So oft er nur möchte. Verkauft sich das virtuelle Haustierchen gut, weil es vielleicht auf der Welle des aktuellen »Moorhuhnjagd«-Fiebers von Johnny Walker mitreiten kann, hat sich das Mitbieten in der Auktion gelohnt. Was denken Sie? Ihre Meinung im

Computerforum von stern.de

Allerdings liegt das Mindestgebot bei 8.000 Mark ein Preis, den viele Software-Häuser inzwischen nicht mehr zu zahlen bereit sind. Aber man kann ja nie wissen, ob das Programm auf Grund des Namens ein Hit oder auf Grund des teilweise abgegessenen Tamagotchi-Inhalts ein Flop wird. Für die Programmierer war die Entwicklung des Spiels sicherlich eine schnelle Nummer, lagen doch nach gleichen Prinzip bereits die Spiele Computer-Gotchi und Oster-Gotchi vor.

Wie dem auch sei, am 20. Februar um 20:30 ist Schluss mit lustig, denn dann endet die Auktion. Bietet niemand mit, wird sie sicherlich wiederholt. Aber auch wenn die Auktion bereits vorbei ist, wenn Sie vorbeischauen: Es ist ein Beispiel, das schon bald Schule machen kann. Schließlich haben auch die Verlage keine Lust mehr darauf, langwierige Vertragsverhandlungen zu führen. Software wird hier zur nackten Ware, die sich einfach im Web verticken lässt. Und wenn's gut läuft, schicken uns die Herren Meyer und Keilhau demnächst sicherlich noch einen virtuellen Weihnachtsmann ins Haus. Den Osterhasen haben wir ja schon.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(