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Scheibes Kolumne: Die E-Mail-Nettiquette

stern.de-Autor Scheibe schreibt etwa hundert E-Mails am Tag. Zu schade: Nur ein Bruchteil davon wird überhaupt beantwortet. Und kommt dann doch einmal ein Antwortschreiben, so ist es schlampig verfasst und strotzt nur so vor Rechtschreibfehlern. Da ist es doch an der Zeit für eine E-Mail-Nettiquette, die vorgibt, wie sich Onliner beim Abfassen ihrer Mails zu verhalten haben.

1. Antworte rasch

Niemand wartet gerne auf eine Antwort, schon gar nicht in unserer modernen Zeit. Wir sind eben nicht mehr im klassischen Zeitalter der gelben Post, wo ein Brief zwingend ein bis zwei Tage lang unterwegs ist. Eine E-Mail ist jetzt hier und in der nächsten Sekunde schon wieder dort. Wer es sich nicht angewöhnen kann, sofort zu antworten, sollte zumindest eine automatische Empfangsbestätigung versenden, in der etwa steht: "Ihre E-Mail ist bei mir eingetroffen. Ich werde innerhalb von 24 Stunden darauf antworten." Wichtig ist freilich, dass dieses Versprechen auch eingehalten wird.

2. Quoten ist wichtig

Die meisten E-Mailer kennen das schon. Antworten sie auf eine elektronische Nachricht, so übernehmen sie einfach speziell markierte Teile des Anschreibens in die eigene Mail - und beziehen sich dann direkt auf diese Zeilen. Dieses Verfahren nennt man Quoten. Das Quoten ist wichtig, weil die Anwender, die sich eine stetig anwachsende E-Mail wie einen Ball beim Tischtennis um die Ohren schlagen, immer nur die neueste Nachricht aufheben müssen, da sie ja sämtliche wichtigen Brieftexte enthält. Das sorgt für einen schnellen Durchblick.

3. Schreibe nur, wenn du musst

E-Mails sind kein Spielzeug. Damit niemand an seinen frisch eingegangenen Mails erstickt, sollten nur dann Mails geschrieben werden, wenn es auch tatsächlich einen Grund dafür gibt. Wer im Grunde genommen nichts zu schreiben hat, der sollte es unbedingt sein lassen. Mails wie "Mir ist gerade langweilig, dir auch?" möchte niemand bekommen.

4. Fragen beantworten

Viele E-Mail-Schreiber nutzen die elektronische Post, um Antworten auf ihre Fragen zu erhalten. Eine Unsitte der Antwortgeber ist es, immer nur auf einen Teil der Fragen zu reagieren - und die übrigen komplett zu ignorieren. Während man am Telefon rasch nachhaken kann, wenn der Gesprächspartner keine richtige Antwort gibt, muss im E-Mail-Verkehr erst wieder eine neue Nachricht verfasst werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, eine Mail ganz zu lesen und auf die gestellten Fragen zufrieden stellend Auskunft zu geben.

5. Rechtschreibung

Die meisten E-Mails werden ganz auf die Schnelle heruntergehackt - frisch aus dem Hirn direkt aufs virtuelle Papier. Nur die wenigsten Briefeschreiber machen sich die Mühe, das Getippte anschließend noch einmal Korrektur zu lesen: Die Folge: Die Mails sind missverständlich formuliert und strotzen nur so vor Tipp- und Grammatikfehlern. Der Empfänger einer solchen Mail bekommt dann leicht den Eindruck, er wäre so unwichtig, dass man ihm nicht auch noch die zwei, drei Minuten für einen Korrekturlauf opfern kann.

6. Auf Anhänge verzichten

Jeder freut sich über einen lustigen Witz, der ihm ab und zu per E-Mail zugespielt wird. Immer mehr Anwender finden es aber lustig, riesige Dateien mit Spaßbildern, schrägen Videos, lustige Musiken oder Powerpoint-Präsentationen an alle Personen in ihrem Adressbuch zu versenden. Nur: Nicht jeder Onliner hat gleich DSL. Und nicht jeder hat Spaß an diesen Dateien. Überhaupt: Nicht jeder Anwender möchte beim Arbeiten am PC vom E-Mail-Programm ausgebremst werden, weil es endlos versucht, eine Monsterdatei mit neuen Späßen aus dem Internet zu beziehen. Also: Bevor solche Dateien auf Reisen gehen, sollte der Empfänger unbedingt gefragt werden, ob er sie denn auch haben möchte.

Eine Glosse von Carsten Scheibe, Typemania

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.