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Scheibes Kolumne: Schwitze in der Hitze

Im Büro von stern.de-Kolumnist Scheibe steigt die Temperatur unerbittlich. Jetzt muss nicht nur der PC-Prozessor einen kühlen Kopf bewahren, sondern auch der Anwender selbst. Scheibe berät sich mit seinen Freunden Jörgi, Robert und Cookie, wie sich das wohl bewerkstelligen lässt.

Mein Büro liegt im Keller. Ich kann zwar dank Hanglage durch eine Terrassentür direkt in den Garten laufen. Trotzdem bleibt es im Keller eigentlich immer angenehm kühl. Hah! Das war einmal. Mein Außenthermometer meldet inzwischen 30,5 Grad im Schatten. Die Luft im Büro ist heiß, stickig und zum Schneiden dick. Die Mitarbeiter fragen nach hitzefrei und kramen ihre kleinen USB-Ventilatoren heraus, die sich direkt an den Computer anschließen und dann in Form biegen lassen. Die Redaktionsmäuse in ihren Glasterrarien wagen sich nicht mehr in ihre Schlafkisten und liegen stattdessen frei im Streu - auf dem Rücken liegend, schnarchend, die Mäusebeine in den Himmel gerichtet.

Warum ist der Lüfter so leise?

Jörgi stellt eine bemerkenswert weiße und haarige Wade auf meinem Papierkorb ab und schaut mitleidig auf meinen Computer: "Ist der auch gut gekühlt?" Ich zucke mit den Schultern. Bei mir galt schon immer die Devise: Was nicht überlebt, muss eben sterben. Ich versuche zu überlegen, wann ich das letzte Mal die Staubflocken aus dem Lüfter gepolkt habe. Vielleicht ist der Lüfter ja auch deswegen so leise, weil er vor lauter Dreck schon seit Monaten blockiert ist. Aber was soll's: "Noch geht ja alles. Und wenn nicht, so habe ich ja noch ein Backup." Ich denke nach: "Vom vorvorletzten Monat."

Langsam werde ich doch nervös. Vor meinem inneren Auge sehe ich dampfende Festplatten, in denen gerade die gesammelten und ungesicherten Dateien zu denaturieren beginnen. Die Grafikkarte schmilzt sicherlich auch schon, und sogar die CPU zerlegt sich zunehmend in flockigen Feinstaub. Oh weh.

Cool bleiben

"Soll ich dir einen Tipp geben?" Das kommt von Robert. Der steckt natürlich trotz der unmenschlichen Temperaturen in langer Hose und Hemd, ganz korrekt gekleidet. "Ich nehme immer die Plastik-Kühlpads aus dem Tiefkühler, die sonst immer in die Kühltasche fürs Picknick kommen. Die lege ich oben auf den Rechner und stapel sie an den Seiten hoch. Das kühlt den Rechner im Nullkommanichts herunter, sodass ich mir keine Sorgen mehr um die Daten machen muss. Und der Ventilator pustet dann zumindest eine Zeitlang immer ganz kühle Luft in den Raum."

Ich überlege tatsächlich, ob ich meinem PC in den Kühlschrank stellen soll. Zurzeit kann ich richtig fühlen, wie warme, staubtrockene Luft vom Computergehäuse und auch vom Laserdrucker aufsteigt und mir um die Beine wabert. Fünf Minuten später habe ich auch die Kühlpads hervorgekramt und sie auf dem Drucker und um den Tower herum platziert.

Verschiedene Hausrezepte

"Und wie hältst du dich selbst kalt?", frage ich Cookie, der noch gar nichts erzählt hat. Mir ist selbst barfuß in T-Shirt und Shorts so heiß, dass ich am liebsten mit Hecheln anfangen würde. Cookie zuckt die Schultern: "Ist doch ganz einfach. Ich stelle mir eine flache Schüssel unter den Schreibtisch. Da kommt dann kaltes Wasser rein - zusammen mit zwei Lagen Eiswürfeln. Das hält mindestens zwei Stunden lang kalt. Du musst nur die Füße reinstellen. Die Kälte zieht dann schnell hoch bis zum Kopf."

Jörgi schüttelt den Kopf: "Da würde ich ja alles verschütten, ich kleiner Trampel. Besser ist es, alle drei Stunden einmal eiskalt duschen zu gehen. Dann ist man wieder klar im Kopf und stinkt auch nicht so nach Schweiß." Misstrauisch schnüffelt er dabei an Roberts Hemd.

Das sollte da lieber nicht entlanglaufen

Ich möchte gerne noch mehr erfahren, aber inzwischen hat sich auf meinen Kühlpads eine ganze Menge Kondenswasser gebildet, das nun langsam an der Front des Towers herunterläuft und im Rechner verschwindet. Da macht es auch schon "Brrzz-Fump", und die Sicherung springt raus. Das war es ja wohl erst einmal mit dem Arbeiten.

Ich blicke mich bestürzt um und frage die Jungs: "Wer kommt mit mir zum Wannsee, baden?" Alle grinsen - und heben die Finger. Wer möchte bei diesem Wetter schon am Rechner arbeiten?

Eine Glosse von Carsten Scheibe, Typemania

Themen in diesem Artikel
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.