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Serie: Der große Lauschangriff

Sie haben wichtige Daten gespeichert? Sie mögen Autos? Das könnte Schnüffelprogramme auf ihrem PC interessieren - der stern zeigt, wie Sie ihnen den Garaus machen.

Nicht auffallen, Informationen sammeln, ein Profil der Zielperson erstellen, Verwertbares melden - das klingt nach Geheimagenten und Kaltem Krieg. Es beschreibt jedoch auch, was auf Ihrem PC vielleicht in diesem Moment passiert: Ein Programm spioniert Sie aus. Es ist sogar recht wahrscheinlich, dass sich solch eine Software bei Ihnen eingenistet hat. Schließlich lauern Zehntausende dieser Spionageprogramme im Internet, auf jedem dritten Rechner sollen sich Spuren von Spionage finden, schätzen Experten. Die Schnüffel-Software schaut Ihnen beim Surfen über die Schulter, lässt Werbung auf dem Bildschirm aufpoppen oder schlimmer noch: Die Programme verraten ihrem Auftraggeber jede Taste, die Sie drücken. Sind Passwörter oder sogar Kreditkartendaten dabei, knallen dort die Sektkorken. Diese wissensdurstige Software nennt sich "Spyware" oder "Adware", und oft geben Sie sogar Ihre Zustimmung, dass sie auf Ihrem PC installiert wird.

Keine Angst: Nicht alle diese Programme sind in gleichem Ausmaß gefährlich, die meisten sogar recht harmlos. Spyware mit kriminellem Hintergrund ist jedoch eine unmittelbare Gefahr. Diese Überwachungsprogramme werden meist per Virus oder Wurm verbreitet. Datensammler nutzen zudem Hintertüren im Browser, um auf den PC zu gelangen. Es kann auch Ihr Partner oder Ihr Kind Interesse an Ihren Daten haben und Schnüffel-Software installieren - sicher ist immer: Niemand fragt Sie, ob Sie Spyware haben wollen. Ist sie aber erst mal auf Ihrem PC, versickern die Daten oft in dunklen Kanälen.

Hinter Adware dagegen steckt eine große Software-Industrie, die Geld machen will, indem sie Ihre Vorlieben herausbekommt und Ihren Bildschirm dann mit maßgeschneiderten Werbeeinblendungen zumüllt. Auch das geschieht oft ungefragt, sodass sich selbst Fachleute uneins sind, wo die Grenze zwischen Spyware und Adware zu ziehen ist. Das klingt nach Haarspalterei, ist es aber nicht: In den USA ist die Installation von Spyware auf Rechnern ohne Einwilligung des Nutzers verboten und kann mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden, wenn persönliche Daten gestohlen werden.

Aber das ist nicht Ihr Problem. Für Sie gilt es lediglich, Gefahren zu erkennen und Risiken einschätzen zu können. Sie müssen wissen, dass es nur zwei Wege gibt, sich Spionage-Software einzufangen: Sie laden sie selbst herunter, oder Sie bekommen sie auf den Rechner geklatscht, ohne dass Sie etwas davon mitbekommen.

Ersteres passiert sehr schnell. Zum Beispiel, wenn Sie sich Programme aus dem Internet holen, die zwar kostenlos sind - aber nur, weil sie huckepack ein Stück Adware mitbringen. Die populäre Tauschbörsen-Software Kazaa ist zum Beispiel gratis, spioniert dafür aber aus, wie lange Sie auf welchen Websites unterwegs sind und welche Programme Sie auf Ihrem PC installiert haben. Bei Kazaa wird Ihnen das freundlicherweise mitgeteilt, und es ist Ihre Entscheidung, ob Sie das Programm trotzdem nutzen möchten. Seien Sie jedoch auf der Hut: Viele Gratisprogramme sind wissbegierig. Installieren Sie Software nur, wenn Sie dem Anbieter vertrauen können. Dabei kann es hilfreich sein, den Programmnamen zusammen mit den Begriffen "Adware" oder "Spyware" in eine Suchmaschine einzugeben. So machen Sie keine Fehler, die andere bereits gemacht haben. Und Vorsicht: Oft bleibt die Adware auf Ihrem Rechner, nachdem Sie das Trägerprogramm gelöscht haben.

Bleiben noch die Fälle, in denen ein Code auf Ihren PC geschmuggelt wird, ohne dass Sie etwas dafür getan haben. Sehr weit verbreitet sind dabei "Cookies". Das sind winzige Dateien, die von Websites auf Ihrem Rechner abgelegt werden, um darin Informationen über Sie zu speichern: zum Beispiel, wann Sie zum letzten Mal dagewesen sind oder welche Produkte in Ihrem Warenkorb liegen. Das muss nicht schlimm sein - es hat es ja sein Gutes, wenn Sie in einem Online-Shop nicht alles erneut zusammensuchen müssen, bevor Sie zur Kasse gehen. Aber leider können Cookies dazu missbraucht werden, Ihre Gewohnheiten auszuforschen und ein Profil von Ihnen zu erstellen. Zum Glück lassen sie sich leicht löschen.

Viel unangenehmer sind Programme, die mangelnde Sicherheitseinstellungen oder Fehler in Ihrem Browser ausnutzen. Software wie Coolwebsearch kann nicht nur Daten über Sie sammeln, sie kann auch Ihre Startseite verändern - sodass zum Beispiel jedes Mal, wenn Sie Ihren Browser starten, eine andere Pornoseite erscheint. Sie lässt Werbung aufpoppen und fügt Hunderte Sex-Sites zu Ihren Favoriten hinzu. Coolwebsearch ist ein Biest, das es in Dutzenden von Variationen gibt. Einige können sogar Ihre Firewall abschalten und verhindern, dass Sie auf AntiSpyware-Sites zugreifen können.

Um Opfer von Software wie Coolwebsearch zu werden, kann es genügen, dass Sie mit einem nicht ausreichend abgesicherten Browser eine infektiöse Website besuchen. Der bösartige Code lädt sich dann automatisch in Ihr System, ohne dass Sie etwas davon mitbekommen - außer vielleicht, dass Ihr Rechner langsamer läuft. Oft installiert er sich als "Browser Helper Object". Das ist eine kleine Schnittstelle, die Microsoft Software-Herstellern anbietet, damit die ihre Programme reibungslos in den Internet Explorer einfügen können - so wie das auch Google mit seiner Suchleiste macht. Das Problem: Diese Objekte lassen sich mit Antivirus-Software oder Firewall nur selten entdecken. Und sie können nur schwer vom PC entfernt werden. Manche sind so perfide, dass sie im System einen Code verstecken, der den Schnüffler immer wieder aus dem Netz nachlädt, wenn Sie ihn gelöscht haben.

Gegen alle diese Spione und Entführer gibt es aber Hilfe. Sogar gratis. Im Internet. Es ist ja nicht alles schlecht, was dort auf Sie wartet.

Sven Stillich / print
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(