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WebOS wird Open-Source: HP verschenkt sein Betriebssystem

Hewlett-Packard hat endlich eine Entscheidung bezüglich webOS getroffen. Das mobile Betriebssystem soll nicht eingestampft, sondern als Open-Source-Programm zur Verfügung gestellt werden.

Nachdem sich das mobile Betriebssystem WebOS von Hewlett-Packard bei den Kunden nicht durchsetzen konnte, wird das Softwarepaket nun als Open-Source-Projekt weitergeführt.

Die lang erwartete Ankündigung kam überraschend. Viele hatten damit gerechnet und in der Vergangenheit spekuliert, dass HP den Versuch machen wird, das Betriebssystem zu verkaufen oder sich davon zu verabschieden.

Nun hat sich HP entschieden, die Verantwortung für webOS auf Entwickler und Hardware-Hersteller zu übertragen. Diese sollen für eine Verbesserung der Software, neue Versionen und kompatible Anwendungen sorgen. Das bedeutet für Entwickler, dass sie ähnlich wie bei Android, Gadgets für die Software webOS produzieren können, ohne für eine Lizenz bezahlen zu müssen.

In einem von HP veröffentlichtem Statement kündigte der Konzern an, auch weiterhin als aktiver Partner in der Entwicklung der webOS-Platform involviert zu sein.

Eine weitere Ankündigung von HP umfasste den Plan, in Zukunft Tablets mit der nun Open-Source-Software webOS auf den Markt zu bringen. Diese Pläne sollen verwirklicht werden, sobald die neue Struktur umgesetzt worden sei.

Kommt das Comeback?

Auf die Frage, ob HP auch weiterhin Hardware für webOS herstellen wird, antwortete Whitman: "Die Antwort dazu ist ja, aber ich kann noch keine Angaben dazu machen, ob es 2012 sein wird oder nicht. Wir werden webOS für neue Hardware nutzen, aber es wird eine Weile dauern, bis wir das Team reorganisiert haben, denn wir schlagen eine neue Richtung ein."

Whitman gab außerdem bekannt, dass es sich bei der besagten Hardware höchstwahrscheinlich um Tablets handelt wird. Dass HP in den Smartphone-Bereich investiert, schließt die Chefin von HP jedoch aus. Sie sagte: "Ich glaube nicht, dass wir uns noch mal im Smartphone-Business engagieren."

Über die Entscheidung hieß es: "Wir haben uns alle Alternativen angeschaut und diese schien den größten Sinn für die Industrie, die Anwender und die Entwickler zu haben."

TechRadar / Tech Radar