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PC-Betriebssystem: Windows 10 gibt's nur noch 98 Tage kostenlos

Windows 10 gibt es noch knapp drei Monate kostenlos. Dann sollen umstiegswillige Nutzer zur Kasse gebeten werden. Im Büro-Alltag kommt das System offenbar besonders gut an.

Windows 10 gibt es noch bis Ende Juli kostenlos. Was dann folgt, ist ungewiss.

Windows 10 gibt es noch bis Ende Juli kostenlos. Was dann folgt, ist ungewiss.

Windows 10 ist für Microsoft das mit Abstand wichtigste Projekt seit Jahren. Das Betriebssystem soll auf allen Geräten laufen, die mit dem Internet verbunden sind - von Smartphones bis zu Datenbrillen. Derzeit läuft Windows 10 auf 270 Millionen Geräten. Damit ist es das am schnellsten wachsende Windows aller Zeiten. Es ist eine stolze Zahl, doch sie ist meilenweit entfernt von der angepeilten Milliarde in den ersten drei Jahren.

Und das Wachstum könnte in Zukunft noch langsamer vonstattengehen, denn das kostenlose Upgrade auf Windows 10 für alle Nutzer von Windows 7 oder 8.1 gibt es nur noch bis zum 28. Juli 2016. Also noch 98 Tage. Wie es danach weitergeht, ist nicht bekannt. Microsoft hat sich bislang noch nicht geäußert, ob die Aktion verlängert wird oder nicht. Umstiegswillige sollten deshalb im Zweifelsfall das Upgrade bis zum 28. Juli installieren. Danach muss man die Software bezahlen.

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Windows 10 noch kein finanzieller Hit

Gute Nachrichten für Microsoft: Vor allem bei Unternehmen hat Windows 10 jetzt schon einen besseren Stand als die Vorgänger. Und auf die Business-Kunden kommt es im Upgrade-Geschäft an, denn sie sorgen für die Umsätze. In Deutschland seien aktuell 34 Prozent der Geräte in Unternehmen mit dem System ausgestattet, teilte Microsoft in dieser Woche mit. Vor allem bei kleinen und mittelgroßen Firmen mit 25 bis 250 Arbeitsplätzen sei Windows 10 überdurchschnittlich stark vertreten. Weitere 43 Prozent der Firmen planen eine Migration noch in diesem Jahr.

Dass Windows 10 ein großer finanzieller Hit ist, kann man bislang aber nicht sagen. Das hat zum einen mit dem schwächelnden PC-Markt zu tun, dessen Absätze im ersten Quartal erneut um zehn Prozent zurückgingen. Statt regelmäßig den Laptop zu ersetzen greifen viele Kunden lieber zu neuen Smartphones - und hier macht Microsoft bislang keine gute Figur.

Zum anderen geben Unternehmen weniger für IT aus als vor noch vor einigen Jahren, wie Gartner-Analyst John-David Lovelock dem "Wall Street Journal" mitteilte. Vor allem Entwicklungsländer, auf deren Wachstum zahlreiche Unternehmen setzen, stehen derzeit unter hohem Druck.

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