VG-Wort Pixel

Streaming-Zubehör Capture Cards: Fünf Modelle für 4K und Full HD im Vergleich

Capture Cards: Eine Streamerin schaut auf ihren Bildschirm.
Capture Cards gehören zur Standardausrüstung einer jeden Streamerin und eines jeden Streamers.
© RyanKing999 / Getty Images
Wer Videos von seinen Gaming-Sessions in guter Qualität aufnehmen will, kommt um Capture Cards nicht herum. Vor dem Kauf müssen Sie aber unter anderem die Auflösung und Bildwiederholrate beachten. Diese Modelle eignen sich für Full HD und 4K.

Inhaltsverzeichnis

Was früher "Game Star", "Computer Bild Spiele" oder "Game Pro" am Kiosk waren, übernehmen heute YouTube und Twitch. Wer sich über die neuesten Games oder seine Lieblingsspiele informieren will, der liest nicht mehr, er oder sie schaut Videos. "Let's Play" nennt sich die Gattung des Bewegtbildes, in der die Hauptprotagonisten nichts weiter machen, als zu zocken.

Wer selbst unter die Streamer gehen will, braucht in der Theorie nur einen Computer. Möglich macht das Software wie Nvidias ShadowPlay, AMDs ReLive oder die Open Broadcaster Software (OBS Studio). Allerdings verbrauchen die Lösungen Prozessor- und Grafikkartenleistung, die Zocker eigentlich auf die Berechnung des Games verwendet wissen wollen. Abhilfe schaffen Capture Cards.

So funktionieren Capture Cards

Eine Capture Card macht nichts weiter, als ein unverschlüsseltes Videosignal aufzunehmen und in ein Format umzuwandeln, das der Computer verarbeiten kann. Wer also eine Gaming-Session von seiner Xbox Series X oder der PlayStation 5 streamen will, verbindet eine Capture Card per HDMI mit der Konsole und per USB-C oder 3.0 mit dem Computer, der das umgewandelte Videosignal dann in ein Video oder einen Livestream codiert. Raubkopierer, die gedenken, Filme und Serien von Netflix mit einer Capture Card aufzufangen, merken schnell, dass das nicht funktioniert – Streamingdienste verschlüsseln ihre Videosignale. 

Intern oder extern?

Wer auf der Suche nach einer Capture Card ist, stößt auf zwei Arten. Da sind zum einen interne Karten, die Sie in Ihren PC einbauen. Das gelingt über eine PCIe-Steckverbindung. Mit der Videoausgabequelle verbindet sich die Karte normalerweise per HDMI-Kabel, an den Computer übertragen die Capture Cards Videosignale über PCIe. Das hat den Vorteil, das PCIe mehr Daten durchlässt als eine USB-Verbindung. Und mehr Datendurchsatz ermöglicht größere Bilder – also theoretisch eine bessere Bildqualität.

Die meisten der Capture Cards bieten nur Treiber für Windows 10. Wer von einem Mac streamen will, ist gezwungen, auf eine externe Capture Cards zurückzugreifen, die Treiber für das Apple-Betriebssystem bietet. Immerhin sind externe Capture Card flexibler als die PCIe-Lösungen. Probleme kann aber der Datendurchsatz der USB-Verbindung zum Computer machen. Wer seine Games in besonders hoher Auflösung mit 60 Bildern in der Sekunde aufnehmen will, muss gegebenenfalls Abstriche in der Bildqualität hinnehmen.

Interne Capture Cards

Welche Capture Card ist jetzt die Richtige? Das entscheidet der Content, den Sie aufnehmen wollen. Wer First-Person-Shooter zockt, will das Spielgeschehen wenigstens in 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen – ansonsten läuft das Video Gefahr, hakelig auszusehen und das ist für Zuschauer nicht besonders schön.

Wenn das Game dann noch in 4K über den Bildschirm flimmert, muss wenigstens eine PCIe- (intern) oder eine USB-3.2-Verbindung der ersten Generation oder höher vorhanden sein, damit die Capture Card das umgewandelte Videomaterial störfrei an den Computer leiten kann.

1. Elgato Game Capture 4K60 Pro MK.2

Eine interne Capture Card, die 4K-Auflösung mit 60 Bildern in der Sekunde aufnimmt, ist die Elgato Game Capture 4K60 Pro MK.2. Sie arbeitet mit Intel und AMD-Prozessoren gleichermaßen zusammen. Allerdings benötigt sie wenigstens einen Intel Core i7 der sechsten Generation oder einen Ryzen-7-Prozessor. Bei der Grafikkarte empfiehlt der Hersteller eine Nvidia GTX 10xx oder besser. Das Äquivalent aufseiten AMDs wäre wenigstens eine Radeon RX 480.

Wer unter Linux oder MacOS streamen will, muss Abstand von der Karte nehmen. Der Hersteller liefert nur Treiber für Windows 10. Schön: Die Elgato Game Capture 4K60 Pro MK.2 unterstützt High Dynamic Range (HDR) 10 – also einen deutlich erhöhten Farb- und Kontrastumfang. 

Affiliate Link
Elgato Game Capture 4K60 Pro MK.2 Streaming Konsole Livestream-Funktion, Live-Kommentar-Funktion
Jetzt shoppen
319,00 €

Betriebssystem

Windows 10

Eingänge

1x HDMI

Ausgänge

1x HDMI

Aufnahme

1080p (30 fps), 1080p (60 fps), 1440p (30 fps), 1440p (60 fps), 2160p (30 fps), 2160p (60 fps)

Durchlauf

1080p (30 fps), 1080p (60 fps), 1440p (30 fps), 1440p (60 fps), 2160p (30 fps), 2160p (60 fps)

2. Elgato Game Capture HD 60 Pro

Gleicher Hersteller, anderes Modell: Die Elgato Game Capture HD 60 Pro ist das richtige Modell für alle Zocker, die nicht in Full HD spielen. Videosignale in der Auflösung verarbeitet die Capture Card mit bis zu 60 Bildern in der Sekunde. Leider bietet sie kein HDR 10. Außerdem sollten Streamer und Content Creator die Hände von der Karte lassen, wenn Sie in naher Zukunft einen höher auflösenden Monitor anschaffen wollen, weil das Eingangssignal der Karte maximal 1080p – also Full HD – betragen darf. Alles was darüber liegt (QHD oder 4K) kann die Game Capture HD 60 Pro nicht verarbeiten.

Affiliate Link
Game Capture HD 60 Pro, Capture Karte
Jetzt shoppen
199,99 €199,99 €

Betriebssystem

Windows 10

Eingänge

1x HDMI

Ausgänge

1x HDMI

Aufnahme

480p, 576i, 576p, 720p (30 fps), 720p (30 fps), 1080i, 1080p (30 fps), 1080p (60 fps)

Durchlauf

480p, 576i, 576p, 720p (30 fps), 720p (30 fps), 1080i, 1080p (30 fps), 1080p (60 fps)

Externe Capture Cards

Externe Capture Cards, die 4K-Videos mit 60 Bildern in der Sekunde aufnehmen können, sind rar gesät. Generell gilt, dass Sie mit externen Capture Cards wesentlich flexibler sind als mit Internen. Wer beispielsweise die Bilder seiner Konsole einfangen will, kommt um eine externe Capture Card nicht herum. Gleiches gilt für Laptop- und Mac-Nutzer.

3. Elgato Game Capture 4K60 S+

Ein Premium-Modell unter den Capture Cards ist die Elgato Game Capture 4K60 S+, die sich preislich deutlich von anderen Modellen abhebt. Dafür bietet sie die Videoaufnahme in HDR 10 und damit in besonders guter Bildqualität. Über den integrierten SD-Kartenslot speichern Sie das Videomaterial direkt auf einer SD-Karte. Ein Computer ist nicht nötig. Außerdem unterstützt die Capture Card USB 3.2 der zweiten Generation, wenn Sie sie an den Computer anschließen. Im Vergleich zu USB 3.2 der ersten Generation bietet die zweite einen doppelt so hohen Datendurchsatz.

Das ist wichtig, denn 4K-Bilder in HDR 10 sind sehr groß. Ist der Datendurchsatz zu klein, leidet die Bildqualität. Entsprechend müssen Sie darauf achten, Ihren Computer über die richtige Schnittstelle mit der Capture Card zu verbinden. Ansonsten laufen Sie Gefahr, dass ein älterer USB-Port die Capture Card ausbremst. Schön: Die Game Capture 4K60 S+ eignet sich auch für Mac-Nutzer.

Affiliate Link
Elgato 4K60 S Aufnahme in 4K60 HDR10 auf SD-Karte
Jetzt shoppen
422,95 €

Betriebssystem

Windows 10 und MacOS

Eingänge

1x HDMI

Ausgänge

1x HDMI

Aufnahme

2160p (60 fps)

Durchlauf 

2160p (60 fps)

4. AverMedia Live Gamer Extreme 2

Ebenfalls 4K bei 60 Bildern in der Sekunde fängt die AverMedia Live Gamer Extreme 2 ein. Allerdings hat sie mehrere Schwachstellen: Zum einen funktioniert sie nur mit Intel-Prozessoren (wenigstens Intel Core i5 4440) und zum anderen setzt der Hersteller auf USB 3.2 der ersten Generation. Im Vergleich zur zweiten USB-3.2-Generation lässt die erste nur maximal 5 Gigabit in der Sekunde an Daten durch. Entsprechend zeichnet die Live Gamer Extreme 2 auch Videos nicht in HDR 10 auf, ist dafür aber wesentlich günstiger.

Affiliate Link
-11%
AVerMedia Live Gamer EXTREME 2 (LGX2) - 4Kp60 Pass-Through
Jetzt shoppen
133,99 €149,90 €

Betriebssystem

Windows 10

Eingänge

1x HDMI

Ausgänge

1x HDMI 

Aufnahme

480p, 576i, 576p, 720p (30 fps), 720p (30 fps), 1080i, 1080p (30 fps), 1080p (60 fps), 2160p (30 fps), 2160p (60 fps)

Durchlauf

480p, 576i, 576p, 720p (30 fps), 720p (30 fps), 1080i, 1080p (30 fps), 1080p (60 fps), 2160p (30 fps), 2160p (60 fps)

5. EVGA XR1

Wer einen AMD-Prozessor im Computer verbaut hat, greift alternativ zur EVGA XR1. Die meisten Gamer kennen den Hersteller für seine Grafikkarten. Seine Capture Card eignet sich für PC, PlayStation und Xbox und arbeitet mit der beliebten Streamingsoftware OBS-Studio zusammen. Bei 4K-Auflösung zeichnet die Karte mit 60 Bildern in der Sekunde auf. HDR-Qualität schafft die Capture Card aber nicht.

Affiliate Link
-17%
EVGA XR1 Capture Device, Certified for OBS
Jetzt shoppen
140,69 €169,99 €

Betriebssystem

Windows 10

Eingänge

1x HDMI

Ausgänge

1x HDMI

Aufnahme

480p, 576p, 720p (30 fps), 720p (30 fps), 1080p (30 fps), 1080p (60 fps), 1440p (30 fps), 1440p (60 fps), 2160p (30 fps), 2160p (60 fps)

Durchlauf

480p, 576p, 1080p (30 fps), 1080p (60 fps), 2160p (30 fps), 2160p (60 fps)

Das könnte Sie auch interessieren: 

Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Mehr Informationen dazu gibt es hier.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker