HOME

Ärger mit Betriebssystem?: Diese vier Tipps machen Windows 10 schneller

Ihr PC mit Windows 10 ist langsam? Wir geben vier einfache Tipps, mit denen das Betriebssystem deutlich schneller und schlanker wird.

Von "PC Magazin"-Autor The-Khoa Nguyen

Windows 10 läuft nicht immer ohne Probleme

Windows 10 läuft nicht immer ohne Probleme

Es gibt viele Gründe, wenn Windows 10 plötzlich langsamer läuft. Nicht immer muss es gleich die Hardware an sich sein, wenn das System beispielsweise nach einem Update oder einfach so mit der Zeit plötzlich spürbar ausgebremst wirkt. Anstatt gleich in mehr Arbeitsspeicher, eine SSD oder direkt einen neuen PC zu investieren, können Sie einfache Schritte unternehmen, die oftmals direkt einen Geschwindigkeitsvorteil bringen, das System schneller booten lassen und mehr. Die Fachzeitschrift "PC Magazin" stellt vier schnelle Tipps für Windows 10 vor, die helfen.

Tipp 1: Einfach aufräumen

Datenmüll wie etwa temporäre Dateien, Systemspeicherabbilder nach Abstürzen, Fehlerberichte und mehr lähmen das System. Befindet sich beispielsweise auch noch der virtuelle Arbeitsspeicher auf der gleichen Festplatte wie Windows, kann es so schnell zu einer großen Menge von echten Systembremsen kommen. Die Folge: Der Boot-Vorgang dauert länger, und jeder Zugriff auf Dateien wird mit der Zeit merklich langsamer. Bei einer fast vollen Systempartition passiert das sogar deutlich früher.

Die Lösung: aufräumen! Windows 10 bringt wie viele seiner Vorgänger die Datenträgerbereinigung mit, die Sie regelmäßig ausführen sollten. Klicken Sie dafür einfach ins Startmenü und geben "Datenträgerbereinigung" ein. Wählen Sie dann ein Laufwerk, das Sie vom Datenmüll befreien wollen, also beispielsweise "C:", auf dem sich meistens das Windows-Betriebssystem befindet. Das Tool sucht anschließend nach zu bereinigenden Elementen, die Sie einfach ankreuzen können, um sie nach einer Bestätigung mit "OK" zu löschen.

Windows 10: Die Datenträgerbereinigung entfernt Datenmüll.

Die Datenträgerbereinigung entfernt Datenmüll.

Je nach System können Sie neben einer direkten Bestätigung mit "OK" auch zusätzlich nach zu bereinigenden "Systemdateien" suchen. Damit finden Sie eventuell vollständige, alte Windows-Installationen, die Windows zwecks Systemwiederherstellung nach einem Update angelegt hat.

Tipp 2: Autostart entschlacken

Mit der Zeit installieren Sie viele Programme, die sich auch im Autostart einnisten können. Windows muss dann erst viele Tools laden, bevor Sie mit dem Betriebssystem arbeiten können. Neben obligatorischen Virenscannern können sich im Windows 10 Autostart viele Programme befinden, die Sie auch manuell ausführen können oder schlichtweg nicht benötigen - zumindest nicht bei jedem Start.

Klicken Sie zur Bearbeitung des Autostarts mit der rechten Maustaste auf die Taskleiste und wählen Sie "Task-Manager" aus. Klicken Sie im Task-Manager gegebenenfalls auf "Mehr Details", wenn nur die kleine Ansicht zu sehen ist, die lediglich aktive Programme zeigt. In den Reitern oben wählen Sie dann "Autostart" aus. Im Idealfall finden Sie dort höchstens Ihr Antivirenprogramm oder Software für Ihre Hardware-Treiber.

Ein schlanker Autostart sorgt für ein deutlich schnelleres Hochfahren.

Ein schlanker Autostart sorgt für ein deutlich schnelleres Hochfahren.

Tools wie beispielsweise Software-Updater oder für das Multifunktionsgerät können Sie dort einfach deaktivieren. Updates etwa für Adobe Photoshop, Java & Co. können Sie über entsprechende Programme auch manuell ausführen, der Drucker oder Scanfunktionen laufen über Grafik- oder Textverarbeitungsprogramme auch ohne einen Autostart-Eintrag. Deaktivieren Sie hier jedoch nur Programme, die Sie zweifelsfrei identifizieren können. Notfalls hilft eine schnelle Suchmaschinenrecherche. Die Folge: Windows bootet schneller und ist nach dem Einschalten früher einsatzbereit.

Tipp 3: Nicht benötigte Programme löschen

Im Normalfall verwenden Nutzer eine Windows-Installation über Monate oder gar Jahre hinweg. Mit der Zeit sammeln sich viele installierte Programme an. Einige davon dürften Sie nur wenige Male genutzt und anschließend vergessen haben - etwa ein Tool zum Rippen von CDs, das Sie früher einmal verwendet haben, bevor sie auf Spotify umgestiegen sind; oder eine kostenlose Photoshop-Alternative, bevor Sie sich gleich das Adobe-Paket gekauft haben.

Entfernen Sie nicht benötigte Programme, um aufzuräumen!

Entfernen Sie nicht benötigte Programme, um aufzuräumen!

Hier lohnt es sich, regelmäßig reinzuschauen und nicht benötigte Programme einfach zu deinstallieren. Aber wo und wie? Klicken Sie auf das Startmenü, geben Sie "Programme hinzufügen oder entfernen" ein und bestätigen Sie mit "Enter". Es erscheint eine Liste von Apps und Tools, die auf Ihrem Rechner eingerichtet sind. Ein Linksklick und es kommt eine Möglichkeit, ein Programm zu deinstallieren. Sortieren Sie hier aus - anschließend gibt es mehr Platz auf der Festplatte.

Tipp 4: Hintergrund-Apps deaktivieren

Der Arbeitsspeicher (Ram) ist kostbar, es sollten nicht zu viele Programme gleichzeitig laufen, denn irgendwann ist das Fass voll, auch die Zugriffe auf die Festplatte können ansteigen - das alles bremst das System aus und kann auch der Lebensdauer der Festplatte schaden. Daher sollten Sie Hintergrund-Apps ausschalten, die Sie nicht benötigen.

Hintergrund-Apps verlangsamen das System.

Hintergrund-Apps verlangsamen das System.

Öffnen Sie dafür die Einstellungen, indem Sie unten rechts auf der Taskleiste in das Benachrichtigungs-Center und anschließend auf "Alle Einstellungen" klicken. Dann navigieren Sie zu "Datenschutz" und klicken links auf "Hintergrund-Apps". Über die Schieberegler können Sie nun einfach die Apps deaktivieren, die Sie nicht benötigen.

Nun sollte in vielen Fällen das System wesentlich schneller laufen. Wenn Sie weiteren Bedarf haben, lesen Sie sich diesen Ratgeber bei unserem partner "PC Magazin" durch.

Windows 10: Tipps für mehr Datenschutz
Öffnen Sie die Einstellungen. Das geht entweder über das Startmenü unten rechts oder über die Tastenkombination "Windows-Taste + I". Wählen Sie dort den Reiter Datenschutz mit dem Schloss-Symbol. Hier können Sie auswählen, welche Daten Windows sammeln darf - und welche nicht.

Öffnen Sie die Einstellungen. Das geht entweder über das Startmenü unten rechts oder über die Tastenkombination "Windows-Taste + I". Wählen Sie dort den Reiter Datenschutz mit dem Schloss-Symbol. Hier können Sie auswählen, welche Daten Windows sammeln darf - und welche nicht.

In Zusammenarbeit mit "PC Magazin"
Themen in diesem Artikel