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Darpa Robotics Challenge: Die lustigsten Pannen der Roboter-Elite

Bei einem Wettbewerb der US-Behörde Darpa sollten Roboter zeigen, was sie alles auf dem (Blech)Kasten haben. Es galt einen Parcours zu bewältigen - so manche Maschine sorgte für einen lustigen Abgang.

Der Roboter-Parcours der US-Behörde Darpa hat so manches Opfer gefordert

Der Roboter-Parcours der US-Behörde Darpa hat so manches Opfer gefordert

Die Forschungsbehörde Darpa des US-Verteidigungsministeriums hat schon allerhand kuriose Erfindungen hervorgebracht: Ob Exoskelette, Cyborg-Insekten oder fliegende U-Boote - die Darpa investiert in die Projekte, die viele Firmen und andere Forschungseinrichtungen als absurd abtun. Dementsprechend schaffen es dann auch nur die wenigsten Erfindungen bis zur Serienreife. Doch wenn, können sich die USA meist über eine neues Wunder der Technik freuen.

Wenn es um Technologien der Zukunft geht, sind humanoide Roboter so etwas wie der Heilige Gral. Ob militärisch oder zivil, die Maschinen hätten ein immenses Potential für viele Einsatzbereiche. Mit der Darpa Robotics Challenge hat die US-Behörde versucht, der Entwicklung von halb-automatischen Robotern einen Schub zu verleihen: 23 Teams, die meisten von Universitäten weltweit, sind bei dem Wettbewerb angetreten. Es winkte ein Preisgeld von insgesamt 3,5 Millionen Dollar. Das Ziel: Die Roboter müssen komplexe Aufgaben auf einem Parcours bewältigen. Es warteten Herausforderungen wie Geröll beiseite räumen, ein Nutzfahrzeug bewegen oder ein Ventil öffnen.

Doch der Weg zu einem menschenähnlichen Roboter ist ein holpriger - ein Video zeigt die lustigsten Pannen der Roboter-Finalisten. Zu sehen sind Roboter, die in sich zusammenklappen, versteinert nach hinten kippen oder taumelnd versuchen das Gleichgewicht zu halten. Unterlegt ist das Ganze mit amüsanter Piano-Musik.

Das Finale hatte noch einmal deutlich verschärfte Regeln: Nach einem Sturz mussten die Roboter-Kandidaten selbstständig wieder aufstehen. Auch die Funkverbindung zu den Maschinen wurde zwischenzeitlich unterbrochen, um realistische Bedingungen in einem Katastrophengebiet zu simulieren.

Am Ende stand ein Sieger fest: Der Roboter des südkoreanischen Teams Kaist bewältigte den Parcours in etwas über 44 Minuten - und sammelte ein Preisgeld von zwei Millionen Dollar ein. Die Plätze Zwei und Drei erhielten immerhin noch jeweils eine Millionen und 500.000 Dollar. Das bestplatzierte Team aus Deutschland (von der Universität Bonn) belegte Platz Vier. Trotz aller Pannen meisterten die Roboter viele der komplexen Herausforderungen - auch wenn es noch ein weiter Weg bis zur Einsatzreife ist.

Alexander Meyer-Thoene