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Wie bei Gameboy und Co.: Nintendo will, dass wir bald wieder in Spiele pusten

Bevor es Games auf CD, DVD und Co. gab, kamen sie in klobigen Plastik-Modulen daher. Nun scheint Nintendo bei der neuen Konsole NX wieder dahin zurück zu wollen - und das hat gute Gründe.

Nintendo Nx Cartridge Nintendo 64 Konsole

Beim Nintendo 64 setzten die Japaner das letzte Mal auf Cartridges. Kommen die Plastikgehäuse für Games bei der neuen Konsole Nintendo Nx zurück?

Wollte man früher bei einer Konsole das Spiel wechseln, kam immer das gleiche Ritual: Einmal in den Schacht gepustet, erst dann durfte das Game in die Konsole. Während Games für Playstation 4, Xbox One und Wii U heute auf optischen Datenträgern wie Blurays und DVDs daherkommen, steckten sie früher in Plastikgehäusen. Und die sammelten eben leicht mal Staub an. Bei Nintendos kommender Konsole "Nintendo NX" könnten sie trotzdem ein Comeback feiern.

Bisher ist noch wenig zu Nintendos neuer Konsole bekannt, nur der Termin und der Name sind sicher: Ende des Jahres soll die NX offiziell enthüllt werden, im März soll sie im Laden stehen. Ihre Technik ist dagegen noch hochgeheim. Ein Zulieferer könnte sich nun aber verplappert haben: Macronix stellt für Nintendo die Spiele-Steckmodule, die sogenannten Cartridges, für die tragbare Konsole Nintendo DS her - und erwartet nach einem Bericht der Techseite "Screencritics" einen gewaltigen Anstieg für den März 2017. Also zeitgleich mit der neuen Konsole.

Echte Vorteile für Gamer

Dass Nintendo tatsächlich wieder auf Steckmodule setzt, statt auf optische Datenträger, ist alles andere als abwegig. Denn Cartridges haben gegenüber den Disks einige gewaltige Vorteile. Zum einen sind da die deutlich schnelleren Ladezeiten von den Chips der Cartridges. Playstation und Co. müssen die Spiele immer erst auf der Festplatte installieren - weil sie sonst mit dem Laden nicht nachkommen. Das wäre bei Speicherchips in den Cartridges nicht der Fall.

Zum anderen können die Spieler ihre Speicherstände und Updates für die Spiele direkt auf den Spielen speichern, statt auf der Konsole. Und sie so bei Freunden ohne Probleme weiterspielen. So, wie es früher bei den Konsolen war. Gleichzeitig bleibt auf den Festplatten der Konsolen mehr Platz, etwa für reine Onlinekäufe. Oder Nintendo verbaut gleich weniger internen Speicher.

Speicher wird immer billiger

Der Hauptgrund für die damalige Entscheidung für optische Datenträger spielt ebenfalls eine immer geringere Rolle: Mit der ersten Playstation führte Sony auch erstmals die Spiele auf Disk ein - um Geld zu sparen. Heute fällt der Preis von Speicherchips rasant, Cartridges sind kaum noch teurer oder gar günstiger als optische Datenträger.

Wer nun die wuchtigen Plastikklötze eines Nintendo 64 erwartet, dürfte aber enttäuscht werden. Falls Nintendo tatsächlich wieder auf Speicherchips setzt, werden die neuen Cartridges eher aussehen, wie die eines Nintendo 3DS oder die SD-Karten einer Kamera. Da bleibt kaum Platz, um Staub anzusammeln. Pusten darf man aber natürlich immer noch. Und sei es der Nostalgie wegen.

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