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Abgezockt auf Ebay 538 Euro für ein Foto der Xbox One


Peter Clatworthy ersteigert für seinen Sohn bei Ebay eine Xbox One. Ein Jahr spart er für die Konsole, doch als das Paket ankommt, ist er schockiert: Im Inneren ist nur ein Foto des Geräts.
Von Christoph Fröhlich

Der Start der Xbox One war für Microsoft ein voller Erfolg: Mehr als eine Million Konsolen verkaufte der Windows-Konzern am Startwochenende. Vielerorts ist die Xbox One restlos vergriffen. Zum Leidwesen vieler Eltern, die ihrem Nachwuchs eine der Spielkonsolen unter den Weihnachtsbaum legen wollen. Um zu Weihnachten vor seinem vierjährigen Sohn McKenzie dennoch nicht mit leeren Händen dazustehen, beschloss der 19-jährige Brite Peter Clatworthy aus Nottinghamshire tief in die Tasche zu greifen - und ersteigerte auf Ebay eine Xbox One. Zumindest glaubte er das. Denn was Clatworthy nicht bemerkte: Er ersteigerte auf der Auktionsplattform lediglich ein Foto der neuen Konsole.

"Ich fühle mich ausgenommen", sagt der 19-jährige Student der britischen Tageszeitung "Daily Mail". "Ich habe Monate dafür gespart und immer wieder Geld zurückgelegt." Knapp ein Jahr schnallte der Brite den Gürtel enger. Vor wenigen Tagen trudelte das Paket ein. "Es kam ein brauner Umschlag. Als der Postbote ihn mir überreichte, fragte ich ihn ob er sicher sei, dass der Umschlag für mich ist, doch er war sicher. Dann begriff ich, dass ich betrogen wurde."

"Es ist wirklich peinlich für mich"

Als Clatworthy den Umschlag öffnete, fand er nur ein DIN-A4-Blatt mit einem schlechten Ausdruck einer Xbox One mit der Fußballsimulation "Fifa 14". Besonders dreist: Auf der Rückseite schrieb der Auktionsersteller "Danke für den Kauf". Bei Ebay hat der Familienvater mittlerweile Beschwerde eingelegt, woraufhin die Seitenbetreiber sich den Fall genauer ansahen. "Ich habe den Verkäufer sogar noch angemailt und er log mich an, dass es sich um eine Konsole handle", sagt Clatworthy. Nun nimmt die Geschichte für ihn offenbar ein gutes Ende: Ebay erklärte, er würde sein Geld zurückerhalten. "Wir erlauben keine irreführenden Angebote und werden gegen den Verkäufer vorgehen", sagt der Konzern in einer Stellungnahme.

"Ich habe meinem Bruder erzählt, was passiert ist, und er bekam Tränen in den Augen vor Lachen", sagt der Brite der "Daily Mail". "So ging es auch all meinen Kumpels. Es ist wirklich peinlich für mich." Selbst Clatworthys Mutter konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. "Ich werde Ebay definitiv nicht mehr benutzen", sagt der Student. "Doch am Ende bin ich selber schuld. In der Auktion stand eindeutig das Wort Foto in der Beschreibung."


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