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Neuer Echo mit Bildschirm Amazon Echo Show ausprobiert: Wozu braucht Alexa einen Bildschirm?

Der Amazon Echo auf einem Küchentresen aus Stein
Der Echo Show ist der erste von Amazons Sprachlautsprechern mit einem Bildschirm
© stern.de
Der Amazon Echo Show verbindet Alexa mit einem Bildschirm. Jetzt kommt er nach Deutschland. Braucht man das? Wir konnten es bereits ausprobieren.
Von Malte Mansholt, Seattle

Der Charme von Amazon Echo war von Anfang an, dass man Alexa nur mit seiner Stimme steuern konnte. Im Sommer brach Amazon mit diesem Prinzip - und brachte in den USA mit dem Echo Show das erste Alexa-Gerät mit Bildschirm heraus. Jetzt kommt er nach Deutschland. Wir konnten schon mit ihm sprechen.

Der kleine Bildschirm wirkt zunächst unscheinbar, zeigt die Uhrzeit und ein Datum an. Spricht man Echo Show dann mit dem Signalwort Alexa an, beginnt die Cloud-Assistentin zuzuhören. So weit, so bekannt. Und doch ist etwas anders. Statt alles per Sprache auszugeben, kann Alexa auch den Bildschirm zur Hilfe ziehen, um etwa das kommende Wetter anzuzeigen. Mit Videotelefonie und Filmen von Amazon Prime bietet sie sogar Funktionen, die vorher nicht möglich waren.

Funktioniert gut, aber...

Beim Ausprobieren funktioniert das gut. Wie beim FireTV kann man sich einfach den passenden Film oder die Lieblingsserie wünschen, schon geht es los. Auch ein Videoanruf lief völlig problemlos, die Bildqualität war ordentlich, der Klang gut. Mission accomplished, könnte man jetzt sagen.

Doch dann denkt man kurz darüber nach. Warum sollte man eigentlich einen Film auf diesem winzigen Bildschirm schauen wollen? Dafür sind TV oder Tablet doch um Längen sinnvoller. Auch der Videoanruf wäre auf dem Smartphone besser aufgehoben, als auf dem stationären Echo Show.

Bei einer Anfrage bei "Mykitchenstories" erschließt sich der Nutzen zwar. Die Kochanweisungen nebenbei auf einem kleinen Display schauen zu können, hat durchaus seinen Charme. Doch auch das ließe sich problemlos mit einem Handy oder Tablet erledigen.

Wozu braucht man das?

So stellt einen der Echo Show vor ein Problem. Was er können soll, erledigt er beim Ausprobieren ohne einen Fehler. Aber wozu man dazu nun dieses Gerät braucht, beantwortet es leider nicht. Ob man im Laufe der Zeit mehr Nutzen aus dem Echo Show ziehen kann, lässt sich nur in einem länger andauernden Alltagstest herausfinden. Bis dahin bleibt wohl der erste Eindruck. Ein gut funktionierendes Gerät - nur der Mehrwert ist nicht erkennbar.

Der Echo Show erscheint am 19. November und kostet 220 Euro.


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