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Sicherheitslücken "Meltdown" und "Spectre": "Bereitstellung stoppen": Intel-Manager warnt vor eigenen Updates

Ein Intel-Manager bittet Verbraucher und Unternehmen darum, bereitgestellte Updates nicht zu installieren. Eigentlich sollten die Patches eine gravierende Sicherheitslücke stopfen, die praktisch in jedem Computer weltweit besteht.

Intel-Computerchip: Schlummert in praktisch allen Geräten eine Sicherheitslücke?

Offenbar hat praktisch jeder Computer eine eingebaute Sicherheitslücke. Chip-Hersteller wie Intel, AMD und Co. arbeiten an einer Lösung, müssen aber auch dabei Rückschläge hinnehmen.

Picture Alliance

Intel-Manager Navin Shenay hat Nutzer und Unternehmen davor gewarnt, aktuelle Patches zu installieren. Die Updates, die eigentlich Anfang des Jahres in den Prozessoren entdeckte gravierende Sicherheitslücken stopfen sollen, könnten unter Umständen zu unkontrollierten Neustarts und anderem unverhersehbaren Systemverhalten führen, schreibt er in einem Blogbeitrag

Shenay empfiehlt Intel-Kunden und -Partnern daher, die aktuellen Patch-Versionen nicht zu installieren und auch nicht weiter zu verbreiten. Die Sicherheit seiner Produkte sei für Intel wie auch für ihn persönlich von großer Wichtigkeit, schreibt der Manager und schließt mit den Worten: "Ich werde Sie auf dem Laufenden halten, sobald wir etwas herausgefunden haben und bedanke mich für Ihre Geduld." 

Hintergrund: "Meltdown" und "Spectre"

Die Anfang des Jahres entdeckte Sicherheitslücke ermöglicht zwei Angriffsszenarien, die von den Sicherheitsforschern "Meltdown" und "Spectre" getauft wurden. Während "Meltdown" die Isolierung zwischen Betriebssystem und Anwendung durchbricht, hebelt "Spectre" die Abschirmung zwischen verschiedenen Programmen aus.

Beide Szenarien ermöglichen es Hackern zumindest theoretisch, sensible Nutzerdaten wie etwa Passwörter oder Kontoinformationen abzugreifen. Neben Intel-Chips können auch Prozessoren von AMD und ARM betroffen sein - was nichts anderes bedeutet, als dass praktisch jeder PC, jedes Tablet und jedes Smartphone betroffen ist.

Bereits vor einigen Tagen kursierte die Vermutung, dass sich bestimmte Sicherheitsupdates negativ auf die Performance von Geräten auswirken könnte. 


rös