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Jimmy-Kimmel-Show Wenn Passanten freiwillig ihre Passwörter ausposaunen


Zahlen, Sonderzeichen und Co. - ein Passwort kann heutzutage nicht sicher genug sein. Doch selbst die ausgeklügelste Kombination bringt nichts, wenn man sie dann doch verrät. Etwa im US-Fernsehen.

Hand aufs Herz: Würden Sie einer wildfremden Person - und dann auch noch vor laufender Kamera - das Passwort ihres Online-Accounts verraten? Sicher nicht. Auch die Passanten auf dem Hollywood Boulevard in Los Angeles wollten ihres nicht ausposaunen - eigentlich.

Man wolle über Datensicherheit sprechen und wie sicher Passwörter sind, klärt die Reporterin der US-Late-Night-Show von Moderator Jimmy Kimmel die Angesprochenen zunächst auf, um dann ziemlich konkret zu fragen: "Was ist eins ihrer Online-Passwörter?"

Um so erstaunlicher die Reaktion der Befragten: Anstatt sich abzuwenden und eine Antwort dankend abzulehnen, erzählen sie wie selbstverständlich von ihren Zugangsdaten. Ihr Passwort bilde sich aus dem Namen ihres Hundes und dem Jahr ihres High-School-Abschlusses, erklärt beispielsweise eine junge Frau ganz ungeniert.

Offenbar wähnt sie sich angesichts nicht näher ausgeführter Angaben auf der sicheren Seite. Womit sie nicht gerechnet hat: Die Reporterin verwickelt sie anschließend in ein Gespräch, in dem natürlich auch der Name des Hundes ("Jameson") und das genaue Jahr des Schulabschlusses (2009) fällt. Ups.

Ein Mann buchstabiert sein Passwort sogar - ungefragt. Ein anderer wiederum gesteht, dass seines lediglich aus dem Vornamen seiner Oma bestehe. Wie diese heiße? "Maria", erwidert er, um dann zu merken: "Oh, jetzt kennen sie mein Passwort." Immerhin packt er sich angesichts seiner Offenheit im Anschluss selbst an den Kopf.

"Müssen uns selbst mehr schützen"

Trotzdem: In Zeiten, wo regelmäßig und begründet vor zu einfachen Passwörtern gewarnt wird und die Cyberkriminalität immer größere Ausmaße annimmt, geben die unbekümmerten Antworten Anlass zur Sorge. In der Anmoderation des gut dreiminütigen Clips stellt Moderator Kimmel daher schon im Vorfeld treffend fest: "Es ist schön, dass die Regierung daran arbeitet, das Netz sicherer zu machen. Aber die Wahrheit ist, wir müssen uns selbst mehr schützen." Bleibt zu hoffen, dass die angesprochenen Passanten ihre Passwörter nach dem Interview geändert haben.

mod

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