(N)Onliner Atlas 2007 Vorsichtigere Nutzer, selbstsichere Eltern

Die Bedrohungen aus dem Internet verlieren für immer mehr Nutzerinnen und Nutzer ihren Schrecken
Die Bedrohungen aus dem Internet verlieren für immer mehr Nutzerinnen und Nutzer ihren Schrecken
© Colourbox
Eine Teilstudie des "(N)Online Atlas 2007" beschäftigt sich mit dem Thema Computer- und Internetsicherheit. Wie gut kennen sich die deutschen Onliner damit aus, wie verhalten sie sich?

Im Rahmen der Datenerhebung für den "(N)Onliner Atlas 2007", den das Marktforschungsinstitut TNS Infratest für die "Initiative D 21" durchgeführt hat, wurden 2028 der Interviewpartner (von insgesamt knapp 50.000) auch über die Themen Computer- und Internetsicherheit befragt. Die Ergebnisse legen nah, dass das Wissen über die Gefahren im Internet und die Schutzmöglichkeiten für den PC kontinuierlich wächst.

Die Anzahl der Befragten, die eine automatische Aktualisierung ihres Betriebssystems eingestellt haben, ist innerhalb eines Jahres um mehr als sechs Prozent auf 56,5 Prozent gestiegen. Dieser Zuwachs hängt zum einen zusammen mit der wachsenden Verbreitung von Breitbandzugängen und Flatrates, dank derer es weniger aufwändig ist, die teilweise recht großen Datenmengen für die Fehlerkorrekturen herunterzuladen. Laut den Autoren der Studie spiegeln diese Zahlen außerdem ein gewachsenes Problembewusstsein seitens der Nutzer wider. Das zeige sich auch darin, dass diejenigen, die ihr Betriebssystem regelmäßig aktualisierten, auch vermehrt andere Schutzprogramme wie Virenscanner und Firewalls einsetzten. Im Vergleich zum Vorjahr fühlen sich die deutschen Online 2007 über "Sicherheit im Internet" tendenziell besser informiert. Insbesondere gibt es deutlich weniger Personen, die sich schlecht informiert fühlen.

Ungebetene Gäste

Viren und andere Schadprogramme sind immer noch ähnlich weit verbreitet wie im Jahr zuvor: 63,7 Prozent der Befragten gaben in der aktuellen Umfrage zu Protokoll, mit Computerschädlingen konfrontiert gewesen sein, im Jahr 2006 waren es 64,8 Prozent. Allerdings antwortete ein Drittel der Opfer, der durch Malware entstandene Schaden sei "nicht spürbar" gewesen. Drei Viertel sprachen von insgesamt eher geringen Schäden. Die Probleme seien in mehr als 40 Prozent der Fälle in weniger als einer Stunde zu beheben gewesen.

Selbstbewusste Eltern

Sind Kinder im Haus, bekommt Internetsicherheit noch eine andere Bedeutung: den Schutz der Kleinen vor unangemessenen Inhalten aus dem Netz. 57 Prozent der Befragten mit Kindern unter 14 Jahren im Haushalt gaben an, dass diese Zugriff auf einen Computer haben. Nur die Minderheit der Eltern (43,1 Prozent) benutzt spezielle Schutzsoftware oder angepasste Einstellungen des Internetbrowsers, um ihren Nachwuchs zu schützen. Allerdings scheinen die meisten Erziehungsberechtigten der Ansicht zu sein, sie hätten auch ohne technische Hilfsmittel die Kontrolle über das Computernutzungsverhalten ihrer Kinder. Mehr als 80 Prozent gaben an, die Zeit, die ihre Kinder vor dem Computer verbringen, zu beobachten, mehr als die Hälfte der Eltern setzt außerdem zeitliche Grenzen. Und überwältigende 95,9 Prozent der Eltern waren überzeugt, die Computerspiele ihrer Kinder zu kennen.

san

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