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stern.de-Studie: Web 2.0 - gern genutzt, aber was ist das?

Viele Internetsurfer nutzen Angebote des so genannten Web 2.0. Doch wissen sie mit diesem Begriff überhaupt etwas anzufangen? stern.de hat eine Studie in Auftrag gegeben, die die Web-2.0-Nutzung in Deutschland und den USA vergleicht und untersucht, was die Websurfer unter "Web 2.0" verstehen: nicht viel...

Online-Enzyklopädien, die von den Nutzern geschrieben werden. Webcommunitys, die ausschließlich der Selbstdarstellung dienen. Eine globale Videoplattform. Öffentliche Fotoalben für den Bilderaustausch mit der ganzen Welt... Wikipedia, Myspace, Youtube, Flickr, dazu die unendlich erscheinende Zahl der Blogs - all das gehört zur Welt des Web 2.0. Eine sehr erfolgreiche Welt, ohne Frage, mit Millionen von Nutzern. Doch was machen die da eigentlich genau? Und was bedeutet ihnen der Begriff Web 2.0? Ist er auch den Normalnutzern gegenwärtig, oder schwirrt er nur herum im Kosmos von Webtheoretikern, Intensivusern und Journalisten?

stern.de wollte es genauer wissen und beauftragte das Hamburger Meinungsforschungsinstitut SirValUse, eine repräsentative Online-Untersuchung durchzuführen. Neben dem konkreten Verhalten der Nutzer und ihrem Verhältnis zum Begriff "Web 2.0" sollte auch ein Vergleich zwischen Deutschland und den USA vorgenommen werden. (Infos zur Durchführung der Studie "Nachhaltigkeit von Web-2.0-Angeboten" im Kasten)

Was wird genutzt?

Den meisten Befragten (90 % in Deutschland und den USA) sind Web-2.0-Angebote bekannt. Den höchsten Bekanntheitsgrad in Deutschland weisen Enzyklopädien (Wikipedia) und Online-Diskussions-/Informations-Foren auf. In den USA erfreuen sich Internet-Video- sowie Internet-Fotoalben hoher Bekanntheit. (Weitere Ergebnisse als Grafiken in der Bilderstrecke: "Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick".)

Ähnlich sieht es mit der Nutzung dieser Angebote aus: Ca. drei Viertel aller Befragten haben schon einmal ein Web-2.0-Angebot genutzt. In Deutschland werden Enzyklopädien (D: 75 %; USA: 81 %) und Foren (D: 64 %; USA: 71 %) am häufigsten genutzt. In den USA sind neben Enzyklopädien und Foren auch Internet-Fotoalben und -Videoalben sehr beliebt, knapp die Hälfte der Befragten nutzt sie. Auch Weblogs werden in den USA deutlich häufiger als in Deutschland besucht (D: 13%; USA: 32%). Schlusslicht in dieser Kategorie sind Online-Linksammlungen ("Social Bookmarking").

Web-2.0-Sites unterscheiden sich deutlich hinsichtlich der aktiven Nutzung, wenn also Inhalte zur Verfügung gestellt werden. In Deutschland sind Weblogs diejenigen Web-2.0-Angebote, die am häufigsten aktiv genutzt werden (mehr als 50 % der Befragten beteiligen sich). In den USA werden auch Foren, Seiten für soziale Netzwerke sowie Online-Linksammlungen stark aktiv genutzt (ca. zwei Drittel). Interessant: Der viel kritisierte Drang zur Selbstdarstellung scheint sich auf eine bestimmte Zielgruppe zu konzentrieren: Internet-Fotoalben und die Informationen in sozialen Netzwerken sind vor allem für Freunde und Bekannte gedacht.

Hauptgrund für die aktive Teilnahme sind der Austausch mit anderen Nutzern (D: 67 %; USA: 60 %) und gegenseitiges Geben und Nehmen (D: 55 %; USA: 47 %). Bei dieser Frage wurde ein Unterschied zwischen den Ländern deutlich: Für Amerikaner ist es wesentlich wichtiger als für Deutsche, "persönliche" Daten ins Netz zu stellen. 42 Prozent der US-Befragten bekannten sich dazu, im Gegensatz zu 28 Prozent der Deutschen.

Bekannte Riesen

Es gibt relativ wenige "große" Web-2.0-Angebote, die von vielen Befragten genutzt werden: Wikipedia ist sowohl in Deutschland als auch in den USA die am häufigsten genutzte Web-2.0-Site (D: 66 %; USA 58 %). Youtube wird in den USA deutlich häufiger genutzt als in Deutschland (D: 21%, USA 40%). Auch Myspace und Flickr erfahren in den USA eine stärkere Nutzung als in Deutschland.

Wikipedia hat eine hohe Bedeutung für die Befragten: Ca. zwei Drittel der Befragten stufen diese Seite als für sie persönlich wichtig bis sehr wichtig ein. Insgesamt ist die Zufriedenheit mit den Web-2.0-Angeboten sehr hoch, die Bedeutung jedoch relativ gering.

Der Begriff Web 2.0

Was die Bedeutung des Begriffs Web 2.0 angeht, sind die Ergebnise eindeutig und ein Schlag ins Gesicht für alle, die dauernd davon reden:

  • Web 2.0 ist für die meisten Befragten ein unbekannter Begriff. Den meisten Befragten in Deutschland und den USA sind zwar entsprechende Websites bekannt. Jedoch kennt nur etwa jeder Dritte Befragte den Begriff Web 2.0 und lediglich zehn Prozent in Deutschland und 20 Prozent in den USA können sich etwas unter dem Begriff vorstellen.
  • Web 2.0 grenzt sich nicht klar vom "klassischen" Internet ab. Es unterscheidet sich hinsichtlich Glaubwürdigkeit, Informationsgehalt, Nutzwert und Spaßfaktor nach Meinung der Befragten kaum von dem allgemeinen Angebot im Internet.
  • Die Bedeutung von Web-2.0-Angeboten für die Befragten ist gering. Web 2.0 hat nur für wenige Befragte eine persönliche Bedeutung. Weniger als 50% der Befragten geben an, die genutzten Angebote seien wichtig für sie.
  • Der Gedanke einer Internet-Community wird (noch) nicht mit dem Begriff Web 2.0 beziehungsweise mit den dazugehörigen Angeboten verknüpft. Ein Gemeinschaftsgefühl (Stichwort: Internet-Community) wird von Web 2.0 nur zu einem gewissen Grade vermittelt. Der Gemeinschaftsgedanke wird in den USA stärker empfunden als in Deutschland: Bis zu 50 Prozent der Befragten in USA haben das Gefühl, sich einer breiten Gemeinschaft von Nutzern mitteilen zu können. Auch wird in den USA mit Web-2.0-Angeboten deutlich stärker das Gefühl vermittelt, sich einen breiten Freundeskreis verschaffen zu können.
Ralf Sander
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.