HOME

Anti-Nordkorea-Komödie "The Interview": Sony-Hacker drohen mit Anschlägen auf US-Kinos

Neue Eskalation des Angriffs auf Sony Pictures: Die Hacker drohen unverhohlen mit Anschlägen auf Kinos, die den Anti-Nordkorea-Film "The Interview" zeigen. Die Film-Premiere wurde bereits abgesagt.

Von Malte Mansholt

Terror-Drohung bei Sony Pictures: Die Premiere der Komödie "The Interview" ist abgesagt.

Terror-Drohung bei Sony Pictures: Die Premiere der Komödie "The Interview" ist abgesagt.

Nach dem Hacker-Angriff auf Sony Pictures droht die Lage um die Komödie "The Interview" nun vollständig zu eskalieren. Die Hackergruppe "Guardians of Peace" (Hüter des Friedens), die sich zu den Angriffen auf das Film-Studio bekannt hat, droht nun unverhohlen mit Terroranschlägen. Ziel der Anschläge sollen alle Kinos sein, die den Film aufführen. In "The Interview" geht es um zwei Journalisten, die den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un im Auftrag der CIA töten sollen. Der Diktator ist im Film ein Zigarre rauchender Lebemann. Nordkorea hatte bereits im Sommer versucht, den Film zu verhindern.

"Denkt an den 11.September 2001"

In einer E-Mail an verschiedene US-Medien warnen die Hacker, sich von Aufführungen des Films fern zu halten. Menschen, die in der Nähe solcher Kinos wohnen, sollten ihr Zuhause lieber verlassen. "Die Welt wird voller Angst sein. Denkt an den 11. September 2001", warnt die Nachricht nach Angabe des Tech-Blogs "The Verge". Das Branchenblatt "The Hollywood Reporter" berichtet indes, dass die Premiere des Films in New York aufgrund der Drohungen abgesagt wurde. Auch sämtliche Pressetermine der Hauptdarsteller Seth Rogen und James Franco sollen nicht mehr stattfinden. Darüber hinaus scheinen die Kinobetreiber nicht für mögliche Anschläge verantwortlich sein zu wollen, die große US-Kino-Kette Carmike Cinemas gab bereits bekannt, den Film nicht zu zeigen.