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Peinlicher Vorfall in Australien: Apple Store wirft schwarze Schüler raus - weil sie stehlen könnten

Das dürfte dem Weltkonzern Apple gar nicht schmecken. Farbige Schüler wurden aus einem australischen Apple Store geworfen - weil sie stehlen könnten. Apple ist das mittlerweile ganz schön peinlich.

Das bekannte Apfel-Logo ist an einem Apple-Store zu sehen.

Das bekannte Apfel-Logo an einem Apple-Store (Symbolbild)

Apple gibt sich normalerweise große Mühe, als weltoffen wahrgenommen zu werden. CEO Tim Cook steht offen zu seiner Homosexualität, in Werbekampagnen sind Menschen jeder Hautfarbe zu sehen. Jetzt kratzt eine Aktion eines Apple Stores im australischen Melbourne mächtig am Image. Ein Mitarbeiter teilte einer Gruppe von schwarzen Schülern mit, dass sie den Laden zu verlassen hätten - mit einer haarsträubenden Begründung: Sie könnten etwas stehlen.

Die Jugendlichen wollten sich nur im Laden umsehen, sie trugen sogar die in Australien üblichen Schuluniformen. Dann sprach ein Mitarbeiter die Teenies an: Der Sicherheitsdienst würde sich ihretwegen Sorgen machen, sie sollten den Laden doch bitte verlassen. Zunächst reagieren die Jugendlichen amüsiert - und fragen nach, warum sie eigentlich gehen sollen. Die Antwort verschlägt ihnen kurz die Sprache: Weil sie etwas stehlen könnten. Als sie dann wissen wollen, warum ausgerechnet sie etwas stehlen sollten, wird der Manager ungeduldig. "Ende der Diskussion. Ich muss euch jetzt bitten zu gehen".

Khalid Breezy, Petros Smalls, Deebo Ater Abdulahi Haji Ali Mohamed, Andy Gambino Nelson Mahad MohamudSimply Racism, made them apologise tho

Posted by Francis Ose on Dienstag, 10. November 2015

Facebook-Post bringt den Alltagsrassismus ans Licht

Die Schüler hielten den Vorfall in einem Video fest, der wurde bei Facebook innerhalb von gut zwei Tagen knapp 70.000 mal geteilt. Ein PR-Desaster das Apple natürlich nicht auf sich sitzen lassen will. Nach Angaben des Konzerns hat sich der Ladenchef mittlerweile bei den Schülern und ihrem Schulleiter entschuldigt. Das sagte der Schulleiter dem Lokalblatt Herald Sun.

Es war nach seinen Angaben nicht der erste rassistische Vorfall, den die Jugendlichen in diesem Shopping-Center erleben mussten. Erst zwei Wochen vorher wollten die gleichen Schüler einen Roller ausprobieren, sie bekamen nur zu hören, dass sei aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Kurz darauf sahen sie dann, wie ein anderer Jugendlicher ohne Anstalten mit ihm fahren durfte.

Apple will weltoffen sein

In Australien sorgten in diesem Jahr bereits mehrere rassistische Ausfälle für Furore, einige wurden ebenfalls auf Video festgehalten. Ein Fahrgast in einem Zug musste etwa ein muslimisches Paar vor üblen Beleidigungen durch andere Fahrgäste schützen. Dem Unternehmen Apple dagegen ist wohl kaum ein Vorwurf für das Verhalten einzelner Mitarbeiter zu machen - zumal sie durchaus Ärger von oben bekommen dürften. Schließlich betonte der Apple-Chef schon länger, dass sich jeder, gleich welcher Religion, Rasse, Alter, Geschlecht oder sonstiger Gruppenzugehörigkeiten, bei Apple wohl fühlen soll - als Mitarbeiter und eben auch als Kunde.