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Surfen im Zug Deutsche Bahn sagt schlechtem Internet-Empfang den Kampf an


Die Deutsche Bahn gibt zu, dass ihre Wlan-Hotspots in Zügen "keine zufriedenstellende Qualität" haben - und will reagieren. Ab 2016 sollen unter anderem zusätzliche Verstärker für mehr Surfspaß und -tempo sorgen.

Die Bahn will einem Zeitungsbericht zufolge den Internet-Empfang in ihren Zügen deutlich verbessern. Die Bahn nehme das Thema "sehr ernst", schrieb die Fernverkehrschefin des Unternehmens, Birgit Bohle, in einem Brief an den Grünen-Verkehrsexperten Matthias Gastel, wie die "Stuttgarter Zeitung" (Montagausgabe) berichtete. Bohle räumte demnach ein, dass das Hotspot-Wlan der Deutschen Telekom im ICE bisher "keine voll zufriedenstellende Qualität" habe.

Gastel hatte dem Bericht zufolge in einem Brief an Bahnchef Rüdiger Grube den häufig gestörten Internet-Empfang in den Zügen kritisiert. Bisher reißen selbst Telefongespräche oft ab, weil das Netz entlang der Bahnstrecken nicht ausreichend ausgebaut ist.

Besserer Empfang durch zusätzliche Verstärker

Die Bahn will laut "Stuttgarter Zeitung" nun durch einen neuen Vertrag mit allen drei deutschen Mobilfunkbetreibern erreichen, dass der Direktempfang von deren Signalen im Zug besser wird. Deshalb sollten ab 2016 zusätzliche Verstärker an Bord der ICE- und in einem Teil der IC-Züge eingebaut werden, die auch den Empfang der Internet-Frequenzspektren 3G und 4G verbessern sollen. Die Verhandlungen mit den Providern seien "weit fortgeschritten", schrieb Bohle der Zeitung zufolge.

Der Wlan-Empfang in den Fernzügen soll laut dem Bericht durch digitale Aufrüstung mit neuer "High-End-Systemtechnologie" verbessert werden. Die Ausschreibung sei veröffentlicht, der bisherige exklusive Vertrag mit der Telekom und deren Railnet-Technik laufe Ende 2016 aus, hob Bohle den Angaben zufolge hervor. Ohne einen weiteren "deutlichen Ausbau der Mobilfunknetze" werde aber auch künftig der Internetempfang an Bord "nicht gut genug sein".

mod AFP

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