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Facebook-Chef über die Zukunft: Zuckerberg will auch Emotionen digital übertragen

In einem Chat hat Mark Zuckerberg Auskunft darüber gegeben, wie die Zukunft von Facebook aussieht. Unter anderem glaube er, dass sich Emotionen bald in einer mathematischen Formel darstellen lassen.

Mark Zuckerberg im 2013 bei einer App-Präsentation

"Werden in der Lage sein, Gedanken zu übermitteln": Mark Zuckerberg glaubt an die wunderbare Welt der digitalen Zukunft  

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg stellt sich auf eine Zukunft ein, in der auch Gefühle digital übertragen werden können. "Ich glaube, dass wir eines Tages in der Lage sein werden, einander vollständige reichhaltige Gedanken mit Hilfe von Technologie zu übermitteln", schrieb der 31-Jährige in einem Online-Chat am späten Dienstag. "Sie werden in der Lage sein, einfach an etwas zu denken - und Ihre Freunde werden das sofort ebenfalls erleben können, wenn Sie es wünschen." 

In der Zwischenzeit setze Facebook auf selbstlernende Computer, die den Inhalt von Einträgen der Nutzer besser erfassen sollen. "Wenn Sie ein Foto von einem Hund machen oder über Politik schreiben, sollten wir das erkennen, damit wir Sie mit Leuten verbinden können, die an Hunden und Politik interessiert sind", erläuterte Zuckerberg. So entwickele Facebook zum Beispiel Systeme, die alles erkennen könnten, was sich in einem Foto oder Video befinde. Nicht nur das Online-Netzwerk geht diesen Weg: Der Internet-Riese Google analysiert auf ähnliche Weise Bilder für seine Nutzer, um sie automatisch zu katalogisieren.

Siegen die Maschinen?

Nach den Visionen zu den Fähigkeiten der Computer passte es gut, dass "Terminator"-Darsteller Arnold Schwarzenegger den Facebook-Gründer fragte, ob die Maschinen am Ende siegen werden. "Nein, die Maschinen gewinnen nicht", lautete die mit einem Smiley versehene Antwort Zuckerbergs. 

Weitere prominente Teilnehmer in dem Chat waren die Medienunternehmerin Arianna Huffington und der weltberühmte Physiker Stephen Hawking, der ihn nach dem Interesse an wissenschaftlichen Themen fragte. Zuckerberg fiel gleich eine ganze Reihe von Fragen ein: "Was wird uns erlauben, für immer zu leben? Wie heilen wir alle Krankheiten? Wie funktioniert das Gehirn? Wie geht lernen und wie können wir es Menschen erlauben, eine Million Mal mehr zu lernen?". Außerdem beschäftige ihn, "ob es ein fundamentales mathematisches Gesetz als Grundlage sozialer Beziehungen gibt", das entscheide, wer oder was einem wichtig sei. 

Videos werden immer wichtiger

Auch glaube er, dass Videos mit der Zeit wichtiger als Fotos zum Teilen von Erlebnissen mit Freunden sein werden und dafür mit der Zeit auch die Darstellung virtueller Realität zum Alltag gehören werde. Facebook kaufte sich die Firma Oculus, die eine 3D-Brille zum Eintauchen in digitale Welten entwickelt. Die erste Version für Verbraucher soll Anfang kommenden Jahres auf den Markt kommen.

"Ich habe genug Geld gemacht", antwortete Zuckerberg auf die Frage, warum er sich als Firmenchef einen Dollar als Jahresgehalt zahle. Der Gründer blieb auch beim Börsengang der größte Facebook-Aktionär, sein Vermögen wird deshalb auf nahezu 40 Milliarden Dollar geschätzt. 

tis / DPA