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Fatale Facebook-Einladung: 200.000 Gäste sind dann doch zu viel

Es sollte einfach eine ausgelassene Geburtstagsparty werden. Eine 15-Jährige aus Syndey hat eine offene Einladung mit ihrer Adresse auf Facebook gepostet - und 200.000 sagten zu.

Manchmal feiert man seinen Geburtstag lieber ganz ruhig

Manchmal feiert man seinen Geburtstag lieber ganz ruhig

Erst hatte sie Angst, dass niemand zu ihrer Party kommen würde, doch dann sah sich eine australische Schülerin gezwungen, die Feier zu ihrem 16. Geburtstag abzusagen: nach einer Ankündigung im Internet-Sozialnetzwerk Facebook wollten rund 200.000 Menschen kommen. Das Mädchen hatte unter Angabe seiner Adresse auf seiner Facebook-Seite geschrieben, dass alle Schulkameraden kommen sollten und gerne Freunde mitbringen dürften, wenn sie ihr vorher Bescheid gäben, wie die Zeitung "Daily Telegraph" berichtete.

Innerhalb von 24 Stunden hatten bereits 20.000 Facebook-Nutzer geantwortet und sich als "Gast" angekündigt, bis Dienstag waren es fast 200.000 potenzielle Partygänger. Nach Angaben der Polizei wurde vermutlich die ursprüngliche und inzwischen gelöschte Nachricht des Teenagers von anderen Nutzern vervielfältigt und unter anderem auf dem 4chan-Forum veröffentlicht. 4chan ist eine berüchtigte Quelle groben Schabernacks, darunter viele Massenaktionen im Internet. Das Mädchen sagte der australischen Zeitung "Sydney Morning Herald": "So etwas werde ich nie wieder tun. Ich habe solche Angst."

Der Vater des Mädchens habe der Polizei mitgeteilt, dass die Party "definitiv" nicht stattfinde, sagte Polizeiinspekteur Terry Dalton ABC Radio. Das einzige, was Leute antreffen würden, wenn sie in die fragliche Straße kämen, "werden ein paar Polizeiwagen auf Patrouille sein".

Schon bei 500 Gästen brach das Chaos aus

Vor drei Jahren hatte Teenager Corey Worthington via Internet zu einer Party eingeladen, weil seine Eltern fort waren. 500 Gäste kamen und die Party in einem Vorort von Melbourne geriet außer Rand und Band. Die Polizei rückte mit mehreren Einsatzkommandos und Hunden an, um das Chaos zu beenden.

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san/AFP/DPA / DPA
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