VG-Wort Pixel

Von wegen heiß Warum wir wegen "Game of Thrones" alle weniger Sex haben


Wo man auch hinschaut, findet man heute Sex, nur in den Schlafzimmern wird er immer weniger. Ein Statistikprofessor gibt daran nun ausgerechnet der heißen Serie "Game of Thrones" die Schuld.

Noch nie war Fernsehen so heiß wie heute. Sex-Szenen aus "Game of Thrones" sind für viele so sexy, dass sie sogar auf einschlägigen Porno-Portalen laufen. Für mehr Action im Bett sorgen sie allerdings nicht, behauptet nun ein britischer Professor - im Gegenteil. Er macht die Fantasy-Saga und andere Serien sogar für die immer weiter grassierende Sex-Flaute verantwortlich. Zumindest ein bisschen.

Dass die Menschen in der westlichen Welt immer weniger Sex haben, wird schon seit mehreren Jahren berichtet. Aktuellen Zahlen zufolge gingen Briten 1990 im Schnitt noch fünf mal im Monat miteinander ins Bett, 2000 waren es noch viermal. Und heute? Gerade einmal drei Mal im Monat hat der Durchschnittsbrite im Alter zwischen 16 und 64 heute noch Sex. Grund genug, Alarm zu schlagen.

Keine Zeit für Sex

Geht die Entwicklung so weiter, haben die Briten im Jahr 2030 gar keinen mehr, warnte der Cambridge-Professor David Spiegelhalter auf dem Wissenschaftstreffen "Hay Festival", wohl nicht ohne Augenzwinkern. Das berichtet die Zeitung "The Telegraph". Schuld seien Serien wie "Game of Thrones" - allerdings nicht wegen der Sex-Szenen. Die Menschen würden sich einfach allgemein zu viel mit Serien beschäftigen. Und darüber den Sex vernachlässigen. "Ich sehe die Set-top-Box verantwortlich, Netflix. 'Oh mein Gott, ich muss die ganze zweite Staffel "Game of Thrones zu Ende schauen', denken die Leute." Das "Game of Thrones" gar nicht bei Netflix läuft, ignorieren wir mal. Dem Professor geht es  schließlich um etwas anderes.

Er bemängelt nämlich auch, dass die Menschen ständig auf ihr Smartphone schauen. "Der Punkt ist diese massive Vernetztheit und der ständige Blick aufs Smartphone. Früher war das Fernsehprogramm um 22:30 vorbei, danach hatte man nichts mehr zu tun. Sogar Stromausfälle helfen. Wir haben heute einfach weniger Sex, es stimmt einfach." Die Menschen langweilen sich heute einfach nicht mehr genug, um miteinander ins Bett zu gehen, lautet demnach seine These. An "Game of Thrones" liegt es also gar nicht, sondern an zu viel Freizeitangebot. Vor dem Buchdruck muss damals wirklich die Post abgegangen sein.

Neue Folgen von "Game of Thrones" will der Sender HBO möglichst lange geheim halten

Sex-Szenen zum Wegschalten

Dass die Sex-Szenen in Serien die Menschen häufig sogar ab- als antörnen zeigte die BBC-Serie "Versaille": Bereits nach zwei Minuten ging's in der Serie um den französischen Sonnenkönig kräftig zur Sache - und die Quote in den Keller. 300.000 Menschen wechselten während der schlüpfrigen Szene lieber den Sender. Bei den anderen Sex-Szenen waren es ähnlich viele. Vielleicht hätten sie lieber die Glotze ganz abschalten und die Zeit für den statistisch noch fast wöchentlichen Sex nutzen sollen.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker