HOME

iOS 14 und mehr: Acht Neuheiten, die Apple in der Keynote nicht erwähnt hat

Apple hat am Montag iOS 14 vorgestellt, damit bekommt das iPhone unter anderem einen neuen Home-Screen. Einige Details hat der Konzern aber nicht erwähnt. Wir stellen acht Neuerungen vor, die unter den Tisch fielen.

iOS 14: Das sind die spannendsten neuen Features für das iPhone

Apple hat am Montagabend die Entwicklerkonferenz WWDC eröffnet, die aufgrund der Corona-Pandemie erstmals ausschließlich digital stattfand. Das hat den Konzern nicht davon abgehalten, einen Reigen neuer Features vorzustellen. Neben den angekündigten Wechsel der Mac-Prozessoren von Intel zu den hauseigenen Chips (mehr dazu lesen Sie hier) gab es auch Einblicke in die kommenden Betriebssysteme iOS 14, watchOS 7, macOS Big Sur und tvOS 14. Wir stellen acht Neuerungen vor, die Apple nicht auf der großen Bühne erwähnt hat.

iOS 14 macht alte iPhone-Kameras besser

Die Kamera-App war auf der Bühne kein Thema, dabei bringt iOS 14 auch hier Verbesserungen - vor allem für betagtere iPhone-Modelle. iOS 14 werde eine "verbesserte Leistung von Schuss zu Schuss" bringen, heißt es seitens des Unternehmens. Apple behauptet, dass Benutzer Fotos bis zu 90 Prozent schneller mit bis zu vier Bildern pro Sekunde aufnehmen können. Darüber hinaus sollen Porträts bis zu 15 Prozent schneller geknipst werden.

Im Nachtmodus auf dem iPhone 11 und iPhone 11 Pro verwendet die Kamera nun das Gyroskop, um es dem Fotografen zu erleichtern, Wackler zu vermeiden. Zudem besteht die Möglichkeit, eine Aufnahme in der Mitte des Vorgangs abzubrechen, anstatt warten zu müssen, bis sie beendet ist. Außerdem wurde die Erkennung von QR-Codes verbessert.

Das iPhone versteht bald Klopfzeichen

Zweimal auf die Rückseite des iPhone klopfen - und schon ist das Telefon gesperrt. Das wird mit iOS 14 möglich sein, denn das Update bringt Unterstützung für Klopfzeichen. In den Bedienhilfen in den Einstellungen kann man die Aktionen festlegen, die ausgeführt werden, wenn man mit den Fingern zwei- oder dreimal gegen die Rückseite klopft. Zur Auswahl stehen etwa 

  • Aufrufen des Kontroll-Centers
  • Aufrufen des Home Screens
  • iPhone stumm schalten
  • Siri-Shortcuts
  • Screenshot erstellen
  • Lautstärke verändern
  • iPhone sperren

Apple TV und 4K-Videos auf Youtube

Der Apple TV und das dazugehörige Betriebssystem tvOS spielten auf der knapp zweistündigen Keynote nur eine Nebenrolle. Dabei merzte Apple einen der größten Kritikpunkte aus: Mit dem Update auf tvOS 14 werden endlich 4K-Videos auf Youtube unterstützt.

Zubehör mit "Wo ist?"-Unterstützung

Die "Wo ist?"-App kann genutzt werden, um den Aufenthaltsort von Freunden oder den eigenen Apple-Geräten zu ermitteln. Mit iOS 14 wird dieses Feature für Drittanbieter geöffnet. Auf der Webseite von Apple heißt es: "Wir stellen ein neues Programm vor, das es Kunden ermöglicht, ihre Produkte über das riesige 'Wo ist?'-Netzwerk zu finden." Das bedeutet, dass jeder Hersteller von Trackingzubehör sich für die Nutzung der Apple-Technologie anmelden und sein Zubehör in die "Wo ist?"-App integrieren lassen kann.

HomePod bekommt Spotify-Unterstützung

Es war nur eine klitzekleine Randnotiz auf einer Folie, die jedoch einige Zuschauer aufhorchen ließ: Der HomePod bekommt im Herbst ebenfalls neue Funktionen. Derzeit funktioniert Apples Sprachlautsprecher nur mit dem Musikdienst Apple Music. Das soll sich ändern: Erstmals seit 2018 wird auch Software von Drittanbietern nativ auf dem HomePod laufen können, etwa der Streamingdienst Spotify. Es wird erwartet, dass Apple im Laufe dieses Jahres die HomePod-Familie um ein Mini-Modell erweitern wird. Die Unterstützung anderer Dienste als Apple Music soll die Attraktivität des Lautsprechers erhöhen.

Apple - iPhone x - Probleme bei Anruf

Apple überarbeitet Podcast-App

Apple hat eine neue Version seiner Podcast-Anwendung vorgestellt, die mit iOS 14 und MacOS 11 ausgeliefert wird. Die App soll dem Nutzer helfen, durch kuratierte Vorschläge leichter neue Podcasts zu entdecken. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt der Konzern bei Apple Music mit der "Für dich"-Sektion.

Facetime-Augenkorrektur im Anmarsch

Apple hat bestätigt, dass die Augenkorrekturfunktion von Facetime, die erstmals in frühen Betaversionen von iOS 13 zu sehen war, in iOS 14 dann endlich auch eingeführt wird. Der Konzern verwendet Augmented Reality und Echtzeit-Bildveränderungen, um den Eindruck zu erwecken, als ob ein Facetime-Teilnehmer direkt in die nach vorne gerichtete Kamera schaut, wenn er in Wirklichkeit auf den Bildschirm eines iPhones schaut. "Facetime kann Videogespräche natürlicher machen, indem es Ihnen hilft, Blickkontakt herzustellen, selbst wenn Sie auf den Bildschirm statt auf die Kamera schauen", heißt es in der Beschreibung der Funktion.

Abonnements für Family Sharing

Apple bietet den Nutzern seiner Family-Sharing-Funktion in iOS 14 und iPadOS 14 einen zusätzlichen Vorteil, indem Abonnements für Apps im App Store zwischen den Mitgliedern der Gruppe geteilt werden können. Bislang konnte Abonnements lediglich für Apple-Dienste wie Music oder iCloud-Speicher geteilt werden. Unter iOS 14 wird es möglich sein, ein im App Store erworbenes Abonnement mit anderen innerhalb einer Family-Sharing-Gruppe als Teil eines einzigen Kaufs zu teilen. Allerdings hängt es von den Entwicklern ab, ob diese Funktion unterstützt wird.

Lesen Sie auch: 

Angst vor Blitzern und Klötzchen-Liebe: Das sind die beliebtesten Apps der Deutsche

Apples Software-Chef Craig Federighi im Interview: "Wir haben keinerlei Interesse daran, alles über Sie herauszufinden"

Apps: Das große Geschäft mit den kleinen Kacheln

Themen in diesem Artikel