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Satire auf Twitter Wenn IS-Kämpfer Britney Spears-Songs trällern


In Racca, der Hauptstadt des sogenannten Kalifats, hat der IS neuerlich Musik verboten. Auf Twitter kontert nun ein Satiriker und kombiniert Bilder von Islamisten mit passenden Zeilen aus Popsongs. 

Der Twitter-Account "Isis Karaoke" ist keine zwei Wochen online, hat aber bereits mehr als 23.000 Follower. Anhänger des Islamischen Staates zeigen sich hier mal von ihrer musikalischen Seite - allerdings alles andere als freiwillig. Mit gekonnter Satire werden die Islamisten vorgeführt. Dafür nehme man Bilder von brüllenden, grölenden oder plärrenden IS-Kämpfern und Predigern und beschrifte sie mit einer lustigen Zeile aus einem eingängigen Popsong. Und schon trällern die Dschihadisten scheinbar Hits von Beyonce oder Britney Spears.

Satiriker will Barbaren verspotten

"Wir feuern mit Songs statt Bomben" - so lautet das Motto, das sich der Satiriker für die islamistischen Spaßvögel ersinnt hat. Hinter dem Account steckt ein 32-jähriger Mann, der sich Jimmy nennt. In einem Interview mit "Buzzfeed" erzählte er, dass er aus einer Laune heraus "Isis Karaoke" startete. "Mel Brooks hat einmal etwas übers Verspotten von Barbarei gesagt (in seinem Fall waren das die Nazis). Ich denke, es ist genau das, was ich hier mache." Außerdem hasse er nicht nur den IS, sondern auch Karaoke. Was liege da näher, als die beiden Hassobjekte zusammenzubringen? 

Et voilà: Islamisten und ihre Lieblingshits

Bei diesen Kurven würde wohl sogar Beyoncé neidisch werden. Die Zeilen aus Destiny's Child "Bootylicious" passen hier wie die Faust aufs Auge. 

Madonnas "Vogue" gehört zu den Klassikern der Karaoke. Eine Tanzeinlage gehört da einfach dazu.

Auch der Hit "Milkshake" von Kellys erfreut sich einer gewissen Beliebtheit.

Hier performen Dschihadisten scheinbar "Losing my Religion" von R.E.M. Ob sie dem folgen können?

Musikverbot in Racca inspirierte die Twitter-Satire

Ein Musikverbot in Racca, das der IS über die Hauptstadt des sogenannten islamischen Kalifats verhängte, inspirierte die Twitter-Satire. Allerdings fürchtet der Macher, dass ihm bald Bilder von Islamisten mit Mikrofonen ausgehen.

Hier können Sie noch mehr singende Dschihadisten bewundern.

ivi

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