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Fitness-Tracker als Zeuge: Niemand traute sich, gegen einen Profikiller auszusagen - dann verriet ihn seine Sportuhr

Mark Fellows galt als eiskalt, erschoss zwei Gangster-Bosse aus nächster Nähe. Doch die Polizei hörte nur Schweigen. Dann fand man seine Fitness-Uhr. Jetzt sitzt er lebenslänglich hinter Gittern.

Die Polizei wertete den Tatort des Mordes an John Kinsella aus 

Die Polizei wertete den Tatort des Mordes an John Kinsella aus 

Picture Alliance

"Iceman" - so nannte man Mark Fellows auf den Straßen von Manchester. Der für seine eiskalte Art berüchtigte Kriminelle wurde gerade für zwei Morde zu lebenslanger Haft verurteilt. Sie waren die Höhepunkte einer blutigen Fehde zwischen rivalisierenden Banden in der englischen Stadt. Und einer wäre ohne Fellows Obsession für Sport wohl nicht aufgeklärt worden.

Denn die Polizei stand vor einer Wand des Schweigens. Schon 2015 wurde Gangster-Boss Paul Massey regelrecht hingerichtet, 18 aus einer Uzi-Maschinenpistole abgefeuerte Kugeln trafen den Mann in der Einfahrt seines Hauses, während er sich verzweifelt hinter einer Mülltonne zu verstecken versuchte. Die Polizei wusste zwar, dass der Mord mit einem Bandenkonflikt zusammenhing, Zeugen fand sie aber keine. Die Leute hatten Angst.

Blutiger Bandenkrieg

Angesichts des blutigen Konfliktes war das kein Wunder. Das sogenannte A-Team und eine zweite Bande, die das aus einer Abspaltung entstandene Anti-A-Team bedrohte, prügelten und beschossen sich über Jahre. Es gab Verletzte durch Macheten-Attacken, auf das Haus eines A-Team-Mitglieds wurde sogar eine Handgranate geworfen.

Doch die Bevölkerung schwieg. Selbst als einer Mutter und ihrer siebenjährigen Tochter in die Beine geschossen wurde, packte niemand aus. Der Mord an Massey sei "der aufreibendste und frustrierendste" Fall gewesen, den er je erlebt habe, sagte einer der Polizisten dem "Guardian".

Fehler beim zweiten Mord

Dass der Killer überhaupt auf dem Radar der Polizei auftauchte, hatte er einem Fehler bei einem zweiten Mord zu verdanken. John Kinsella, ein weiterer Gangster-Boss, wurde 2018 vor den Augen seiner schwangerer Frau zuerst in den Rücken und dann, am Boden liegend, zweimal in den Kopf geschossen. Als der Täter dann mit dem Fahrrad verduftete, wurde er von Sicherheitskameras erfasst. Die Polizei hatte mit Fellows, der mittlerweile ein unscheinbares Leben als Familienvater und Koch führte, endlich einen Verdächtigen.

Der Polizei war schnell klar, dass auch der zweite Mord mit Masseys Tod zusammenhängen könnte. Trotz der anhaltenden Gewalt stachen die beiden Morde und ihre brutale Ausführung im Stile einer Exekution heraus. Auch bei Masseys Mord wurde ein Fahrrad als Fluchtfahrzeug genutzt.

Verräterische Sport-Route

Dann fanden die Polizisten Fellows Fitness-Uhr. Als passionierter Läufer und Radler hatte er seine Sport-Fortschritte penibel mit einer Garmin-Uhr protokolliert. Auch auf einem Foto, das Fellows kurz vor Masseys Tod bei einem 10-Kilometerlauf zeigte, trug er die Uhr. Die Ermittler baten Experten, die gespeicherten Daten auszuwerten - und wurden fündig.

Nur wenige Wochen vor Masseys Tod hatte Fellows eine Sportaktivität getrackt, deren Route von Fellows Haus zum Tatort führte. Aus den Geschwindigkeiten der einzelnen Abschnitte schlossen die Ermittler, dass er teilweise zu Fuß, teils mit dem Rad zurückgelegt hatte. So, wie sie es auch beim flüchtenden Täter vermutet hatten. 

Erdrückende Beweise

Mit diesem Wissen werteten die Ermittler dann gezielt das Material der Sicherheitskameras und der Handy-Masten in der Gegend aus - und konnten beweisen, dass Fellows in den Wochen vor dem Mord gleich mehrfach vor Ort war. Das reichte, um Fellows nicht nur wegen Kinsellas, sondern auch wegen Masseys Tötung vor Gericht zu bringen. Mit ihm wurde ein weiterer Mann, Steven Boyle, angeklagt. Er hatte für Fellows bei Kinsellas Mord Wache gehalten, in Masseys Fall ging die Polizei ebenfalls davon aus. 

Doch Boyle wollte mit dem ersten Mord nichts zu tun haben. Um eine Verurteilung zu verhindern, brach er sogar das unter Gangstern übliche Schweigen. Fellows habe "mehr als wahrscheinlich" den Mord an Massey begangen, sagte Boyle laut dem "Guardian" vor einem schockierten Publikum vor Gericht. Fellows soll danach gegenüber Boyle die Hand über die Kehle gezogen haben.

Lebenslange Rache-Angst

Ob Fellows sich tatsächlich rächen kann, steht auf einem anderen Blatt. Wegen der Brutalität der Morde wurde er zu lebenslängliche Haft verurteilt. Diese hohe Strafe ist in England die Ausnahme: Nur 70 weitere Menschen sitzen dort nach der "Sun" aktuell lebenslänglich ein. Boyle wurde wegen der Beihilfe zum Mord an Kinsella zu mindestens 33 Jahren Strafe verurteilt.

Auch Fellows selbst wird im Gefängnis um sein Leben fürchten müssen. Nach Angaben des "Dailystar" soll wegen der Morde ein Kopfgeld von 150.000 Pfund auf ihn ausgesetzt worden sein. "Er wird sich den Rest seines Lebens umschauen müssen", zitiert die Zeitung einen Insider. "Er tötete einen berüchtigten Gangster-Boss, der viele Freunde hatte. Diese Leute sind nachtragend und bereit zu warten. Früher oder später wird er verwundbar sein - dann schlagen sie zu."

Quellen: The Guardian, The Sun, The Dailystar, Liverpool Echo 

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.