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Online-Angebote: Online-Angebote von ARD und ZDF im Visier der EU

Laut einem Pressebericht hat EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti die Websites von ARD und ZDF beanstandet: Wer Rundfunkgebühren kassiere, solle keine kommerziellen Angebote anbieten.

Nach Informationen des Münchner Nachrichtenmagazins "Focus" hat EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti die Online-Angebote der öffentlich-rechtlichen Anstalten in Deutschland beanstandet.

EU-Kommissar Monti soll dem Bericht zufolge in einem fünfseitigen Brief an die Bundesregierung gegen eher kommerzielle Teile der aus Gebührengeldern finanzierten Online-Angebote von ARD und ZDF Stellung bezogen haben. Er störe sich besonders an Online-Spielen, Produktwerbung und Stellenangeboten, hieß es. "Es erscheint fraglich, ob derartige Dienstleistungen solche von allgemeinem wirtschaftlichen Interesse darstellen", zitiert das Magazin aus dem Schreiben des Brüsseler Wettbewerbshüters.

Verzicht auf kommerzielle Angebote gefordert

Erst kürzlich hatten auch die unionsregierten Länder Baden-Württemberg und Sachsen eine Beschränkung der Internetseiten von ARD und ZDF auf ausschließlich nicht-kommerzielle Angebote gefordert. Dem stimmte der niedersächsische Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) im Gespräch mit "Focus" zu: Der öffentlich-rechtliche Bereich sollte im Wesentlichen auf Videotext beschränkt werden, zitiert ihn das Blatt. So müssten beispielsweise Stellenmärkte unzulässig sein.

DPA