Online-Banking Nach Absturz nicht doppelt überweisen


Wer kennt das nicht: Gerade, wenn es drauf ankommt, stürzen das Programm oder ganze PC ab. Passiert dies während einer Überweisung beim Online-Banking, sollte man zunächst abwarten.

Wenn während einer Online-Überweisung der Computer abstürzt, sollten Bankkunden den Vorgang nach dem Neustart nicht gleich wiederholen. Das rät Frank Felzmann vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn.

"Man weiß ja nicht, in welchem Moment der Rechner genau ausgestiegen ist", erklärt der Experte. Es sei möglich, dass die Überweisung trotz des technischen Fehlers vorgenommen wurde. Um eine Doppelüberweisung zu vermeiden, sollte daher zunächst ein Blick in die Kontobewegungen erfolgen.

Aktualisierung erst um Mitternacht

"Um sicher zu gehen, sollte ich mein Konto aber erst am nächsten Tag checken", empfiehlt Elsbeth Noatzsch von der Verbraucherzentrale Niedersachsen in Hannover. Viele Banken ziehen das Geld zwar in dem Moment ab, in dem der Button "Ausführen" oder "Überweisen" angeklickt wird. Unter Umständen erscheint die Überweisung in den Kontobewegungen aber erst am Tag darauf: "Der beginnt laut Überweisungsgesetz um Mitternacht." Eine zweite Überweisung rückgängig zu machen, sei Sache des Verbrauchers. Er müsse dann selbst den Empfänger benachrichtigen und sein Geld zurückfordern.

Misstrauisch sollten Bankkunden in jedem Fall dann werden, wenn nach dem Absenden eine Maske mit dem Vermerk "TAN-Nummer bereits verbraucht" erscheint. "Wenn ich überzeugt bin, dass das nicht der Fall sein kann, hat sich womöglich ein Hacker eingeklinkt", erläutert BSI-Experte Frank Felzmann. In diesem Fall werde der Vorgang am besten sofort beendet und der Computer mit einer aktuellen Anti-Viren-Software geprüft. Über einen Hacker-Angriff sollte unverzüglich auch die Bank informiert werden.

DPA DPA

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