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Twitter-Trend #jedzjabłka: Polen kämpft mit Äpfeln gegen Putin

Russland hat den Import von Obst und Gemüse aus Polen verboten. Doch auf Twitter widersetzen sich Hunderte Präsident Putin und fordern: "Esst Äpfel!" - um die polnische Wirtschaft zu unterstützen.

Am vergangenen Mittwoch verhängte Russland ein sofortiges Einfuhrverbot für Obst und Gemüse aus Polen. Offiziell begründet wurde dies mit nicht eingehaltenen Hygienevorschriften. Die russische Regierung betonte, sie wolle damit nicht die Sanktionen der EU und der USA beantworten. Doch der Verdacht liegt nahe.

Doch die Polen lassen sich nicht entmutigen. Unter dem Hashtag #jedzjabłka rufen Hunderte dazu auf, sich dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu widersetzen und heimische Äpfel zu konsumieren, egal ob als Rohkost oder Wein. Auch ein englischsprachiges Pendant gibt es bereits. Unter dem Hashtag #EatApples twittern Unterstützer auf der ganzen Welt.

Viele folgen dem Aufruf. Twitter-Nutzer veröffentlichen Schnappschüsse von sich mit einem Apfel oder einer Flasche Apfelwein in der Hand. Auch Karikaturen lassen nicht lange auf sich warten. "Ein Apfel am Tag hält Herrn Putin fern", schreibt beispielsweise dieser Twitter-Nutzer:

Stanislaw Koziej, ein Berater von Polens Präsident Bronislaw Komorowski, rief zur Unterstützung der Kampagne auf. Damit solle gezeigt werden, dass sich Polen nicht durch das russische Embargo einschüchtern lasse. Polen ist der weltgrößte Exporteur von Äpfeln. Rund sieben Prozent der polnischen Landwirtschaftsprodukte gingen bisher nach Russland.

Ellen Ivits