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US-Raubkopierer: Sieben Jahre Knast und Millionenstrafe

Erneute hohe Strafe für einen Raubkopierer in den USA: Er muss für sieben Jahre hinter Gitter und eine Millionenstrafe bezahlen. Und seine Autos, Häuser und Yachten sind auch futsch.

Wegen der Verbreitung von Raubkopien in großem Umfang ist im US-Staat Virginia ein Mann zu mehr als sieben Jahren Haft verurteilt worden. Der 27-Jährige hatte über seine Web-Site von 2003 bis zur Schließung durch das FBI im Februar 2005 Raubkopien bekannter Software-Produkte verkauft. Er hatte sich in zwei Fällen der Verletzung von Urheberrechten schuldig bekannt. Die Gewinne aus seinem Geschäft, die er in Häuser, Autos und ein Boot investierte, muss er abgeben und zudem mehr als 5,4 Millionen Dollar (4,25 Millionen Euro) Schadenersatz zahlen. In einem ähnlichen Fall war im vergangenen Monat ein Mann wegen der Verbreitung von Raubkopien zu sechs Jahren Haft verurteilt worden.

Recht in Deutschland

In Deutschland wäre ein so hartes Urteil nicht möglich. Laut der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen sieht die Gesetzeslage in Deutschland so aus: Je nach Schwere des Vergehens werden Raubkopierer mit bis zu drei Jahren Freiheitsentzug bestraft, gewerbsmäßiges Raubkopieren kann sogar mit bis zu fünf Jahren Haft geahndet werden. Als Mindeststrafen sind Geldstrafen vorgesehen. Neben dem strafrechtlichen Verfahren kann außerdem eine zivilrechtliche Klage erfolgen. Die Rechteinhabern können gegen die Verursacher von Rechtsverletzungen vorgehen und Schadenersatz erwirken. Erfahrungsgemäß werden dabei geringere Summen fällig als in den USA.

san mit Material von AP