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Werbeeinnahmen: Wie Google mit Street View Geld verdient

Google hat viel Geld investiert und mit viel Widerstand gekämpft, um Street View in Deutschland an den Start zu bringen. Der Aufwand kann sich irgendwann auch finanziell lohnen - wenn auch auf Umwegen.

Alle Proteste und Drohungen haben Google nicht gestoppt: Seit vergangener Woche ist der umstrittene Panorama-Dienst Street View online. Die Hartnäckigkeit des Internetkonzerns kommt nicht von ungefähr. Deutschland ist ein wichtiger Markt. Und die Straßenansichten sind wichtig, um die Milliarden-Einnahmen aus der Online-Werbung weiter zu steigern.

Google äußert sich nicht zu den Kosten, man darf aber davon ausgehen, dass Street View ein teures Unterfangen war. Außerdem verdient Google laut Unternehmenssprecher Kay Oberbeck zurzeit kein Geld mit dem Straßenpanoramadienst. Die hohen Investitionen will das Unternehmen über einen Umweg hereinholen: Die Straßenansichten sollen den Kartendienst Maps attraktiver machen.

"Es ist unser Ziel, eine neue Form von Karten zu liefern, die viel anschaulicher und realitätsgetreuer ist", sagt Google-Sprecher Kay Oberbeck. In den 26 anderen Ländern, in denen Street View bislang verfügbar ist, sei die Nutzung von Google Maps auch "auf lange Sicht" um durchschnittlich 20 Prozent gestiegen. Mehr Nutzer bedeutet mehr Möglichkeiten, Werbung zu verkaufen.

Werbung auf die Nutzer zuschneiden

Gerade ortsbezogene Anzeigen sind ein wichtiger Trend im Online-Marketing. Die Kartendienste im Internet sind für die Werbebranche eine wichtige Plattform. Smartphones verstärken diesen Trend: Die Alleskönner-Handys sind zum Massenprodukt geworden. Immer mehr Nutzer setzen auf Google Maps und Co, um dem Weg zu finden oder ein nettes Café zu finden - und klicken bei der Suche auf eingeblendete Anzeigen. Nicht zuletzt soll Street View das Navigationssystem verbessern, das auf Handys mit dem Google-Betriebssystem Android kostenlos installiert ist.

Street View ist zudem eine Reaktion auf den Wettbewerb. Auch andere Unternehmen arbeiten an der Landkarte 2.0. Microsoft etwa reichert seinen Dienst Bing Maps mit Bildern aus der Vogelperspektive an. Die Nokia-Tochter Navteq ahmt Google nach und hat im Frühjahr begonnen, Straßen abzufotografieren - zunächst in den USA, testweise auch in Frankreich und Großbritannien.

san/DPA / DPA
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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.