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Gerichtsurteil in Spanien: Studentin muss für ein Jahr ins Gefängnis - wegen ihrer Tweets

Die 21-jährige Spanierin Cassandra Vera hatte auf Twitter Witze über ein Attentat aus den 70er Jahren gemacht. Jetzt wurde sie zu einem Jahr Haft verurteilt.

Twitter

Über den Kurznachrichtendienst Twitter hatte sie Witze über ein politisches Attentat verbreitet.

Donald Trump hetzt gegen die Medien, Oliver Pocher gegen Boris Becker und Kanye West gegen den Rest der Welt. Verpackt in 140 Zeichen. ist schon längst wesentlich mehr als nur ein Kurznachrichtendienst. Es ist auch der Ort für Hasstiraden, Lästereien, Witze unter der Gürtellinie und Selbstdarsteller. Seinem Unmut einfach mal Luft machen, unbehelligt irgendwas ins Netz schießen. Dass das sehr ernsthafte Konsequenzen haben kann, musst jetzt eine spanische Studentin schmerzlich erfahren.

Cassandra Vera ist 21 Jahre alt und seit 2010 unter dem Namen @kira_95 bei Twitter aktiv. In ihrer Bio, der Kurzbeschreibung über sich selbst, bezeichnet sie sich als Transgender-Mädchen und Feministin. Sie studiert Geschichte und setzt sich für soziale Projekte ein, schreibt sie. Ihr Twitter-Account wirkt unauffällig, eben wie der einer 21-jährigen Studentin. Sie postet Selfies, erkundigt sich nach Übernachtungsmöglichkeiten für Wochenend-Trips, verflucht ihre Nikotinsucht.

Cassandra Veras Twitter-Profil

Auf den ersten Blick ein ganz normaler Twitter-Account einer ganz normalen 21-jährigen Studentin.

Doch seit ein paar Wochen ist alles anders - seitdem sie wegen der Verherrlichung von Terrorismus angeklagt wurde.

Cassandra Vera machte sich über das Attentat lustig

Rückblende: Am 20. Dezember 1973 wurde der damalige spanische Vize-Regierungschef Luis Carrero Blanco Opfer eines . Eine unter seinem Auto platzierte Bombe explodierte und katapultierte ihn, seinen Fahrer und seinen Leibwächter in den Himmel. Das Fahrzeug flog über das Dach eines fünfstöckigen Hauses, alle Insassen starben. Zu dem Attentat bekannte sich die separatistische Untergrundorganisation ETA, die der Regierung die Unterdrückung des baskischen Volkes vorwarf und mit den Morden ein Zeichen setzen wollte.

Am 29. November 2013, also kurz bevor sich der Anschlag zum 40. Mal jährte, twittert Cassandra Vera das erste Mal zu dem Attentat. Sie schreibt sinngemäß: "Die ETA förderte das politische Projekt Staatslimousinen im Weltall."

Während viele den Tweet als makaberen Witz einer damals 17-Jährigen abtun, empören sich die Anderen über ihre Geschmacklosigkeit und finden den Tweet absolut inakzeptabel. Bei einem Witz bleibt es jedoch nicht. In den folgenden Monaten und Jahren schreibt Cassandra immer wieder über das Attentat und über Carrero. Am 21. Oktober 2015, dem Tag, an dem Marty McFly im Film "Zurück in die Zukunft" mit seinem DeLorean in der Zukunft ankommt, postet sie: "Ist Carrero Blanco mit seinem Auto auch zurück in die Zukunft gekehrt?" 

Viele Unterstützer, trotz Verurteilung

Insgesamt 13 Mal macht sich die Spanierin in Tweets über den toten Politiker und das Attentat lustig. Dass sie deswegen vor Gericht landen würde, hat sie wohl kaum erwartet. Jetzt wurde sie wegen der Verherrlichung von zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Dass sie die Strafe wirklich absitzen muss, ist eher unwahrscheinlich, da Personen, die wegen eines nicht-gewalttätigen Verbrechens angeklagt und zu weniger als zwei Jahren Haft verurteilt werden, die Haftstrafe normalerweise nicht antreten müssen. 

Trotzdem sorgt der Fall Cassandra Vera für großes Aufsehen in den spanischen Medien und löste eine Debatte zur freien Meinungsäußerung aus. Zahlreiche Unterstützer stellen sich hinter die Studentin, darunter sogar die Enkelin des getöteten Luis Carrero Blanco. In einem Brief an die spanische Tageszeitung "El Pais" schrieb sie: "Ich habe Angst vor einer Gesellschaft, in der eine freie Meinungsäußerung, wie bedenklich diese auch sein mag, zu einer Gefängnisstrafe führen kann."

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.