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Neato Botvac Connected im Test: Botvac Connected schafft als Einziger sogar richtig dicke Teppiche

Der Saugroboter Connected ist das neue Flaggschiff der eher unbekannten Firma Neato. Günstiger muss nicht schlechter sein, der Connected saugt ganz vorn mit.

Der Bovac Conected steht dem teureren Roomba 980 nicht nach - oder zumindest kaum.

Der Bovac Conected steht dem teureren Roomba 980 nicht nach - oder zumindest kaum.

Connected bedeutet, auch der Botvac kann mittels App und Wifi gesteuert und verwaltet werden. Im Vergleich zum Vorgänger, dem D85, wurde dem Connected ein Lithium-Ionen-Akku spendiert. Die Kapazität reicht für zwei Stunden im vergleichsweise leisen Eco-Modus und 90 Minuten im Turbo-Modus mit entsprechender Begleitmusik. Wie beim Roomba 980 ist das Turbogeräusch sehr störend. Die Turbo-Funktionen benötigt man nur, wenn der Roboter mit Haaren und Teppichen zu kämpfen hat. Dann bringt der Turbo wirklich etwas. In einer gepflegten Büro-Arbeiter Wohnung ohne Tiere und mit Hartfußboden benötigt man so etwas nicht wirklich.

Ließ sich nicht aus dem Takt bringen

Gut gefiel mir, dass der Connected in meiner Umgebung keinerlei Macken zeigte. Weder setzte er sich rettungslos fest, noch machten ihn schwarze Flächen verrückt und auch Hundehaar-verseuchten Fusselteppiche saugte er stoisch ab. Er saugte überhaupt durch das ganze Haus, ohne Schiffbruch zu erleiden - solange ich keine Ladekabel liegen ließ.

Die Wohnung wird wie beim Vorwerk mit einem rotierenden Laserentfernungsmesser kartiert, das Gerät filmt nicht. Das heißt, Datenschützer müssen sich nicht über Hacker sorgen, außerdem arbeitet der Botvac so auch im Dunkeln. Wegen des Turbo-Geräusches ist ein Nachteinsatz des Rabauken aber wohl nur in sehr ausgesuchten Wohnsituationen möglich. 

Nichts für den Spieltrieb

Nach dem Reinigungsvorgang soll der Connected die Karte wieder löschen. Das ist gut für den Datenschutz, macht eine Lernkurve des Geräts aber auch unmöglich. So ist es auch eher unwahrscheinlich, dass man irgendwann auf der App einen Saug-Grundriss sehen kann, den der User editieren könnte. 

Besonderheit beim Botvac ist die breite Bürste, die an einer Seite fast zur Kante reicht. 

Besonderheit beim Botvac ist die breite Bürste, die an einer Seite fast zur Kante reicht. 


Allerdings rumpelt der Botvac mit seinem Laser gern mal irgendwo gegen, da ist der Vorwerk sensibler. Die Rangiermacke des VR200 im Rückwärtsgang plagt den Connected dafür nicht. Aber nach zwei Wochen Einsatz zeigte auch die Rückseite des Botvac schon deutliche Kratzer - irgendwo in der Wohnung wird er dann wohl seine Spuren hinterlassen haben. Der Staubbehälter ist für einen Roboter relativ groß. Ohne Tierhaare muss man ihn wohl nur einmal in der Woche leeren. Wie der 980 und der VR200 ist das Gerät mit einem Filter ausgestattet, der Botvac wartet allerdings serienmäßig mit einem Ultraperformance-Filter auf, der Partikel bis zu einer Größe von 0,3 Micron aus der Luft holt. Auch in schwierigen Grundrissen findet sich der Connected zurecht, mit einem Magnetband lassen sich einzelne Bereiche sperren. Kleinere Höhen, wie Teppiche und Türschwellen erklimmt der Botvac klaglos - so wie seine Konkurrenten auch.

Sauger des Herzens 

Fazit: In der Top-Klasse ist der Connected der Preis-Leistungssieger. Hinzu kommt, dass der Botvac bei mir der persönliche Sieger war, denn das Gerät hatte mit meinen Testumgebungen keine Probleme, während ein dauerhafter Einsatz von Vorwerk und umfangreiche Neugestaltungen nötig gemacht hätten. Das muss allerdings in einer anderen Wohnung nicht zwingend auch so sein. Wegen der besseren Saug- und Akkuleistung ist der Preisunterschied zum Vorgänger D85 (ab etwa 530 Euro) gerechtfertigt. 

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