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Roomba gegen Welpen Wenn der Saug-Roboter ein Häufchen-Massaker anrichtet

Diese Langzeitaufnahme zeigt die Pfade, die der Roboter in einem Raum abfährt. Normalerweise ohne Fäkalien zu verteilen.
Diese Langzeitaufnahme zeigt die Pfade, die der Roboter in einem Raum abfährt. Normalerweise ohne Fäkalien zu verteilen.
© Wikipdia
Saugroboter sind eine saubere Sache – aber wenn der Roboter auf einen Haustier-Haufen trifft, gibt es ein schmieriges Gemetzel. Roomba-Hersteller iRobot sucht ein Mittel gegen die Kacko-kalypse auf dem Teppichboden.

Saugroboter erleichtern das Leben. Wir schrieben sogar, wir könnten uns ein Leben ohne smarten Sauger nicht mehr vorstellen. Aber es gibt auch kleinere und größere Probleme. Etwa wenn der Helfer Kabel und Dessous verspeist oder über die Terrassentür in den Garten ausbüxt und dort seine teuren Bürsten versaut.  Und dann gibt es "das Grauen" – nur so kann Jesse Newton aus Little Rock, Arkansas, sein Erlebnis mit dem Roboter nennen.

Das Diagramm des Grauens
Das Diagramm des Grauens
© Jesse Newton/Facebook

Newtons Roomba-Sauger ist darauf programmiert, jeden Tag exakt um 1.30 Uhr, mitten in der Nacht, die Wohnung zu saugen. Das tat er auch, doch dabei kam der Roboter aber mit einem neuen Familienmitglied, beziehungsweise dessen Hinterlassenschaften in Kontakt. Hundewelpe Evie hielt es abends nicht mehr aus und setzte unversehens einen Haufen im Wohnzimmer ab, als die Familie schlief. Das ist schon so nicht schön, wenn man morgens verschlafen ins duftende Zimmer kommt. Aber zur eigentlichen "Kacko-kalypse" – so Newton – kam es erst, als der Roboter sich über den Haufen hermachte.

Ein Massaker im Wohnzimmer dank Saugroboter

In einem sehr ausführlichen Post auf Facebook beschreibt Newton "das Grauen", das ihn erwartete. "Es ist auf dem Boden. Auf den Beinen der Möbel. Auf den Teppichen, auf den Läufern. In den Spielzeugkisten. Alles in Bodennähe wird mit Kacke beschmiert. Die kräftigen Räder, die den Roboter überallhin bringen, hinterlassen schmierige Spuren auf dem ganzen Boden."

Ein gängiges Problem

In einem Diagramm schildert Newton die Spur der Verwüstung. Und: Das ist nicht das einzige Opfer. Der "Guardian" sprach mit einer Frau, deren Wohnung fünf bis zehn Mal in den letzten zwei Jahren verschmiert wurde. Hier sind das Problem vier Kätzchen, die offenbar nicht immer den Weg aufs Katzenklo finden. "Das ist schrecklich. Die Fäkalien stecken in der Mechanik bei den Rädern, sie werden in das Gerät gesaugt, verschmieren alle Bürsten. Da reicht ein kleines bisschen und das ganze Haus ist kontaminiert."

Meist bleibt das Problem aber auf einen Fleck konzentriert. Der Roboter entdeckt die massive Verschmutzung und widmet sich dem Platz um den Haufen mit besonderer Hingabe. Zum Glück sind die Katzenhäufchen kleiner als beim Hund, wenn der Roboter mit der Schmutzzone fertig ist, verteilt er meist keine weitere Schmiere im Rest der Wohnung."

Roomba arbeitet an der Lösung 

"Ehrlich gesagt, kennen wir dieses Problem ganz gut", gestand ein Sprecher des Herstellers dem Guardian. "Generell raten wir ab, den Roboter starr zu programmieren, wenn Kunden Hunde im Haus haben, die solche Sachen machen. Mit Tieren kann das leider passieren." Zukunftige Robotergenerationen könnten gegen die Kacko-kalypse gefeit werden. Spezielle Sensoren könnten den Roboter vor den gefährlchen Haufen warnen. "Ich muss zugeben, wir haben noch keine Lösung für diese Problem, aber unsere Leute arbeiten dran."

Roomba gegen Welpen: Wenn der Saug-Roboter ein Häufchen-Massaker anrichtet
© Jesse Newton/Facebook

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