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Milliarden Euro Umsatz: Berlin und München sind Deutschlands Apps-Hotspots

Der App Store wird in diesem Jahr zehn Jahre alt. Apple hat nun ein paar Einblicke in das milliardenschwere Geschäft geliefert. Sechs deutsche Städte zählen zu den Top 30 der App-Hochburgen in Europa.

Apple-Chef Tim Cook auf der Entwicklerkonferenz WWDC

Apple-Chef Tim Cook auf der Entwicklerkonferenz WWDC

Getty Images

Apples App Store feiert in diesem Sommer seinen zehnten Jahrestag. Die kleinen Kacheln haben nicht nur unsere Verhaltensweisen verändert - man denke nur an Instagram, Whatsapp, Uber und Airbnb -, sondern auch die Wirtschaft. Längst ist die Entwicklung von Apps für Apple-Geräte und Android ein Milliardengeschäft.

Das zeigt nun ein neuer Bericht von Apple. Insgesamt 1,5 Millionen Jobs sollen in den vergangenen zehn Jahren in Europa in der App Economy geschaffen worden sein, schreibt Apple auf seiner Webseite. Großbritannien ist demnach in Europa das Land mit den meisten Jobs in der App-Wirtschaft (291.000 Jobs), gefolgt von Deutschland (262.000 Jobs) und Frankreich (220.000 Jobs).

Deutschland auf Platz zwei in Europa

Europas App-Hauptstädte sind London, Paris und Amsterdam, in jeder der drei Metropolen arbeiten mindestens 100.000 Menschen im App-Business. Dazu zählen natürlich nicht nur Programmierer, sondern auch Übersetzer, Grafiker, Verkaufsangestellte oder Marketingverantwortliche. In Deutschland sind laut Apple Berlin (71.000) und München (56.000) die einflussreichsten Städte in diesem Bereich. Städte wie Hamburg (20.000 Arbeitsplätze) und Frankfurt (19.000 Jobs) sind international vergleichsweise stark abgeschlagen.

Fitness, Kochen und Kameras: Diese Frauen haben einige der bekanntesten Apps entwickelt
YOU  Nelli Lähteenmäki und Nora Rosendahl aus Finnland entwickelten die enorm erfolgreiche YOU-App, die Menschen dabei helfen soll, durch kleine, realisierbare Handlungen ein gesünderes und besseres Leben zu führen. Die App wurde in Zusammenarbeit mit dem britischen Starkoch Jamie Oliver veröffentlicht.

YOU

Nelli Lähteenmäki und Nora Rosendahl aus Finnland entwickelten die enorm erfolgreiche YOU-App, die Menschen dabei helfen soll, durch kleine, realisierbare Handlungen ein gesünderes und besseres Leben zu führen. Die App wurde in Zusammenarbeit mit dem britischen Starkoch Jamie Oliver veröffentlicht.

Zwar entstehen die meisten international bekannten Anwendungen in den USA. Doch auch in Deutschland entstanden einige globale Player. Zu den namhaftesten Apps Made in Germany zählen die Sprachlern-App Babbel, die Yoga- und Fitness-App Asana Rebel, die Finanz-Anwendung N26 und die Kochtutorials von Kitchen Stories. Andere bekannte Apps aus Europa sind etwa der Weinscanner Vivino (Dänemark), Deliveroo (Großbritannien) oder Lifesum (Schweden).

Nach Apples Angaben haben europäische iOS-Entwickler seit der Eröffnung des App Store im Jahre 2008 mehr als 20 Milliarden Euro umgesetzt. 92 Prozent des Umsatzes stamme aus dem Ausland, heißt es im Bericht des iPhone-Herstellers.

Mit den genannten Zahlen fokussiert sich Apple vor allem auf das eigene App-Ökosystem. Viele Entwickler bieten ihre Anwendungen aber auch auf Konkurrenzplattformen an, etwa Googles Play Store für Android. Insgesamt wurden weltweit allein im Jahr 2017 175 Milliarden Apps heruntergeladen, schätzt App Annie.

cf