HOME

Fotografieren mit iPhone und Android: Das sind die besten Foto-Apps

Bilder mit iPhone, Android & Co. verfremden und bearbeiten: Mit Smartphones und der richtigen App kann man viel mehr als nur Schnappschüsse aufnehmen. Das "PC Magazin" stellt die besten Apps vor.

Mit den richtigen Foto-Apps können Sie Ihre Handybilder in wenigen Sekunden verschönern.

Mit den richtigen Foto-Apps können Sie Ihre Handybilder in wenigen Sekunden verschönern.

Sommerzeit ist Reisezeit - und immer mehr Menschen knipsen ihre Urlaubsschnappschüsse mit dem Smartphone. Günstige Digitalkameras verschwinden zunehmend aus den Koffern. Denn das, was ein 80-Euro-Fotoapparat kann, beherrschen die meisten Smartphone-Kameras auch. Und noch mehr: Neben dem vorinstallierten Kameraprogramm finden sich Tausende Foto-Anwendungen in Apples App-Store und bei Google Play. Die Fachzeitschrift "PC Magazin" stellt die besten Foto-Apps fürs iPhone, für Android und Co. vor.

Der Siegeszug der Kamera-Apps begann mit Retrobildern: Instagram, Hipstamatic, Vignette oder FxCamera verleihen Fotos einen Nostalgie-Look. Neben diesen Klassikern gibt es heute Apps für jeden Bedarf. Einige Programme sind mächtige Allrounder. Sie bieten schon bei der Aufnahme diverse Einstellmöglichkeiten, außerdem können Sie die Bilder bearbeiten.

Beliebte Alleskönner

Eine der beliebtesten Allrounder-Appsist die Gratis-App VSCO Cam (Android, iOS). Das Programm nutzt nicht die Standard-Kamera-App, sondern hat ein einfach zu bedienendes eigenes Interface. Sie können den Blitz ein- und ausschalten, quadratische Bilder aufnehmen und Belichtungsmessung und Fokuspunkt separat bestimmen. Das war es aber schon – HDR sucht man hier vergeblich.

Dafür bietet VSCO Cam jede Menge Möglichkeiten zum Bearbeiten und Verschönern nach der Aufnahme: Zehn Filter sind verfügbar, weitere kann man dazukaufen. Zu den mächtigsten Allroundern gehört Camera+ für Apple-Geräte. Der Umfang der App (Preis: 1,79 Euro) ist mit Features wie Verwacklungsschutz, Selbstauslöser, Serienbildern oder 6-fach-Digitalzoom kaum zu toppen.

Die App hat ein paar clevere Extras: Selbstporträts mit der Frontkamera werden etwa mit einem Trick aufgehellt – der Bildschirm blitzt weiß auf. Das Kamera-Interface von Camera+ bietet mehr Einstellmöglichkeiten bei der Aufnahme als etwa VSCO Cam. Sie können Weißabgleich und Belichtung sperren oder einen Timer nutzen. Fokus und Belichtung lassen sich durch Tippen aufs Display verändern. Auch die Bearbeitungsfunktionen sind umfangreich: Neben den üblichen Filtern und Rahmen können Sie im neu hinzugekommen Lab auch Highlights und Schatten hervorheben oder einen weichen Fokus setzen.

Umfassend ist auch das kostenlose Snapseed von Google für iOS-Geräte und Android. Snapseed nutzt die normale Kamera-App und erlaubt deshalb keine Einstellungen bei der Aufnahme. Die Möglichkeiten zur Bildbearbeitung sind aber groß: Sie passen Helligkeit, Kontrast und Schärfe an und wählen unter anderem zwischen Effekten, Schwarz-Weiß- oder Retrobildern, HDR-Filtern und Tilt-Shift-Fotos. Wie man es bei einem Google-Programm erwartet, ist Snapseed einfach zu nutzen. Den meisten Hobbyfotografen dürfte der Umfang der App genügen.

Bilder in Sekunden nachbearbeiten

Zu den empfehlenswerten Bildbearbeitungsprogrammen gehört der Photo Editor von Aviary (Apple iOS und Android, jeweils kostenlos): Sie können damit die Helligkeit anpassen, rote Augen entfernen, Bilder mit Text oder Zeichnungen versehen und Bildfehler ausbessern. Einige Filter müssen Sie bei Bedarf zusätzlich erwerben. Wer es weniger verspielt mag, greift zu Adobes Photoshop Express (Apple iOS, #link;Android;Android#, und Win8, kostenlos).

Die mächtige App vereint die wichtigsten professionellen Bildbearbeitungsfunktionen: Helligkeit, Sättigung und Kontrast anpassen, zuschneiden, drehen, spiegeln, Farbkorrekturen vornehmen. Weitere Filter können Sie dazukaufen. Weniger umfangreich, dafür extrem einfach arbeitet Pixlr Express (Android) bzw. Pixlr Express Plus (Apple iOS, jeweils kostenlos). Sie können Fotos zuschneiden, Bildgrößen verändern, rote Augen entfernen, Lichteffekte und Unschärfen einbauen oder Filter anwenden. Neben den Alleskönnern gibt es Apps, die sich auf Spezialfunktionen konzentrieren – so wie Camera Noir oder Papier Kamera (siehe Einzel-App-Vorstellungen). Andere kümmern sich um die Verbreitung der Bilder.

Stratos HiDrive ist eigentlich ein Online-Speicher ähnlich Dropbox. Android und Win8-Nutzer können mit der App (kostenlos) zudem von unterwegs Bildergalerien erstellen und mit Freunden teilen. Einige Foto-Anwendungen richten sich an ein spezielles Publikum: Die App Cat Snaps (Apple iOS und Android, kostenlos) nimmt Selfies auf – und zwar von Katzen. Ein Punkt saust auf dem Display hin und her. Erwischt die Katze den Punkt mit der Pfote, nimmt die Kamera ein Bild auf. Unsere Testkatze zeigte allerdings kein Interesse an dem Spiel.

Fazit

Ob mächtige Kamera-Apps wie Camera+, Bildbearbeitung mit Snapseed oder Photoshop Express oder einfache Handhabung mit Pixlr Express: Jede Kamera-App bringt Besonderheiten mit. Letztlich ist es eine Frage des Geschmacks und der Gewöhnung, welche App die eigenen Bedürfnisse besser erfüllt.

Quelle: "PC Magazin"