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Neues System: Schneller, sicherer, smarter - so macht das neue iOS 12 Ihr iPhone besser

Heute erscheint das neue iOS 12. Mit dem neuen System hat sich Apple vor allem den Themen Geschwindigkeit und Stabilität verschrieben - und natürlich noch einige Schmankerl drauf gepackt.

iOS 12

Die neue "Bildschirmzeit" in iOS 12 hilft, nicht ständig auf das Smartphone zu schauen.

Getty Images

Nachdem Apple im Juni das erste Mal einen Blick auf das neue iOS 12 erlaubte, ist es nun soweit: Ab heute Abend lässt sich das neue System auf zahlreichen iPhones und iPads installieren. Welche genau das sind sind, erfahren Sie hier. Anders als bei anderen iOS-Versionen feuert Apple aber kein Feature-Feuerwerk ab - sondern hat vor allem unter der Haube geschraubt. Ein paar spannende Neuerungen gibt es aber natürlich trotzdem.

Die wichtigste ist allerdings: iOS 12 macht iPhones und iPads stabiler und schneller. Apple hat sich den Unterbau seines Systems vorgenommen und zahlreiche Ressourcenfresser und Fehlerquellen bearbeitet. Tatsächlich funktionierte die seit knapp drei Monaten kursierende Testversion sehr gut. Besonders gut: Während ältere Apple-Geräte von früheren Updates durch die neuen Features ausgebremst wurden, laufen sie mit iOS 12 in der Regel schneller. Das System lohnt sich also auf allen Geräten.

Mehr Kontrolle über die digitale Gesundheit

Doch es gibt auch Neuerungen. Wie auch schon Konkurrent Google sorgt Apple sich über unsere kollektive Smartphone-Sucht. Mit der Funktion "Bildschirmzeit" in den Einstellungen hilft iOS 12, sich etwas zu zügeln. Hier kann man nicht nur sehen, mit welchen Apps wir unsere Zeit besonders gerne verschwenden, sondern auch Nutzungsgrenzen für sie einstellen oder Smartphone-Auszeiten einplanen, in denen wirklich nur Wichtiges durchkommt. Nun muss man das nur noch nutzen.

Bessere Benachrichtigungen

Als eines der ersten neuen Features dürften Nutzern die neuen Benachrichtigungen in der Mitteilungszentrale auffallen. Wie in älteren Versionen werden die Nachrichten einer App nun endlich wieder als Gruppe angezeigt. Tippt man den Stapel an, sind dann auch einzelne Nachrichten zu sehen. Wischt man dann nach links, kann man die Nachricht direkt löschen oder bearbeiten - und auch die Mitteilungs-Einstellungen für diese App direkt ändern und etwa bestimmte Nachrichten direkt wieder aus dem Feed verschwinden lassen.

Siri wird nützlicher

Nachdem Apple in den letzten Jahren immer wieder mit Siri zu kämpfen hatte, bekommt die Assistentin mit iOS 12 das lange ersehnte Update. Mittels sogenannter "Shortcuts" soll sie endlich smarter werden. Dazu analysiert das System, was der Nutzer häufiger tut und schlägt dann vor, es über Siri zu automatisieren. Etwa, bestimmte Bilder an Freunde zu schicken oder die Lichter im Wohnzimmer auszumachen. Die Nutzer können solche Shortcuts aber auch selbst erstellen. Das Beste: Die Automatisierung erfolgt komplett auf dem Smartphone, die Daten landen also nicht auf fremden Servern. Schade: Weil die Vorschläge rechenintensiv sind, kommen sie nicht auf ältere Geräte wie das iPhone 6.

Memoji iOS 12

Mit Memoji kann man sich plötzlich selbst als Emoji verschicken

stern-online

Memoji

Was wäre ein neues iOS ohne Emoji? Leider sind die bereits im Juli angeteaserten 60 neuen Symbole in der aktuellen Version noch nicht enthalten. Nur Besitzer des iPhone X dürfen sich freuen: Sie dürfen bei neuen Animoji nun auch als Drachen oder T-Rex erscheinen. Und mit Memoji sogar ganz eigene Animoji erstellen. So kann man sich selbst als Animoji verschicken - oder sich zur lila Hexe umstylen.

Passwort-Verwaltung

Auch für mehr Sicherheit ist gesorgt. Im Einstellungs-Tab "Passwörter & Accounts" lassen sich nun die zentral gespeicherten Passwörter für Apps und Webseiten direkt ansehen und bearbeiten. Gut: Speichert man ein neues Passwort, gleicht das iPhone es mit den anderen ab - und warnt, wenn man es schon genutzt hat. Auf Wunsch generiert das System auch ein neues Passwort, dass dann direkt gespeichert wird.

Unser Testmuster des iPhone XR ist sonnig-gelb.

Mehr Datenschutz

Viele Webseiten wie Facebook versuchen, die Nutzer durch das Web zu verfolgen. iOS 12 sperrt diese Bemühungen, der Nutzer muss das Tracking aktiv erlauben. Auch eine weitere Methode, das so genannte Fingerprinting, wird unterbunden. Hier versuchen Webseitenbetreiber Nutzer über Merkmale wie die Auflösung und die Geräte-Art zu verfolgen. Nach Apples Aussage werden ab iOS 12 alle iPhones als dasselbe Gerät gemeldet - und machen das quasi unmöglich.

Das iPhone als Maßband

Ein Fokus des neuen Systems steht auch auf Apples neuem Lieblings-Thema: Augmented Reality, kurz AR. Mit dem neuen System wird es zum einen einfacher für Drittanbieter, AR-Funktionen einzubinden, zum anderen bekommen die Nutzer mit der App "Maßband" einen ganz konkreten Nutzen. Die App zeigt zunächst das Bild der Kamera. Markiert man einige Punkte, etwa die Ecken eines Zimmers, misst die App aus mittels einer Berechnung den Abstand zwischen den Punkten - und kann so als rudimentäres Maßband funktionieren. In der Praxis funktioniert das bereits ganz gut, den klassischen Zollstock sollte man bei Präzisionsarbeit aber lieber nicht zuhause lassen.

Nicht dabei: Group Facetime

Die lange erwartete Möglichkeit, mit Facetime Gruppengespräche zu führen, wurde leider nach hinten geschoben. Ursprünglich sollte man mit bis zu 32 Personen gleichzeitig sprechen können, während der Testphase wurde die Funktion aber entfernt. Wann das Feature kommt, ist nicht bekannt.

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