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Apples neues Smartphone Für wen sich das iPhone 7 lohnt - und für wen nicht

Apple iPhone 7 und iPhone 7 Plus
In den USA wurde eine Sammelklage gegen Apple wegen Audioproblemen beim iPhone und iPhone 7 Plus eingereicht.
© Christoph Fröhlich
Apple hat das iPhone 7 und das iPhone 7 Plus vorgestellt. Wir helfen bei der Kaufentscheidung und erklären, wer sofort zuschlagen sollte - und wer sich das Geld besser spart.

Mit dem iPhone 7 und iPhone 7 Plus hat Apple seine neuen Spitzen-Smartphones vorgestellt. Die sehen den Vorgängern zwar extrem ähnlich, haben aber doch allerhand Neuerungen zu bieten. Nun stellen sich viele die Frage: Brauche ich das? Wir helfen bei der Entscheidung.

Was kann das neue iPhone 7?

Die Stärken des neuen iPhone 7 und des iPhone 7 Plus sind ganz klar das wasserdichte Gehäuse, die im Vergleich zum iPhone 6s um 45 Prozent bessere Performance und die stark überarbeitete Kamera. Hier kann vor allem das iPhone 7 Plus punkten: Mit seiner Doppelkamera hat es nicht nur einen zweifachen optischen Zoom, sondern kann auch Bilder mit Tiefenunschärfe schießen. Die Akkulaufzeit wurde bei beiden Modellen verbessert, wenn auch nur um wenige Stunden. Zudem kommt das iPhone 7 mit mehr Speicher als je zuvor: Das kleinste Modell hat nun 32 GB Speicher. Mit einem matten Schwarz und dem hochglänzenden Diamantschwarz sind außerdem zwei neue Farben dazugekommen.

Was ist mit dem Klinkenstecker?

Eine der wenigen Designänderung ist der Wegfall des Klinkensteckers an der Unterseite. Die mitgelieferten Kopfhörer werden nun über den Lightning-Anschluss verbunden, gleichzeitiges Laden und Musikhören geht nicht mehr. Ältere Kopfhörer müssen mit einem Adapter verbunden werden, der aber immerhin beiliegt. Apple will so den Weg zu einem kabellosen iPhone ebnen, dass sich nun noch per Bluetooth verbindet. Der Schritt sorgt verständlicherweise für hitzige Debatten. Wir haben ein Pro und ein Contra für Sie zusammengefasst. Wie wichtig einem die Klinkenbuchse ist, muss aber jeder selbst entscheiden.

Wie viel kosten iPhone 7 und iPhone 7 Plus?

Apple verlangt für das iPhone 7 dieselben Preise wie für das iPhone 6s, verdoppelt aber bei jedem Modell den Speicher. Das Einsteigermodell mit 32 Gb kostet  759 Euro, das mittlere mit 128 GB 869 Euro, für 256 GB Speicher werden 979 Euro fällig.

Beim iPhone 7 Plus muss man schon tiefer in die Tasche greifen, es ist teurer geworden als sein Vorgänger. Mit 32 GB verlangt Apple nun 899 Euro, wer 128 GB braucht, bezahlt 1009 Euro. Mit einem gepfefferten Preis von 1119 Euro ist das iPhone 7 Plus mit 256 GB das teuerste iPhone, das Apple je angeboten hat.

Spannend sind dieses Jahr auch die Vorgänger-Modelle. Bei denen hat Apple ebenfalls das 16-GB-Modell weggelassen, sie fangen jetzt auch satten 32 GB Speicher an. Dafür verlangt Apple 649 Euro für das einfache iPhone 6s und 759 Euro für das iPhone 6s Plus. 128 GB Speicher gibt es nun für 759 Euro im iPhone 6s und 869 Euro im Plus-Modell. Das kleine iPhone SE kostet nach wie vor ab 479 Euro.

Sollte ich auf das iPhone 7 wechseln?

Diese Frage muss jeder für sich beantworten - die Antwort hängt sehr stark von den eigenen Bedürfnissen ab. Und davon, welches Smartphone man aktuell nutzt. 

Hobbyfotografen dürften die besseren Bilder bei schlechtem Licht sicher sehr zu schätzen wissen, der optische Zoom des Plusmodells ist ebenfalls ein starkes Argument. Auch wer viel Wert auf Performance legt kommt am iPhone 7 und iPhone 7 Plus nicht vorbei. Sucht man immer schon am Nachmittag nach einer Steckdose, ist die zusätzliche Akkuleistung Gold wert.  Wer häufiger mal im Regen unterwegs ist oder das Smartphone mit in die Badewanne nimmt, ist Dank des wasserdichten Gehäuses bestens geschützt. 

Kommt man von einem iPhone 6 oder gar einem älteren Smartphone, ist das iPhone 7 ein starkes Upgrade. Vor allem, wenn man das Gerät als neues Vertragshandy angeboten bekommt. Wer einen kleineren Bildschirm bevorzugt, greift trotzdem lieber zum iPhone SE. Überzeugen weder die Kamera noch das wasserdichte Gehäuse, kann man getrost beim immer noch guten iPhone 6s zuschlagen. Dasselbe gilt, wenn man unbedingt einen Klinkenanschluss behalten möchte.

Überlegt man, vom iPhone 6s zu wechseln, sollte man die neuen Funktionen genau abwägen. Die Performance und die bessere Kamera sind sicher spürbar, ob sie gemeinsam mit dem wasserdichten Gehäuse den satten Neupreis wert sind, muss jeder für sich einschätzen.

Eine klare Entscheidung kann jeder treffen, der schon seit dem iPhone 4s wieder nach einem echten schwarzen iPhone sehnt: Dann führt kein Weg am iPhone 7 vorbei. Vorsicht: Das glänzende Diamantschwarz gibt es nur für die teureren Modellen.

Haben iPhone 7 und iPhone 7 Plus auch Schwächen?

Die größten Schwächen sind sicher der wegfallende Klinkenanschluss und der hohe Preis des iPhone 7 Plus. Mit der Einführung des wasserdichten Gehäuses ist einer der größten Kritikpunkte der Vergangenheit weggefallen. Einen wechselbaren Speicher haben iPhone 7 und iPhone 7 Plus aber immer noch nicht. Fairerweise muss man aber sagen, dass auch die Konkurrenz mit Android den mittlerweile häufig wegfallen lässt.

Welche Alternativen zum iPhone 7 gibt es?

Auch wenn Apple zwei tolle Smartphones auf den Markt gebracht hat, schläft die Konkurrenz nicht. Mit dem Galaxy S7 und dem Galaxy Note 7 hat Samsung zwei starke Konkurrenten im Rennen. Auch das Sony Xperia XZ und das LG G5 sind wirklich gute Smartphones. Ein Preis-Kracher ist das Oneplus 3: Es kostet bei vergleichbarer Hardware nur 399 Euro. Dafür ist es aber auch nicht wasserdicht. 

Wer unbedingt ein iPhone haben möchte, bekommt mit iPhone 6s und iPhone SE weiterhin tolle Geräte angeboten. Wenn sie auch im Vergleich zur Konkurrenz etwas teurer ausfallen.


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