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Für 479 Euro: iPhone SE vorgestellt: Das ist Apples bislang günstigstes iPhone

Erst vor drei Wochen hat Apple neue iPads und Macbooks vorgestellt. Nun legt der Konzern mit einem neuen iPhone nach. Es handelt sich um die Wiederauflage eines Altbekannten und lockt mit einem Kampfpreis.

Für 479 Euro: Apple präsentiert neues iPhone SE: Diese Funktionen hat das Smartphone

Keine Experimente: Das war das Motto des ersten iPhone SE, welches Apple im Frühjahr 2016 vorstellte. Das Gerät kam im Look der Vorgängermodelle, aber mit aktueller Technik - und wurde aufgrund der kompakten Maße und einem vergleichsweise günstigen Preis zu einem der beliebtesten iPhone-Modelle überhaupt (lesen Sie hier noch einmal unseren Test zum ersten iPhone SE).

Nun, vier Jahre später, hat der kalifornische Konzern die Neuauflage vorgestellt. Und setzt erneut auf die gleiche Formel aus bekanntem Design, aktueller Technik und moderatem Preis. 479 Euro verlangt Apple für die Einstiegsvariante des 2020er-Modells. Wir erklären, was das neue iPhone kann

iPhone SE: Die Rückkehr des Home-Buttons

Beim neuen iPhone SE (wofür die zwei Buchstaben stehen bleibt auch diesmal Apples Geheimnis) handelt es sich vereinfacht gesagt um eine Mischung aus iPhone 8 und iPhone 11.

Vom 8er stammt die Optik: Auf der Vorderseite gibt es breite Rahmen um das Display, der Bildschirm selbst ist 4,7 Zoll groß. Die Displaydiagonale misst damit rund 12 Zentimeter, so viel wie beim iPhone 8/7/6s/6. Das wasserdichte Gehäuse (IP67) besteht aus einer Glasrückseite und einem Rahmen aus Aluminium. So weit, so vertraut.

Unter dem Display befindet sich der Home-Button. Das bedeutet auch: Das iPhone SE entsperrt man nicht mit dem Gesicht, sondern mit dem Fingerabdruckscanner. Wirkt mittlerweile etwas altbacken, dürfte in Zeiten von Gesichtsmasken allerdings nicht die schlechteste Option sein.

Generell mögen die neuen Modelle mit ihren beinahe die gesamte Frontseite bedeckenden Bildschirmen etwas zeitgemäßer wirken. Doch Apple betont, dass die 4,7-Zoll-Geräte mit insgesamt 500 Millionen verkauften Geräten der mit Abstand populärste Formfaktor sind. Und viele Nutzer dürften angesichts des Preisabschlags wohlwollend über die Balken hinwegsehen.

Schneller Chip

Vom iPhone 11 stammt das Herz des iPhones, der A13-Bionic-Prozessor. Das ist für den Preis überraschend, weil es einer der schnellsten Chips am Markt ist. Die Grafikleistung sei viermal höher als beim Vorgängermodell von 2016, so Apple. Unser Test des iPhone 11 zeigte: Selbst mit aufwendigen 3D-Spielen bekommt man den Chip nicht ins Schwitzen.

Für viele Nutzer jedoch wichtiger: Durch den aktuellen Chip wird iPhone SE zukunftssicher. Das Gerät dürfte voraussichtlich vier oder mehr Jahre Betriebssystem-Updates erhalten. Auch das ist im Mittelpreis-Segment nicht selbstverständlich. Trotz des schnelleren Chips soll die Batterielaufzeit identisch sein mit der des iPhone 8, verspricht Apple. Ob das stimmt, kann erst ein Test zeigen. 

Eine Kamera

Großen Wert legt Apple auf die Kamera. Singular, denn das iPhone SE verfügt über eine einzelne Knipse auf der Rückseite. Zum Vergleich: Das iPhone 11 hat zwei, die Pro-Reihe sogar drei Kameras. Die des iPhone SE hat einen 12-Megapixel-Sensor und eine f/1,8-Blende.  

Durch die Unterstützung des A13-Chips hat das iPhone SE jedoch mehr Tricks auf Lager als frühere Modelle, die auf nur eine Kamera setzten. So beherrscht der Porträtmodus nun alle sechs Porträtlichteffekte sowie die Tiefen-Kontrolle, bei der man die Hintergrundunschärfe nach Belieben anpassen kann. Im Vergleich zum alten iPhone SE ist der Autofokus dreimal schneller in Low-Light-Situationen bei geringerem Bildrauschen.

Videos können in 4K60FPS aufgenommen werden, Slow-Motion- und Zeitraffer-Aufnahmen werden ebenfalls unterstützt. Der spezielle Nachtmodus und der detailreiche Deep-Fusion-Modus vom iPhone 11 und iPhone 11 Pro gibt es jedoch nicht. Angesichts des Preises musste Apple aber auch irgendwo den Rotstift ansetzen, um den teureren Modellen nicht zu sehr das Wasser abzugraben.

Was die Kamera tatsächlich kann, werden Sie demnächst bei uns im ausführlichen Test erfahren.

iPhone SE soll Marktanteil ausbauen

Eine gute Kamera und ein zukunftstauglicher Prozessor, mit diesen beiden Features soll Apples Neuauflage des iPhone SE punkten. Und das zum - für Apple-Verhältnisse - günstigen Preis von 479 Euro. Das sind 50 Euro weniger als Apple für das mittlerweile zweieinhalb Jahre alte iPhone 8 verlangt, welches nun folgerichtig aus dem Sortiment gestrichen wird. Und ein kostenloses Jahr des Streamingdiensts Apple TV+ ist beim Kauf ebenfalls enthalten.

Verglichen mit einigen Androiden ist das zwar immer noch kein Schnäppchen. Wer aber einen günstigen Einstieg in die iPhone-Welt sucht - sei es, weil man bereits einen Mac besitzt oder gerne eine Apple Watch nutzen möchte -, für den könnte das iPhone SE eine interessante Wahl sein.

Das iPhone SE ist ab 24. April erhältlich.

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