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Mini-PC: Computer für die Hosentasche

Der finnische Mobilfunkriese Nokia fordert mit einem Mini-PC den iPhone-Hersteller Apple heraus. Das "N810 Internet Tablet" soll den Massenmarkt erobern und lockt dabei mit einer Fülle an multimedialen Möglichkeiten.

Von Karsten Lemm, San Francisco

"Wir machen Apple an allen Fronten Konkurrenz und laufen auf allen Zylindern", sagte Anssi Vanjoki, Nokia-Vizepräsident für Multimedia, bei der Präsentation des Geräts in San Francisco. Ähnlich wie das iPhone ist das Nokia "N810 Internet Tablet" als Multitalent konzipiert, das Musik machen, Videos abspielen, im Netz surfen und E-Mail verschicken kann. Trotz seiner Größe von lediglich 12,8 mal 7,2 Zentimetern sei das Gerät, das knapp 230 Gramm wiegt, "ein vollwertiger Computer", so Vanjoki.

Allerdings fehlt dem Tausendsassa ein direkter Draht ins Internet: Das N810 benötigt entweder einen Wlan-Hotspot oder ein Mobiltelefon mit Bluetooth-Anschluss, um ins Netz zu gehen. Es hat noch keinen eigenen, eingebauten Mobilfunk-Chip. "Wir haben ein reines Internet-Gerät geschaffen, ohne Erblasten und Kompromisse", erklärte Vanjoki - deutete allerdings an, dass Nokia es sich bei Bedarf noch anders überlegen könnte. "Es wäre kein großer Schritt für uns, die Mobilfunk-Fähigkeit zu integrieren. Davon verstehen wir schließlich etwas."

Linux als Betriebssystem

Das N810 ist Nokias dritter Anlauf, ein mobiles Internet-Surfboard dieser Art zu entwickeln. Die ersten beiden Geräte, das N700 und das N800, hätten sich "an reine Computerfreaks" gerichtet, erklärt Vanjoki. "Jetzt wenden wir uns an die Technologie-Vorreiter." Auch das sei eine relativ kleine Gruppe, deshalb dürfe man nicht erwarten, "dass dies Nokias erfolgreichstes Produkt wird". Dennoch sei das N810 ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Massenmarkt. Den will Nokia mit der übernächsten Generation des Geräts ansprechen - was allerdings noch eine Weile dauern wird. "Da sprechen wir nicht von Monaten", sagte Vanjoki, "sondern von Jahren." Beim Betriebssystem setzt Nokia auf Linux, eine Software, die als offenes Internet-Projekt entwickelt wird, und sieht darin ein wichtiges Entscheidungsmerkmal zu Apple: "Es gibt einen tiefgreifenden Unterschied zwischen Apple und uns", betonte Vanjoki. "Wir sind für Offenheit, wir machen nicht alles dicht." Apple ringt seit Monaten mit Hackern, die versuchen, das iPhone zu knacken, um eigene Programme zu entwickeln. Apple argumentierte bisher, ein geschlossenes System, in dem die Firma alles unter Kontrolle behält, diene der Sicherheit und verhindere Viren und andere Attacken, wie sie bei PCs an der Tagesordnung sind. Vanjoki lässt das Argument nicht gelten: "Es gibt gute Menschen und böse Menschen, so ist das im Leben", sagt er. Ein offenes System sei in Wahrheit sogar sicherer, weil auf Hacker-Angriffe schneller reagiert werden könne. Apple gab nun klein bei: Letzte Woche erklärte die Firma, dass Software-Entwickler ab Februar auch mit offiziellem Segen des Unternehmens Programme für das iPhone entwickeln dürfen.

Internet-Portal für die Hosentasche

Gedacht sei das N810 in erster Linie als Internet-Portal für die Hosentasche für alle Menschen, die viel unterwegs sind und dabei den Kontakt zu Online-Diensten wie MySpace und Facebook halten wollen - mit dem Ziel, "die virtuelle Welt Teil der wirklichen Welt" zu machen, sagte Vanjoki. Dazu besitzt das Internet-Tablet, das im November für etwa 450 Euro auf den Markt kommen soll, eine eingebaute Tastatur, einen Farbbildschirm mit zehn Zentimetern Diagonale und zwei Gigabyte Arbeitsspeicher, der sich mittels Speicherkarten erweitern lässt.

Der Bildschirm ist druckempfindlich und kann entweder mit dem bloßen Finger oder mit einem Plastikstift bedient werden. Als Browser dient ein enger Verwandter von Firefox, der Webseiten auf dem Display mit 800 mal 480 Bildpunkten gut lesbar darstellen kann und, anders als das iPhone, auch Flash-Animationen unterstützt. Selbst Telefonieren ist möglich, sofern das N810 eine schnelle drahtlose Verbindung ins Netz gefunden hat: In diesem Fall lassen sich Skype und andere Internet-Telefondienste nutzen. Ebenfalls eingebaut ist ein Routenplaner mit GPS-Ortungssystem.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.