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Diskussion um Ausstieg: Zieht sich Jawbone aus dem Fitness-Geschäft zurück?

Jawbone war einer der Pioniere im Geschäft mit Fitness-Trackern. Nun zieht sich der Konzern Medienberichten zufolge aus dem Markt mit den elektronischen Armbändern zurück. Jawbone hingegen verkündet, noch einiges in der Pipeline zu haben.

Jawbone zieht sich offenbar aus dem Geschäft mit Fitness-Trackern zurück.

Jawbone zieht sich offenbar aus dem Geschäft mit Fitness-Trackern zurück.

Jawbone ist einer der Pioniere im noch recht jungen Markt der Fitness-Tracker. Im November 2011 brachten die Amerikaner das erste Up-Armband auf den Markt, das die Schritte seines Trägers zählt, dessen Schlaf überwacht und kompatibel ist mit Android- und iOS-Geräten. Seitdem brachte Jawbone mehrere Generationen der Fitness-Armbänder heraus, außerdem positionierte sich das Unternehmen mit seiner Jambox-Reihe im Bereich der Bluetooth-Lautsprecher. Beides sind stark wachsende Bereiche, trotzdem zieht Jawbone jetzt Medienberichten zufolge die Reißleine und verabschiedet sich sowohl aus dem Audio- als auch dem Fitness-Geschäft.

Fitness-Tracker und Bluetooth-Audio vor dem Aus

Der Markt der Fitness-Tracker ist unter Druck geraten, stattdessen wächst der Markt der Smartwatches, die ebenfalls Schrittzähler integriert haben. Einige Anbieter - etwa Withings mit seiner Activité - bieten auch analoge Armbanduhren mit eingebauten Schrittzählern. Die Konkurrenz wurde deutlich größer.

Deshalb wurden nun sämtliche bereits produzierten Armbänder zu Schnäppchenkonditionen an einen Händler verscherbelt, heißt es in einem Bericht des US-Portals "TechInsider". Und einem "Fortune"-Artikel zufolge soll auch das Geschäft mit Bluetooth-Lautsprechern eingestellt werden, derzeit sucht man noch nach einem Käufer. Der Konzern hat seit einem Jahr keine neuen Produkte mehr vorgestellt, im November wurden 15 Prozent der Mitarbeiter entlassen. Außerdem wurde eine Niederlassung in New York geschlossen.

Jawbone äußert sich zu den Berichten

Der Rückzug aus dem Geschäft mit Fitness-Trackern bedeutet aber nicht das Aus für das Unternehmen. Erst vor wenigen Monaten bekam Jawbone eine Finanzspritze in Höhe von 165 Millionen US-Dollar. Laut "The Verge" ändert das Unternehmen seinen Fokus und will sich zukünftig auf Medizingeräte konzentrieren. Das kommende Gerät soll klinischen Anforderungen entsprechen und unter anderem die Herzfunktion überwachen. Bereits im Sommer 2016 könnte das neue Wearable vorgestellt werden, sofern die nötigen Zulassungen erteilt werden.

Jawbone hat sich mittlerweile zu den Berichten geäußert und leugnet zumindest den Wearable-Ausstieg: Die Artikel seien "fehlerhaft" und "eindeutig falsch". "Um es eindeutig klarzustellen, Jawbone wird sich weiterhin mit großer Hingabe und Begeisterung der Entwicklung und Herstellung innovativer Wearable-Produkte widmen", erklärte das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Außerdem kündigte das unternehme "kommende Produkte" an, die "zu gegebener Zeit "präsentiert werden. Ob damit eine Neupositionierung gemeint ist oder ob man weiterhin Fitness-Tracker anbieten wird, bleibt offen. Auch zum kolportierten Ausstieg aus dem Lautsprecher-Geschäft äußert sich Jawbone nicht.

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Asus Zen Watch 2

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Die erste Zen Watch war letztes Jahr eine der hübschesten Smartwatches. Asus hatte anders als Samsung und Co. deutlich mehr Wert auf den Schmuck-Faktor gelegt. Und auch die im Herbst vorgestellte Zen Watch 2 kann sich sehen lassen. Das schlichte Design mit seinen abgerundeten Ecken sieht sowohl an Männer- wie auch an Frauenhandgelenken edel aus. Im Vergleich zu den Teils arg klobigen Konkurrenten hat die Zen Watch außerdem eine recht schlanke Figur. Trotzdem ist die Uhr mit Android Wear eine der günstigsten Smartwatches: Gerade einmal 169 Euro ruft Asus ab, die meisten anderen Smartwatches kosten mehr als das doppelte.