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Kostenlose Handynavigation: Nokia macht mobil

Nach Google bietet nun auch Nokia kostenlose Navigation auf dem Handy an. Die Finnen wollen so den Absatz von Smartphones befeuern. Optimiert sind die "Ovi Maps"-Karten für Fußgänger, doch auch Autohalterungen soll es künftig dazugeben.

Von Gerd Blank

Ortstermin mit Nokia in Berlin. Der weltgrößte Mobilfunkhersteller hat zu einer besonderen Präsentation in die Hauptstadt geladen. Worum es gehen würde, wussten die angereisten Journalisten nicht. Aber es handele sich um eine wichtige Veranstaltung mit einer spektakulären Ankündigung, ließ ein Pressemitarbeiter verlauten. Aber weshalb nutzt das Unternehmen für solche Ankündigungen nicht offizielle Termine oder gar die wichtigste Mobilfunkmesse der Welt, die nur wenige Wochen später in Barcelona stattfindet? Es scheint, dass Nokia kurz vor einem amerikanischen Konkurrenten ein wenig Medienaufmerksamkeit erhaschen möchte. Knapp eine Woche nach der Nokia-Präsentation richten sich alle Augen auf Apple, das am 27. Januar neue Produkte vorstellen wird. Da gilt es, keine Zeit zu verlieren. Und was verkünden die Finnen nun auf dem so geheimniskrämerisch angekündigten Termin? Kostenlose Navigationssoftware fürs Handy.

Nokia wurde vom Erfolg des iPhones überrascht und empfindlich getroffen. Anfangs wurde das Apple-Gerät von Nokia-Managern belächelt, denn wer bräuchte schon ein großes Display in einem Telefon? Doch obwohl Nokia weiterhin mehr Mobiltelefone verkaufte als jeder andere Hersteller, galt die Aufmerksamkeit dem Handy aus der Schmiede von Apple-Boss Steve Jobs. Nur halbherzig brachte Nokia in der Folgezeit ebenfalls Geräte mit berührungsempfindlichen Displays in den Handel. Inzwischen kämpft Nokia aber nicht mehr alleine gegen Apple. Google, weltgrößter Suchmaschinenbetreiber, hat ebenfalls ein eigenes Mobiltelefon-Betriebssystem im Handel, das mit kostenlosen Services aufwartet. So werden künftige Geräte mit einer vollwertigen Navigationssoftware ausgeliefert, gratis in der Anschaffung und Nutzung. Ein Schlag gegen Unternehmen wie Tomtom, Navigon und Garmin, deren Geschäftsmodell durch solche Smartphones ins Wanken gerät. Aber auch ein Schlag gegen Nokia.

"Es kommt auf den Kompass an"

Nach eigenen Angaben gibt es derzeit 83 Millionen Nokia-Geräte, die mit einem GPS-Chip ausgestattet sind. Doch Michael Halbherr, Vizepräsident der Ovi-Services bei Nokia, sieht darin kein Alleinstellungsmerkmal mehr. "Jedes moderne Handy hat so einen Chip, jetzt kommt es auf den Kompass an - und was man damit macht." Nokia hat die mobilen Dienste unter der Marke Ovi gebündelt. Wie bei Apple lassen sich inzwischen auch bei Nokia Musik, Filme und Programme auf die mobilen Geräte laden. Immer wieder beten Nokia-Manager herunter, dass Nokia die meisten MP3-Player, die meisten Kameras und die meisten Navigationsgeräte im Handel hat. Nur: Kein Käufer hat sich für eine Nokia-Kamera entschieden, sondern diese Funktion mit einem Handy erworben.

Durch die Übernahme des Kartenherstellers Navteq hatte sich Nokia die Navigationskompetenz ins Haus geholt. Noch vor einem Jahr erhofften sich die Finnen mit ortsbasierten Diensten ein einträgliches Geschäft. Die Navigationssoftware wurde für einen kurzen Zeitraum kostenlos zur Verfügung gestellt, wer diese weiter nutzen wollte, musste den Service kaufen. Nun werden alle Navi-Dienste kostenlos. Man könnte meinen, dass dieser Schritt eine Reaktion auf Google ist. Michael Halbherr verneint: "Das wäre so, als wenn man eine Handgranate mit einer Atombombe bekämpft."

Optimiert für Fußgänger

Tatsächlich scheint das Angebot für Kunden äußerst attraktiv zu sein. Besitzer von zehn aktuellen Modellen können sich ab sofort die neueste Version von Ovi-Maps herunterladen, ab März ist die Software auf allen Geräten mit dem Betriebssystem S60 vorinstalliert. Mehr noch, auch eine Halterung fürs Auto ist in der Verpackung. Doch trotz der Halterung liegt der Fokus auf Fußgängernavigation. Aufzüge, Rolltreppen, sogar Wege durch Gebäude sollen in den Karten enthalten sein. Und nicht nur in einer ausgewählten Region. Die Software funktioniert in 74 Ländern und 600 Städten. Kunden müssen während des Betriebes kaum weitere Daten herunterladen. Halbherr vergleicht den Datentraffic mit denen der Google-Lösung: "Für eine Google-Navigation werden bis zu zehnmal so viele Daten heruntergeladen." Auch Premium-Inhalte sind bereits enthalten. Kinolistings, Eventguides und Reiseführer von Partnern wie Lonley Planet und Michelin sind an Bord. Und werden während der gesamten Gerätelebensdauer kostenlos aktualisiert.

Doch wenn Nokia nichts mehr mit der Software verdient und Mobilfunkprovider auch am Datentransfer nicht mehr mitverdienen - wo ist da das Geschäftsmodell? Halbherr sagt, dass Nokia durch höherwertige Services auch höherwertige Endgeräte verkaufen kann. Zudem können Partner Werbung schalten. Nokia hat begriffen, dass gute Hardware zwar gute Funktionen haben muss, letztendlich aber die Services und die einfache Bedienung für den Kauf entscheidender sind.

Der finnische Konzern galt über Jahre als treibende Kraft im Mobilfunksektor. Auch wenn Nokia in den USA ein wenig schwächelt, verkauft das Unternehmen in allen anderen Märkten deutlich mehr Endgeräte als die Konkurrenz. Doch Erfolg scheint bequem zu machen, denn Impulse kamen nicht mehr aus den Designstudios des Handy-Riesen. Jetzt, im Jahre drei nach iPhone, bündelt Nokia seine Kräfte, macht Ovi mobil und will zeigen, dass es sich noch bewegen kann. Oder einfach nur den Menschen.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.